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(Foto: AP)
Donnerstag, 19. Juli 2012

Merkel sorgt für Wirbel: Euro unter Druck

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Im Bundestag steht die Abstimmung über die Spanien-Hilfen an. Aber bereits davor lassen Äußerungen von Bundeskanzlerin Merkel den Euro taumeln. Merkel ist sich demnach nicht sicher, ob das Projekt Europa gut ausgeht.

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Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Schuldenkrise in Europa haben den Euro am Donnerstag im fernöstlichen Devisenhandel unter Druck gesetzt. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,2276 Dollar leicht unter den späten Notierungen in den USA aber oberhalb seines Zweijahrestiefs von 1,2162 aus der vergangenen Woche.

Merkel hatte in einem Beitrag auf der CDU-Webseite erklärt, das Projekt Europa sei noch nicht in einer Weise gestaltet, dass man sicher sein könne, dass alles gut ausgehe. Obwohl die Kanzlerin hinzusetzte, sie sei optimistisch, dies erreichen zu können, geriet die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich unter Druck.

Der Bundestag stimmt am Donnerstag über Hilfen des Euro-Rettungsfonds EFSF für spanische Banken ab. Am selben Tag begibt Spanien erstmals seit der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank wieder Anleihen mit mittel- und langfristigen Fälligkeiten. Anders als die Auktion italienischer Titel in der vergangenen Woche steht sie aber unter keinem guten Stern: Enttäuschende Daten vom spanischen Immobilienmarkt und aus dem Bankensektor treiben die Renditen spanischer Anleihen kräftig nach oben. Die Häuserpreise sind im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich so stark gefallen wie noch nie seit Beginn der Immobilienkrise. Zugleich stieg der Anteil notleidender Kredite an den Gesamtkrediten auf 8,95 Prozent.

Zum Yen notierte Gemeinschaftsdevise mit 96.73 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9773 Franken je Dollar und bei etwa 1,2010 Franken je Euro.

Quelle: n-tv.de