Startseite
Video
Montag, 11. Februar 2019

Welt-Index: Was bringt das nächste Jahr?

Ein Gastbeitrag von Markus C. Zschaber

In diesem Jahr steht die Weltwirtschaft vor großen Herausforderungen. Donald Trump ist nur eine von vielen.

Für das Wachstum der Weltwirtschaft wird es 2019 sicherlich schwer werden, die Prognosen zu erfüllen. Einiges an Gegenwind lasse sich bereits jetzt schon erkennen und in der Datenerhebung ableiten. Zum jetzigen Zeitpunkt kann anhand der Wirtschaftsdaten zum letzten Jahr analysiert werden, dass die USA als Gesamtvolkswirtschaft sehr solide dastehen - trotz des Shutdowns, welcher für 35 Tage den US-Haushalt praktisch lahmlegte.

Anhand der aktuellen Aussagen der US-Notenbank könnte allerdings schon fast abgeleitet werden, dass die vorläufige Zinserhöhungspolitik ein abruptes Ende gefunden hat, da wohl eine große Unsicherheit hinsichtlich des zukünftigen Wachstumspotentials und der Stabilität des Wirtschaftsraums vorhanden ist - auch unter dem Einfluss der Handelsstreitigkeiten mit China und den daraus resultierenden Negativeffekten, die nun auch die US-Wirtschaft in den kommenden Monaten spüren wird.

Der "Index der Konjunkturdaten" weist mit einem aktuellen Niveau in Höhe von 61% (Vormonat 63%) eine weitere und leichte Abschwächung gegenüber dem Vormonat aus. Eine Abkühlung der globalen Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft ist nunmehr festzustellen.
Der "Index der Konjunkturdaten" weist mit einem aktuellen Niveau in Höhe von 61% (Vormonat 63%) eine weitere und leichte Abschwächung gegenüber dem Vormonat aus. Eine Abkühlung der globalen Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft ist nunmehr festzustellen.

Vermehrt tauchen Aussagen von US-Branchenverbänden auf, die auf die Problematik des angezettelten Handelsstreits hinweisen und mahnend auf Umsatzeinbußen und Preiserhöhungen hinweisen, insbesondere aus dem Industriesektor. Die entstandene Zoll-Problematik hat sich recht schnell auf das US-Wachstum ausgewirkt, da allein die zuerst eingeleiteten Zölle auf Stahl und Aluminium direkt die Importkosten erhöhten und somit zu einer Kostenbelastung bei den Unternehmen führten, was wiederum mit dem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit am internationalen Markt im Einklang stand. Der Negativeffekt konnte zwar abgefangen werden, aber nur auf einer temporären Zeitachse, da nun viele weitere Branchen betroffen sind. Insgesamt spricht man von bis zu 1500 Zolltarifpositionen aus China, und man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass die USA auch Vorleistungsgüter einführen und das Endprodukt damit ebenfalls eine Verteuerung erleidet. Bei einem Gesamtexportvolumen in Höhe von mehr als 1600 Milliarden US-Dollar an Gütern ist dieses sicherlich nicht zu unterschätzen.

Hinsichtlich China ist zweifelsohne schon zu erkennen, dass die dortige Wirtschaft, gerade im vierten Quartal des vergangenen Jahres sowie im Januar diesen Jahres, die Effekte der Strafzölle, die im Zuge des Handelsstreits mit den USA ausgesprochen worden sind, zu spüren bekommt. Neben der Binnennachfrage haben sich auch die Ausfuhren reduziert, welches auf die Gesamtnachfrage nach chinesischen Gütern zurückzuführen ist, welches auch unter dem Aspekt der Abschwächung der Weltwirtschaft einzuordnen ist. Für die Werkbank der Welt ist eine Prognose in Höhe von 6 Prozent Wachstum in 2019 ausgesprochen worden, dieses sollte ausreichen, mögliche Konsolidierungen in anderen Wachstumsräumen zu kompensieren, um die Weltwirtschaft auf einem Niveau in Höhe von 3,3 Prozent bis 3,5 Prozent Wachstum zu halten.

Der "Index der Markterwartungen", mit einem aktuellen Niveau in Höhe von 60% (Vormonat: 58) verdeutlicht, dass die Stimmung der Anleger und Analysten weiterhin vom Verlauf der politischen Krisen beeinflusst wird und die wirtschaftlichen Realdaten diese Stimmung nicht überbieten konnte.
Der "Index der Markterwartungen", mit einem aktuellen Niveau in Höhe von 60% (Vormonat: 58) verdeutlicht, dass die Stimmung der Anleger und Analysten weiterhin vom Verlauf der politischen Krisen beeinflusst wird und die wirtschaftlichen Realdaten diese Stimmung nicht überbieten konnte.

Zwar ist das Exportvolumen im vergangenen Jahr nochmals auf den Wert von über 2300 Milliarden US-Dollar angestiegen und übertrifft damit sogar das bis dato höchste Ergebnis aus dem Jahre 2014. Dennoch sind die Zeichen der Handelszölle überall zu spüren. Gemessen am Exportvolumen in die USA, welches mehr als 500 Milliarden US-Dollar ausmacht, ist der Staatsapparat in Peking sehr nervös.

Generell bleiben die weiteren Schwellenländer Asiens allerdings eine Triebkraft der Weltwirtschaft, diese ist zwar auf Grund der US-Dollaraufwertung und der damit verbundenen Schuldenlast in US-Dollar im vergangenen Jahr stark eingeschränkt worden, dennoch ist weiterhin von einem moderaten Trend und einem stabilerem Gesamtwachstums in diesem Jahr auszugehen. Ein Grund dürfte die Binnennachfrage in den Schwellenländern sein, die weiterhin robust bleibt. Dazu kommen die gesunden Bilanzen der privaten Haushalte, der stabile Arbeitsmarkt sowie der Nachholbedarf in großen Schwellenländern wie beispielsweise Indien, die auch den privaten Konsum weiterhin stützen.

Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Wirtschaft einiger asiatischer Länder von fiskalischen Impulsen weiterhin profitieren wird - dazu zählen Indien, Indonesien, die Philippinen und Thailand, also alles Länder, in denen es 2019 voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte Wahlen geben wird, sowie Korea und Malaysia. Sollte es den USA und China allerdings nicht gelingen, eine Basis für die Zolldiskussionen zu finden, ist mit einem wirtschaftlichen Abschwung zu rechnen, der dann vor allem China, Korea, Taiwan, Thailand und Singapur in Mitleidenschaft ziehen könnte, während Indien und Indonesien weiterhin ein gesundes Wachstum verzeichnen, da in den beiden Ländern wichtige Reformen umgesetzt worden sind.

Dr. Markus C. Zschaber ist Chef der gleichnamigen Vermögensverwaltung aus Köln, welche monatlich den "Welt-Index" veröffentlicht.
Dr. Markus C. Zschaber ist Chef der gleichnamigen Vermögensverwaltung aus Köln, welche monatlich den "Welt-Index" veröffentlicht.

Sorgenkind im derzeitigen Szenario ist leider erneut Europa, denn für unseren Wirtschaftsraum werden einige Risiken identifiziert: die unabsehbaren Folgen eines möglichen ungeordneten Brexit, das Hauptrisiko des von den USA angezettelten Handelsstreits, vor allem mit China und der direkten Ausstrahlung auf die Nachfrage und Exportsituation Europas. Auch das nun nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche Thema Italien, mit einer möglichen Rezession, die noch länger andauern könnte, belasten die Prognosen für das diesjährige Wirtschaftswachstum. Wir können derzeit davon ausgehen, dass jetzige Prognosen für den Euroraum noch verschönt worden sind, mit 1,5 Prozent ist allerdings zu rechnen. Vielleicht gibt es aber auch noch ein größeres Fünkchen Hoffnung, wenn beispielsweise unsere deutsche Politik das Thema Investition einmal aufgreifen und aktiv werden würde, denn dann könnte man weiterhin moderat wachsen, bei steigenden Löhnen und sinken Arbeitslosenzahlen. Das Thema Unternehmenssteuer muss ebenso angegangen werden und zwar auf der Ebene der Senkung und nicht Erhöhung, denn es muss Potential freigesetzt werden, welches für Investitionen verwendet werden kann.

USA im Detail: Als Fels in der Brandung darf man die USA durchaus für die vergangenen zwölf Monate beschreiben, denn kaum ein Wirtschaftsraum zeigte eine derart expansive Wachstumskurve. Dieses basierte zunächst auf den Steuererleichterungen, die der US-Präsident Donald Trump herbeiführte. Die Investitionsleistungsbilanz der US-Unternehmen ist gerade auf Grund dieser Erleichterungen in den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres angestiegen. Hinzu kamen aufgrund einer möglichen Eskalation des Handelskrieges vorgezogene Importe, bezogen auf den asiatischen Wirtschaftsraum, insbesondere aus China.

Das Handelsvolumen unter den beiden größten Volkswirtschaften USA und China stieg in den ersten sechs Monaten 2018, gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,1 Prozent auf einen Wert von 301 Milliarden Dollar. Dieses bedeutete, dass die Ausfuhren aus China in die Vereinigten Staaten in Dollar berechnet um 13,6 Prozent zulegten. (Allein im Juni stiegen Chinas Ausfuhren in die USA auf eine Rekordhöhe von 42 Milliarden Dollar.) Der diesbezüglich vorgenommene Ausbau der Lagerbestände war daher ebenso ein wesentlicher Faktor für das Wachstum, wie die steigende Binnennachfrage nach Dienstleistungen und Gütern. In diesem Zusammenhang stieg auch das Beschäftigungsverhältnis in den USA, und der Arbeitsmarkt zeigte sich bis in den Januar 2019 als sehr solide und freundlich.

Trotz des Verwaltungsstillstands, dem sogenannten Shutdown, wurden im Januar etwa 304.000 Stellen (außerhalb der Landwirtschaft) geschaffen, und somit liegt die Arbeitslosenquote nahe der 4- Prozent-Marke, welches wiederum sehr nahe am Wert des im vergangenen Jahr erreichten 50-Jahrestiefs in Höhe von 3,7 Prozent, liegt. Die Lage am Arbeitsmarkt kann weiterhin als sehr robust bewertet werden. Es bleibt somit spannend, in wie weit die Notenbank Fed dieses Szenario berücksichtigen wird, denn interessanterweise zeigten sich auch die anderen veröffentlichten US-Konjunkturdaten, sei es die Einkaufsmanagerindizes, der Uni-Michigan-Index der Verbraucherstimmung und Bauausgaben sehr positiv und könnten die gerade erst zurückhaltende Aktivität der Zinspolitik doch wieder ändern.

Gerade erst hatte man den Leitzins in der Spanne 2,25 Prozent bis 2,50 Prozent erwartungsgemäß unverändert belassen und begründete die vorsichtigere Haltung zum einen mit der verhaltenen Inflationsentwicklung in den USA, zum anderen mit globalen Entwicklungen in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten. Mit Blick auf das wirtschaftliche Gesamtbild sei global ein Widerspruch vorhanden, ein vermeintlich schwaches zukünftiges Wachstum in Europa, eine mögliche Konfrontation im Handelsstreit mit China und einem US-Wachstum, welches dagegen vollkommen intakt ist, aber in Zukunft unter genau den erwarteten Negativeinflussfaktoren leiden könnte. Auf der Zinsseite bleibt es somit spannend, ob wir uns nicht in einer Zinserhöhungspause befinden, sondern schon am Ende des aktuellen Erhöhungszyklus.

Fakt ist aber auch, dass der US-Shutdown wohlmöglich teurer kommt als von vielen kalkuliert, denn der wochenlange Stillstand der Behörden wird mittlerweile mit mehr als 10 Milliarden US-Dollar an Kosten einkalkuliert, wobei dieses nur eine vorläufige Berechnung darstellt. Über das Jahr hinweg kann dieser Betrag natürlich noch durch ein stärkeres Wachstum in den Folgequartalen kompensiert werden, so dass am Ende die Wirtschaftsleistung der USA kaum beeinträchtigt sein könnte, vielleicht im Bereich von 0,02 Prozentpunkten, wenn es nicht zu starken, weltweiten Verwerfungen im Wachstumsgefüge der Weltwirtschaft kommt.

Auch die Nutznießer waren zunächst einmal die privaten Haushalte, sie profitierten von der Steuerreform, dieses zeigte sich an einer ausgesprochen hohen Konsumlaune der Bevölkerung, denn die Steuersenkungen in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar zeigten mehr Wirkung bezogen auf das BIP. Der private Konsum macht immerhin mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus und lieferte eine stabile Ertragssäule.

Für die USA gilt also folgendes Szenario: Absolut unabdingbar ist eine Lösung im Handelskonflikt mit China, um die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft nicht maßgeblich zu beschädigen. Unternehmen müssen versuchen, die Investitionsquote hochzuhalten und wenn möglich, die tatsächliche Produktivität zu steigern. Dies ist natürlich in direkter Abhängigkeit der US-Wirtschaft zu sehen, gibt es weiterhin hohe Inlands- aber auch Auslandsnachfragen nach Gütern und Dienstleistungen. Dazu kommt die Thematik der Notenbankpolitik. Es sollte vermieden werden, dass die Zentralbanken die Basis für eine weitere Expansion der Wirtschaft mit einer zu starken Zinspolitik verändern und so ebenfalls die Emerging Markets erneut unter Druck bringen. Hierzu sollte es auch vermieden werden, dass an den Kreditmärkten die Risikoaufschläge zu schnell steigen, wodurch sich die künftige Finanzierungen der im Schnitt sehr hoch verschuldeten Unternehmen verteuern könnten.

Betrachtet man jüngsten Konjunkturindikatoren, so bleibt es spannend, wie die zukünftigen Effekte der Steuerreform sein werden, und wie Nachhaltigkeit im Wachstumsmodell der US-Wirtschaft sichergestellt werden kann. Man kann davon ausgehen, dass das US-Wachstum sich in 2019 um die 3 Prozent einpendeln wird. Hinsichtlich des US-Präsident Donald Trump, so liegt er seitens des Beliebtheitswerts weiterhin ganz vorn, denn über 90 Prozent der befragten Industrieproduzenten sind kontinuierlich optimistisch, was die Zukunft ihres Unternehmens angeht, welches somit den höchsten Umfragewert seit 20 Jahren darstellt. Es sieht ganz so aus, dass Donald Trump von vielen Nichtamerikanern zwar verteufelt wird, aber die US-Wirtschaft eine Stabilität aufweist, die einem Fels in der Brandung nahekommt. Über eine Wiederwahl Trumps, darf nicht nur spekuliert werden, sondern dieses muss eingeplant werden.

Europa im Detail: Eine der wichtigsten, aber fast nicht zu beantwortenden Fragen ist derzeit wohl die zukünftige Wirtschafts- und Wachstumssituation in Europa. Zwar hat es die Eurozone geschafft, eine Arbeitslosenquote im Bereich von knapp 8 Prozent zu haben, und dieses entspricht ungefähr dem Stand von vor der Finanzkrise, wobei es starke, regionale Unterschiede gibt und auch die Qualität der Arbeitsplätze anders ausgestaltet ist. Dazu kommt trotz der vermeintlichen negativen politischen Belastungen im Jahr 2018 ein Wirtschaftswachstum in Höhe von knapp 1,8 Prozent, allerdings mit den folgend beschriebenen anhaltenden Abwärtsrisiken und einer Jahresendprognose von deutlich unter 1,7 Prozent für das Jahr 2019.

Positive Impulse gab es in den vergangenen Wochen aus Frankreich. Trotz der großen Problematik mit der Fraktion der Gelbwesten konnte sich das Quartalswachstum halten und die Prognosen erfüllen. Allerdings geht man jetzt schon von wesentlich schwächeren Zahlen aus, denn gerade das Exportgeschäft wird in den kommenden Monaten unter der schwächeren Weltkonjunktur leiden. Ebenso lieferte Spanien einen ordentlichen Wachstumsbeitrag in 2018, denn mit einem BIP in Höhe von knapp 2,3 Prozent ist Spanien fast ein positiver Außenseiter. Obwohl die Ausfuhren über das Jahr hinweg stiegen und im späteren Jahresverlauf konstant blieben, rechnet man für 2019 mit einer sinkenden Nachfrage. Aber sollten sich die Herausforderungen innerhalb der Eurozone positiv verändern, wird Spanien weiter als einer der am schnellsten und nachhaltigsten wachsenden Volkswirtschaften gelten. Spanien ist damit wirtschaftlich fast schon wieder auf Vorkrisenniveau. Hierfür sprechen nicht nur die Zahlen und Rahmenbedingungen der spanischen Wirtschaft, vielmehr gibt es viele weitere Indikatoren, die auf ein Wirtschaftswachstum oberhalb von 2 Prozent in 2019 hindeuten. Die Arbeitslosenquote liegt geschätzt bei knapp 15 Prozent - eine erstaunlich gute Entwicklung, wenn man die Zahlen aus 2013 in Höhe von 26 Prozent heranzieht.

Für Deutschland könnte ein Gesamtjahreswachstum in Höhe von knapp 1,5 Prozent ausgerufen werden, die Veränderung der Wirtschaftsleistung hat mehrere Ursachen. Zwar sprechen wir weiterhin von Vollbeschäftigung mit einer Arbeitslosenquote unter 5 Prozent. Dennoch kamen viele Belastungsfaktoren 2018 zum Ausdruck, allen voran der Sektor Automobil mit seinen Herausforderungen. Deutschland wird ebenso unter der abnehmenden Expansionsgeschwindigkeit der Weltwirtschaft leiden und sieht einige außenwirtschaftliche Risiken auf sich zukommen. Dazu kommt trotz weltweit sich eintrübender Stimmung: Deutschland hat weiterhin so hohe Nachfragen, dass die Produktionsgrenzen erreicht worden sind. Das bedeutet im Umkehrschluss, eine Ausweitung der Kapazität könnte Wachstum schaffen - vorausgesetzt, die großen Ereignisse in diesem Jahr fallen nicht zu negativ aus. Deutschland bleibt damit hinter seinem eigentlichen Potenzialwachstum.

Sonderthema Brexit: Viele Ereignisse in diesem Jahr werden das Gesamtbild prägen und einen zu hohen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung haben. Zunächst ist Europa weiterhin mit dem hauseigenen Problem des Brexit konfrontiert, dieses Ereignis wird im besten Falle, also bei einem geordneten Austritt, eine Konjunkturabschwächung mit sich bringen, die aber verkraftbar wäre. Dennoch:  Schon jetzt ist deutlich der Rückgang im Handel von Waren und Dienstleistungen zu spüren und in der Erfassung des Datenmaterials zum "Welt-Index" sichtbar. Für Deutschland beispielsweise war Großbritannien einer der wichtigsten Handelspartner, mit einem Güteraustausch von knapp 170 Milliarden Euro und rund 750.000 Arbeitsplätzen, die vom Geschäft mit Großbritannien abhängen. Schon jetzt steht fest, dass die deutsche Automobilindustrie stark leiden wird und ihre Lieferketten wohl umstellen muss, um angesichts unvermeidbarer Dauerstaus die Produktion nicht zu gefährden.

Es ergibt sich eine neue Dimension an Hindernissen, denn Waren müssen an den Grenzen deklariert, Herkunftsnachweise erbracht und womöglich Produkte nach neuen britischen Standards hergestellt werden. Der bevorstehende Austritt aus dem Binnenmarkt wirft Europa um Jahre zurück, und er schafft neue und längst vergessen geglaubte Handelshemmnisse samt Zöllen und Steuern - und dieses wiederum schmälert Umsätze und Gewinne, vor allem bei unseren exportstarken Unternehmen. Schon heute bekannte Defizite bei den Unternehmen sind eindeutig identifizierbar. So entstehen sehr hohe Kostenanteile durch nicht-tarifäre Handelsbarrieren. Hierbei kann es etwa um künftige Abweichungen in regulatorischen Anforderungen wie Zulassungen und Kontrollen gehen, wodurch die Firmen vor allem mehr Zeit als bisher für den grenzüberschreitenden Warenverkehr benötigen. In Deutschland gibt es vier Schlüsselbranchen, auf die sich die Mehrkosten konzentrieren werden, dieses ist der Automobil- und Zulieferersektor, die Chemie, sonstige Fertigung und Konsumgüter einschließlich Lebensmittel und Getränke.

Interessanterweise ist für die deutsche Automobilindustrie das Vereinigte Königreich einer der wichtigsten Exportmärkte. Knapp ein Fünftel der gesamten Auto-Ausfuhren gehen dorthin, und der Marktanteil der deutschen Marken liegt bei über 50 Prozent der Neuzulassungen, mit mehr als 800.000 Autos und weiteren 216 000 Neuwagen aus lokaler Fertigung deutscher Konzerne.

Nach jetziger Datenerhebung erwarten vier von zehn Unternehmen schlechtere Geschäfte, zudem plant jedes zehnte Unternehmen schon jetzt, die Verlagerung von Investitionen in andere Länder, gerade Autohersteller sehen absolut keinen Grund mehr, irgendwelche Investitionen vorzunehmen. Ebenso ist die chemisch-pharmazeutische Industrie stark betroffen. Diese verkaufte 2018 geschätzt Produkte im Wert von knapp 15,3 Milliarden Euro dorthin, den größten Anteil davon machten Spezialchemikalien und Pharmazeutika aus. Gleichzeitig importierten deutsche Chemieunternehmen Erzeugnisse für 7,8 Milliarden Euro, vor allem pharmazeutische Vorprodukte und Petrochemie.

Derzeit sind 63 Tochtergesellschaften deutscher Chemieunternehmen in Großbritannien aktiv und beschäftigen mehr als 6000 Mitarbeiter, sie erwirtschaften einen Umsatz von über 5,3 Milliarden Euro. Der Bestand an Direktinvestitionen auf der Insel beläuft sich auf ca. 2 Milliarden Euro, britische Investoren sind mit gut 2,5 Milliarden Euro in der deutschen Chemie engagiert. Allein bei diesen beiden aufgeführten Schwerpunktbranchen wird deutlich, um was es geht - und das unter der Voraussetzung eines geordnetes Brexit-Verfahrens, welches aus jetziger Sicht doch stark eingeschränkt ist.

Sollte es zu einem nicht geordneten Brexit kommen, so könnte es folgendermaßen aussehen: Großbritannien würde in die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg fallen, mit zunehmender Arbeitslosigkeit, einem erneuten Werteverfall des britischen Pfunds (Schätzungen gehen derzeit von bis zu 25 Prozent an Wertverlust aus), einer Korrektur am britischen Häusermarkt um ungefähr ein Drittel des Wertes, einer deutlichen Inflationsrate über 6 Prozent, eine damit verbundene Leitzinserhöhung in einem aus jetziger Sicht unvorstellbaren Maße, sowie Ansteckungseffekte an den Finanzmärkten, die aber temporär sein werden, denn den größten Schaden würde das Land unweigerlich selber nehmen. Es ist an der Zeit, dass die Briten selbst nochmals ohne Emotion alle zukünftigen Entwicklungen abwägen müssen, aber viel Zeit bleibt ihnen nicht mehr.

Neben dem Thema Brexit gilt natürlich die nächste Aufmerksamkeit dem Thema Handelszölle und Protektionismus und die Einbußen für unseren Wirtschaftsraum. Für einige Branchen werden die Strafzölle nicht wirklich eine Veränderung herbeiführen, es ist mehr als großes Ganzes zu betrachten, und ein Blick muss auf die indirekten Folgen gelenkt werden. Mit dem Beispiel Stahl kann veranschaulicht werden, was gemeint ist. Zwar ist die Stahlbranche beispielsweise für Deutschland wichtig, der Großteil des deutschen Stahls bleibt aber in Europa, ein Drittel der Exporte geht allein nach Frankreich, Polen und Italien.

In den USA landen dagegen nur knapp fünf Prozent der deutschen Stahlausfuhren, so dass ein vermeintlicher Schaden auf nicht mehr als 40 Millionen Euro kalkuliert wird. Problematischer wird es da eher für China, Russland und die Türkei, diese haben bislang viel Stahl in die USA verkauft. Das nächste Beispiel verdeutlicht leider erneut eine Branche, die es schon schwer hat, nämlich die Autobauer, denn hier würde man empfindlich treffen, wenn Strafzölle für Autoimporte eingeführt werden würden. Für Volkswagen, Daimler und BMW sind die USA der zweitgrößte Exportmarkt nach China, und man kann jetzt schon grob kalkulieren, dass in einem solchen Fall mit Einbußen von mindestens fünf Milliarden Euro im ersten Jahr zu rechnen ist. Dies wäre ein wirklich großer volkswirtschaftlicher Schaden, allerdings dann nicht nur für die europäische Wirtschaft, sondern auch für die amerikanische und viele andere, da es zu hohen Gegenzöllen kommen würde.

Natürlich muss auch ein Blick auf die Zinspolitik der EZB geworfen werden. Diese scheint die Herausforderungen in der Eurozone richtig einzuschätzen und rechnet eher mit einer sich eintrübenden Konjunktur. In diesem Umfeld die Zinsen zu erhöhen, wäre problematisch für die Refinanzierung der hoch verschuldeten Staaten, für die Refinanzierung von sogenannten "Zombi-Unternehmen", die ihre Geschäftsmodelle nur noch bei einem Niedrigzinsniveau gestalten können, aber auch für gesunde Unternehmen und Brachen, die durch Handelszölle und Brexit in Mitleidenschaft gezogen werden und einen hohen Kapitalbedarf haben, den diese am besten mit niedrigen Zinsen vereinnahmen können, beispielsweise für notwenige Investitionen oder auch angestrebten Kapazitätsausbau.

Weiterhin wird das System also darin bestärkt, dass Banken, Unternehmen und Privatleute mit Minuszinsen animiert werden, mit dem massenhaften Kauf von Schuldtiteln den Kreditmarkt in Gang zu halten. Jetzt stellt sich aber neben den bereits beschriebenen Herausforderungen Brexit und Handelszölle, das Problem eines sich abkühlenden Wirtschaftszyklus, in dem Löhne und Preise ganz normal steigen und die Notenbanken diesen Preisanstieg normalerweise mit Zinserhöhungen stoppen. Sofern dieses aber umgesetzt werden würde, wäre es ein weiterer Belastungsfaktor für die Eurozone. Denn wenn nun das Kapital teurer wird, sinkt die Nachfrage nach Krediten, die Investitionstätigkeit lässt nach, und auch von dieser Seite würde sich das Wirtschaftswachstum negativ verändern - in einem Umfeld, in dem die Zukunft Europas gerade hinterfragt wird. Die ökonomischen Folgen wären auch hier undenkbar, und somit ist ein Zinsanstieg in der Eurozone faktisch unmöglich.

Und zu guter Letzt mit dem Blick auf Italien wird das Ausmaß der Herausforderung klarer, denn als erste Volkswirtschaft der Eurozone ist Italien nun in eine Rezession gerutscht. Viele Probleme schleppt Italien seit Jahren mit sich herum, das Land hat einen Schuldenberg in Höhe von mehr als 131 Prozent der Wirtschaftsleistung und somit den höchsten in der Euro-Zone nach Griechenland. Problematisch ist zudem, dass die seit Juni amtierende Regierung aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung das Wachstum unter anderem mit Steuersenkungen und höheren Sozialausgaben ankurbeln will und dafür höhere Schulden in Kauf nimmt. Dieses Vorhaben wird nicht gelingen können, den im Zuge der EZB-Anleihekäufe bekam Italien schon den höchsten Anteil und konnte strukturell keine Verbesserung vorweisen, im Gegenteil. Dazu kommt, die Aussichten der italienischen Wirtschaft sind heute noch ungünstiger als vor gut einem Jahr, denn Italien leidet unter einem schwachen Konsum und ebenso schwächeren Exportzahlen aufgrund der angedrohten Handelszölle. Das Land wird also kurz oder lang ein Thema in Brüssel werden, und der Rettungsplan wird es in sich haben.

Für Europa gilt also folgendes Szenario: Große Herausforderungen mit dem nahenden Brexit, Verschuldungssituation einzelner Euroländer hoch problematisch, die EZB in der sogenannten Zinsfalle bei sich abkühlender Konjunktur. Dazu die Herausforderung der Handelszölle, gerade in Bezug auf die deutsche Schwerpunktindustrie der Autobauer und Zulieferer. In dieser Kette bleibt der Wermutstropfen eines wohl schwachen Euros, der der Eurozone einen weiterhin großen Wettbewerbsvorteil liefern wird. Aber es darf auch nicht vergessen werden: Gerade in Deutschland verfügen wir über Schlüsselindustrien, Dienstleister und global aufgestellten Unternehmen, ohne die viele globale Entwicklungen, gerade unter dem Aspekt der Globalisierung und des Wachstums in den Emerging Markets, gar nicht erst möglich wären.

Unvorstellbar, auch wenn es US-Handelszollthemen und den nahenden Brexit gibt, ist doch heute eine Welt ohne den grenzübergreifenden Handel, denn an sich haben die globalen Waren- und Geldströme um den Globus seit Jahrzehnten rasant zugenommen. Deutlich zeigt sich das vor allem in der Entwicklung der Warenexporte, die in den vergangenen Jahren zunehmend positive Wachstumsraten verzeichnen konnten, und genau dafür ist vor allem der Mega-Trend der Globalisierung verantwortlich. Dieser Trend sorgt dafür, dass wir Waren aus aller Welt importieren und allseits beliebte Produkte "Made in Germany" im großen Stil exportieren können. Damit zählt Deutschland innerhalb Europas zu einem der drei wichtigsten Exportländer auf der ganzen Welt. Die Vernetzung über staatliche Grenzen hinweg ist eine der weltweit impulsivsten Entwicklungen, die vor allem langfristig auf die Politik, den Handel und die Kultur Einfluss nimmt. Der Handels- und Kapitalaustausch ermöglicht dadurch eine Spezialisierung der Länder auf ihre Kernkompetenzen und Produkte, die sie besser oder günstiger herstellen können als andere.

Aus dieser besseren Nutzung der Produktionsfaktoren resultieren die häufig angesprochenen Wohlstandsgewinne. Der Zugang zu neuen Märkten, der Wegfall von Handelsbarrieren und der vereinfachte und schnelle Informationsaustausch sind nur einige Vorteile, die die Globalisierung mit sich bringt und von denen Menschen und Unternehmen profitieren. Die Dynamik der Globalisierung wird als Chance genutzt, um daraus Wettbewerbsvorteile ziehen zu können und die lokale Wertschöpfung zu nutzen und das wird sich auch nicht ändern, somit bleiben unter anderem auch deutsche Unternehmen in vielen Bereichen und Branchen Weltmarktführer und sicherlich einen Blick wert.

Asien inkl. China und Japan im Detail: Chinas Wirtschaftswachstum ist mit einem Fragezeichen zu versehen, zu unterschiedliche Einschätzungen gibt es derzeit. Fest steht, dass zunächst hauptsächlich China und die USA für die Abschwächung der Weltwirtschaft verantwortlich sind. Dazu kommt natürlich der Veränderungsprozess in China selbst, denn die chinesische Regierung verlagert ihr Wachstumsmodell allmählich weg von Exporten und kreditfinanzierten Investitionen hin zum inländischen Konsum. Dieser schwierige Prozess dämpft ebenfalls das Wachstum, welches bisher bemerkenswert hoch war. Mit einem geschätzten BIP in Höhe mehr als 14.000 Milliarden US-Dollar, ist natürlich ein prognostiziertes Wachstum in 2019 in Höhe von knapp 6 Prozent in der realwirtschaftlichen Entwicklung höher als 12 Prozent vor gut 10 Jahren bei einem BIP in Höhe von knapp 4600 Milliarden US-Dollar. Chinas Außenhandel hat sich in 2018 sehr robust gezeigt, da unter anderem Exporteure den amerikanischen Abgaben zuvorkommen wollten und sich im Voraus eindeckten.

Dennoch, die Stimmung hat sich eingetrübt, und auch Peking stellt eine Veränderung der Lage fest. Zwar hält man weiter an fiskalpolitischen Maßnahmen fest, ein altbekanntes Rezept hierbei ist der Infrastruktursektor. Die Staatsausgaben werden wieder erhöht für neue Straßen, neue Flughäfen und neue U-Bahnen - und dann ist da noch das Thema Steuerentlastung bei zukunftsorientieren Unternehmen, die also Investitionen in Forschung und Entwicklung stecken, um die Möglichkeit von höheren und weiteren Investitionen zu schaffen.

Dazu kommt die Veränderung des Mindestreservesatzes bei den Banken, die dadurch die Möglichkeit von höherer Kreditausgabe haben. Allerdings wird Chinas fiskalischer Spielraum durch Altlasten eingeschränkt sein, denn im jetzigen Konjunkturzyklus und der außerordentlich expansiven Politik haben sich leider auch viele Verschuldungsthemen herausgebildet. Aber - und das muss man China zu Gute halten-  man hat dort die modernste Logistik, die schnellsten Netze, einen sehr hohen Bildungsstand, und auch das Thema Digitalisierung ist hoch angesetzt sowie das Thema der industriellen Revolution 4.0. Wachstum ist die eine Sicht, der langfristige Schuldenabbau die andere. Chinas Schuldenquote sollte in Verbindung mit dem niedrigen Zinsniveau des Landes, der niedrigen Auslandsverschuldung im Verhältnis zum BIP, der hohen inländischen Sparquote und den hohen Forex-Reserven gesehen werden. "Es wäre im besten Interesse der Wirtschaft, die Schulden abzubauen. Dies kann und wird schrittweise erfolgen, wobei natürlich auf Grund der angesprochenen fiskalpolitischen Investitionen ein langsameres Ansteigen der Schuldenquote weiter erwartet wird. Chinas Gesamtschuldenquote könnte in 2018 bei 300 Prozent des BIP liegen.

Positiv konnte sich hingegen Taiwan entwickeln, mit einem Wachstum bei knapp 2,7 Prozent für das vergangene Jahr, aber mit verhaltenem Ausblick auf 2019 aufgrund von sich eintrübenden internationalen Konjunkturaussichten. Der Binnenmarkt bleibt aber weiterhin stabil und federt einiges ab.

Ebenso kamen gute Zahlen aus Südkorea, dort partizipierte man an sehr robusten Exporten, hohen Auftragseingängen und einer stabilen Baubranche, die für die Expansion des Landes steht. Die Ausfuhren stiegen nochmals deutlich an, zu den wichtigsten Exportgütern Südkoreas zählen Halbleiter, petrochemische Produkte, Autos, Schiffe, Maschinen sowie Handys und Flachbildschirme. Das BIP könnte im letzten Jahr bei rund 1600 Milliarden US-Dollar gelegen haben. Generell könnten die Schwellenländer an einem schwächeren US-Dollar partizipieren, denn dieser würde die Gesamtregion bei den kommenden Herausforderungen entlasten.

Japans Wirtschaft hat etwas an Tempo eingebüßt, dieses ist ähnlich wie bei allen anderen Ländern mit den sich eintrübenden Konjunkturaussichten zu begründen, die ihren Ursprung im Bereich des Protektionismus und der möglichen US-Handelszölle weltweit haben. Es ist zwar eine geringere Konsumlaune festzustellen, der private Konsum macht 60 Prozent des BIP aus, aber im Gegensatz dazu ist die Investitionsneigung gestiegen, um zukünftiges Wachstum zu generieren. Die ausländischen Direktinvestitionen bewegen sich stabil auf einem relativ niedrigen aber stabilen Niveau, umgekehrt steigen aber die Investitionen japanischer Firmen unter anderem im Ausland. Eine leichte Abschwächung im Binnenmarkt ist ebenfalls festzustellen. Für 2019 rechnet man mit rund 1 Prozent Wachstum, bereits jetzt sieht man anhand der Bestelleingänge bei den exportorientierten Unternehmen die internationale Zurückhaltung.

EU und Japan: Mit einem Paukenschlag und gegen die Aktivitäten von US-Präsident Donald Trump wurde nun das größte Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen. Allein das Inkrafttreten des in 2018 geschlossenen Wirtschaftspartnerschaftsabkommens beinhaltet, dass Märkte mit mehr 635 Millionen Menschen verbunden werden, Handelshemmnisse beendet sind und europäische Unternehmen jedes Jahr bis zu einer eine Milliarde Euro an Zöllen einsparen könnten. Japan ist nach den USA und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und damit ein sehr interessanter Absatzmarkt für europäische Unternehmen. Gemeinsam sind die EU und Japan für knapp ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung verantwortlich. Somit ist dieser Schritt, gerade in diesen unsicheren Zeiten, eine hervorragende Basis für die Zukunft.

Strategie & Veränderungen im Musterportfolio:

  • Die Gewichtung Large Caps in den "USA" als auch in "Deutschland" wurde strategisch ausgebaut.
  • Value - Titel erhalten in Bezug auf Large Caps eine Übergewichtung
  • Deutsche Aktienwerte wurden überproportional erhöht und ausgebaut.

Der Fokus liegt bei Nebenwerten, beispielsweise im MDax

  • US-Aktienwerte wurden überproportional erhöht mit Fokus auf S&P 500 und Dow Jones
  • Europäische Large - Caps werden reduziert
  • Japanische Aktienwerte wurden reduziert
  • Die Beimischungen von beispielsweise asiatischen Aktien wurden strategisch erhöht
  • Die aktuelle Aktienquote innerhalb des Musterportfolios wurde auf 60,5% erhöht.
  • Die Cash – Quote liegt bei 9,5% um Zukäufe bei Qualitätsaktien umzusetzen
  • Rentenmarkt wird weitestgehend bis auf einzelne Bausteine untergewichtet
    • Hochzinsanleihen bleiben weiterhin außen vor
    • Wandelanleihen untergewichtet positioniert / reduziert
    • Unternehmensanleihen untergewichtet positioniert / reduziert
    • Abbau von hypothekenbesicherten Wertpapieren
    • Beibehaltung von US-Treasuries mittlerer Duration
  • Die Edelmetallquote wurde erhöht
  • Die Absicherungskomponente wurde entfernt
  • Kryptowährungen kommen weiterhin als Anlagevehikel nicht in Betracht.

Das Musterdepot zum "Welt-Index" beinhaltet diverse Anlageklassen wie beispielsweise Aktien, Unternehmens-, Wandel- und Staatsanleihen sowie Rohstoffe als auch Edelmetalle. Das Portfolio wird aktiv seit fünf Jahren gemanagt und auch abgesichert je nach Börsenphase, so dass je nach Kapitalmarktsituation auch flexibel die Bargeldquote erhöht oder minimiert wird. Zur Absicherung und Gewinnmitnahmen werden auch ETF´s auf Indices und Märkte verwendet. Mit dieser Art der direkten Abbildung des "Weltwirtschaftszyklus" ist es dem Musterdepot gelungen, eine konstante und höhere Wertentwicklung als der MSCI World zu erwirtschaften. Nähere Informationen hierzu unter www.zschaber.de

Zur Methode: Die Grundlage des "Welt-Index" ist die Analyse von Wirtschaftsindikatoren aus der ganzen Welt, die eine hohe wirtschaftliche Relevanz und eine hohe Reaktion an den Finanzmärkten mit sich bringen. Diese werden weltweit von Statistikämtern und Forschungsinstituten sowie weiteren hochrangigen wissenschaftlichen Quellen veröffentlicht. In der Endform konzentriert sich der "Welt-Index", der aus zwei Komponenten besteht, dem "Index der Konjunkturdaten" und dem "Index der Markterwartungen", auf die monatlich 50 wichtigsten Konjunkturdaten, zugrunde liegen mehr als 1000 internationale Indikatoren, die monatlich ermittelt und bewertet werden. Die Verknüpfung der Datenreihen in einer nach Dominanzfaktoren gegliederten Gewichtung gibt Aufschluss darüber, in welchem Zyklus und Stadium sich die Weltwirtschaft befindet. Aufgrund der Kombination von frühzyklischen, gleichzyklischen und nachzyklischen Indikatoren sowie der Integration einer Erwartungskomponente ermöglicht der "Welt-Index" eine sehr genaue Messung des aktuellen Status. Um dieses zu vereinfachen, werden dann zwei Trenddaten erstellt, die Aufschluss darüber geben, wie viele der ermittelten Daten in den vergangenen vier Wochen gefallen oder gestiegen sind. Nähere Informationen hierzu unter: www.weltindex.de

Das Musterportfolio zum "Welt-Index" ist nur als begleitende Information zu verstehen und dient nicht als konkreter Anlage-Ratschlag. Die Vermögensverwaltungsges. Dr. Markus C. Zschaber mbH erstellt den Index monatlich exklusiv für die "Welt am Sonntag" und den Nachrichtensender "n-tv".

Quelle: n-tv.de