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Bange Blicke an der Wall Street: Der Dow Jones schloss auf einem Viermonats-Tief.
Bange Blicke an der Wall Street: Der Dow Jones schloss auf einem Viermonats-Tief.(Foto: imago images / UPI Photo)
Montag, 13. Mai 2019

600 Punkte im Minus: Handelskrieg lässt Dow Jones abstürzen

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China schlägt sich auf die internationalen Börsen nieder. Besonders der Dow Jones leidet unter den gegenseitigen Strafzöllen und schließt mit einem deutlichen Minus.

Die Furcht vor einem Handelskrieg hat die US-Börsen zum Wochenauftakt in die Tiefe gezogen. Anleger befürchten nun eine weitere Eskalation in dem Handelskonflikt zwischen den beiden weltweit führenden Volkswirtschaften.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 2,4 Prozent auf 25.324 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sank 2,4 Prozent auf 2811 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich sogar um 3,4 Prozent auf 7647 Punkte. 

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Chinas Finanzministerium kündigte an, US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar mit Strafzöllen zu belegen und reagierte damit auf die US-Zölle auf chinesische Güter vom Freitag. "Jede Zollerhöhung ist eine Belastung für die weltweite Wirtschaft, und wenn es die Wirtschaft belastet, belastet es die Firmengewinne, und deswegen werden die Aktienmärkte reagieren", sagte Art Hogan, Chefstratege bei National Securities.

Unter Druck waren Firmen, die besonders viel Geschäft im Ausland machen. So gaben Papiere des Flugzeugherstellers Boeing 4,8 Prozent nach, der Baumaschinen-Gigant Caterpillar verlor 4,6 Prozent. Auch Technologiewerte wie Apple, Intel oder Qualcomm gerieten unter Druck.

Börsenneuling Uber fiel in der Gunst der Anleger weiter zurück. Die Aktien des Fahrdienstvermittlers verloren fast zehn Prozent. Bereits am ersten Handelstag am Freitag waren Anleger auf die Bremse getreten - die Uber-Aktien schlossen bei 41,57 Dollar, Ausgabekurs war 45 Dollar. Die Anteilsscheine des kleineren Konkurrenten Lyft brachen mehr als sechs Prozent ein.

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Die in den USA notierten Teva-Aktien verloren über 15 Prozent. 44 US-Bundesstaaten hatten Klage gegen zahlreiche Pharmafirmen wegen unerlaubter Preisabsprachen von Pharmafirmen eingereicht, wie die Staatsanwaltschaften am Wochenende mitteilten. Auch die Ratiopharm-Mutter ist betroffen. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück.

Die Furcht vor einem Handelskrieges verschreckte auch Anleger in Europa. Der Dax fiel 1,5 Prozent auf 11.876 Punkte, der EuroStoxx50 büßte 1,2 Prozent auf 3320 Zähler ein.

Quelle: n-tv.de