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An der US-Börse wird nicht damit gerechnet, dass der Konflikt schnell gelöst wird. Das drückt zusätzlich auf die Stimmung.
An der US-Börse wird nicht damit gerechnet, dass der Konflikt schnell gelöst wird. Das drückt zusätzlich auf die Stimmung.(Foto: dpa)
Montag, 20. Mai 2019

Sprint im Aufwind: Huawei-Streit schickt Nasdaq auf Talfahrt

Nachdem die USA den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei auf die Schwarze Liste gesetzt haben, bereitet der Streit Investoren an der US-Börse Kopfschmerzen. Das macht sich vor allem in den Technologiewerten bemerkbar.

Auch zu Beginn der neuen Woche hat das Verhältnis zwischen den USA und China die US-Börsen fest im Griff gehabt. Sanktionen der US-Regierung gegen den chinesischen Netzwerkausrüster und Smartphone-Riesen Huawei drückten auf die Stimmung der Marktakteure und auf die Kurse vor allem in der Technologiebranche. So büßte der technologielastige Nasdaq 100 1,69 Prozent auf 7376,70 Punkte ein.

Die Sanktionen gegen Huawei könnten eine Verhärtung im Handelsstreit zwischen den beiden Staaten zur Folge haben, sagten Börsianer. Der Dow Jones Industrial schloss hingegen nur 0,33 Prozent tiefer bei 25 679,90 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 gab um 0,67 Prozent auf 2840,23 Zähler nach.

US-Präsident Donald Trump hatte Huawei von wichtiger Technologie abgeschnitten. Wegen der Sanktionen wird das Unternehmen zukünftige Smartphone-Modelle nicht mehr mit vorinstallierten Google-Diensten verkaufen können. Aktien der Google-Mutter Alphabet verloren daraufhin zwei Prozent. Im Nasdaq 100 Index reichten die Verluste für die Chip-Hersteller Xilinx, Qualcomm, Broadcom und Analog Devices von 3,3 bis zu 6 Prozent.

Huawei wird von den US-Behörden verdächtigt, seine unternehmerische Tätigkeit zur Spionage für Peking zu nutzen. "Händler sehen, dass die USA bei Huawei eine harte Haltung an den Tag legen und das stimmt sie nicht gerade hoffnungsvoll, dass der Handelskonflikt rasch beendet wird", sagte Analyst David Madden vom Broker CMC Markets.

T-Mobil und Sprint legen zu

Hohe Kursgewinne verbuchten die Aktien von T-Mobile US und Sprint. T-Mobile US stiegen um 3,9 Prozent und Sprint schnellten gar um 18,8 Prozent nach oben. Der Chef der US-Kommunikationsbehörde FCC will dieser empfehlen, grünes Licht für die Fusion der beiden Unternehmen zu geben. Allerdings gaben beide Papiere einen Teil ihrer Gewinne wieder ab, nachdem aus Kreisen bekannt geworden war, dass sich das Justizministerium gegen eine Fusion stellen könnte.

Der Eurokurs zeigte sich im US-Handel kaum verändert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1166 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1167 (Freitag; 1,1172) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8955 (0,8951) Euro gekostet. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gaben um 5/32 Punkte auf 99 21/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,41 Prozent.

Wie es dem Dax in Frankfurt erging, lesen Sie hier.

Quelle: n-tv.de