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(Foto: REUTERS)
Montag, 14. Mai 2018

Welt-Index: Konjunktur nimmt wieder Fahrt auf

Ein Gastbeitrag von Markus C. Zschaber

Die Weltwirtschaft präsentiert sich robust. Positive Impulse sind nicht nur aus den USA zu erwarten, sondern auch aus China.

Das Jahr 2018 ist sicher kein Jahr wie jedes andere. Nichtsdestotrotz wird dieser Tage an allen großen Börsenplätzen wie jedes Jahr diskutiert, ob alte Börsenweisheiten wie "sell in may and go away" Gültigkeit haben, oder ob es diesmal vielmehr "buy in may and stay" heißen sollte. Fakt ist, seit Februar befinden sich die Kapitalmärkte in einer Phase höherer Marktvolatilitäten. Auf temporäre Kurskorrekturen folgten bisher immer wieder Erholungen, auch wenn die alten Jahreshöchststände noch nicht wieder erreicht wurden.

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"Die globale Anlegerschaft ist sich uneins, inwieweit der sehr alt gewordene Aufschwung an den Märkten noch die Nachhaltigkeit verkörpert, die sich alle wünschen. Die teils sprunghaften Kurs- und Preisentwicklungen in vielen Segmenten der Finanzmärkte, ob bei Roh- und Werkstoffen, ob in vielen Bond- oder Kreditpapieren, ob in den Währungen, beispielsweise aus den Emerging Markets oder ob bei den globalen Aktien, verdeutlichen regelrecht, dass in der Kurzfristigkeit nicht wirklich von etablierten Trends gesprochen werden kann", so Markus C. Zschaber, Chef der gleichnamigen Vermögensverwaltung, welche monatliche den "Welt-Index" veröffentlicht.

Wie sieht es mittelfristig aus? Wo geht die Reise hin? Das sind die dominantesten Fragen. Die großen Kapitalströme bewegen sich in den letzten Tagen wieder vermehrt in die Richtung der "sicheren Häfen". Dies bedeutet nicht, dass wir kurzfristig einen Crash erwarten können. "Allerdings werden derzeit Investitionsräume gesucht, die eine höhere Qualität in der Kalkulierbarkeit der Renditen mit sich bringen. Unter anderem werden US-Anlagen gesucht, dies ist nicht zuletzt am wieder stärker werdenden US-Dollar, sowie an den niedrigen Spreads auf der US-Zinskurve zu erkennen, welches bedeutet, dass die Zinsdifferenz zwischen den kurz- und langlaufenden US-Zinsen sehr klein geworden ist. Das letzte Mal hatten wir 2006 derartig niedrige Niveaus gesehen", beschreibt der Vermögensverwalter die gegenwärtige Ausgangssituation.

Dr. Markus C. Zschaber
Dr. Markus C. Zschaber

Das Problem hierbei sei allerdings, dass ein starker US- Dollar und ein höherer US-Zins wiederum zu einer negativen Wechselwirkung in vielen Schwellenländern führen könnten - und das bei den Nationen mit hohen Leistungsbilanzdefiziten und hoher Verschuldung in US- Dollar. Argentinien, Brasilien und die Türkei machen Zschaber ganz aktuell die größten Sorgen. Die drastischen Mittel der dortigen Notenbanken wie beispielsweise Zinserhöhungen um zwölf Prozent, wie vergangene Woche geschehen, können häufig nur kurzfristig Erleichterung bringen. Nicht selten schwappen aber solche strukturellen Krisen dann auch auf andere Schwellenländer über.

"Der US-Dollar ist hier das Zünglein an der Waage. Wertet dieser in gleicher Dynamik auf wie in den letzten vier Wochen, wird der Druck auf die Schwellenländer groß. Vielleicht zu groß. Soweit sind wir zwar noch nicht, aber es lohnt sich hier ganz genau hinzuschauen“, so Zschaber weiter. Gerade auch innerhalb der Aktienmärkte ist die Suche nach höherer Qualität in der Renditekalkulation zu bemerken. Während die Aktienkurse aus den Emerging Markets seit einigen Wochen weiter unter Druck gerieten, konnten die Dax-Werte und viele europäische Aktienunternehmen gleichzeitig sogar an Wert zulegen und den Erholungsmodus fortsetzen. Sprich es wurden Geschäftsmodelle gesucht, die eine höhere Substanz und Stabilität verkörpern.

"Unabhängig von diesen Marktereignissen suchen aber die meisten Marktteilnehmer gegenwärtig nach Orientierung bzw. nach neuen Koordinaten, mittels dieser sie ihre Portfolios mittelfristig steuern und positionieren können. Das Problem ist nur, dass das Koordinatensystem der Finanzmärkte ungleich komplizierter geworden ist wie in den vergangenen Jahren", ergänzt Zschaber seinen Ausblick. Während 2017 die Weltbörsen durch eine sehr synchron verlaufene Weltkonjunktur mit hohen qualitativen Zuwachsraten in allen Sektoren, einer expansiven Geldpolitik und gleichzeitig niedriger Inflation, sowie durch einen politischen Megaimpuls - die US-Steuerreform - förmlich angeheizt wurden, hat sich dies im Jahr 2018 grundlegend verändert.

Nachdem das große Hoffnungsmotiv der Steuerreform in den USA Realität geworden ist und im ersten Quartal 2018 die Unternehmen signifikant ihre Ergebnisse steigern konnten, scheint jetzt die Luft dünner zu werden. "Ein ganz typischer Fall von ´buy the rumor, sell the fact´. Die Erwartungen an die Steuerreform in den USA haben die Wallstreet und damit auch die Stimmung an den Weltbörsen letztes Jahr positiv beeinflusst. Ist das Ereignis dann in der Realität angekommen, US-Unternehmen verbuchen über 24 Prozent Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahresquartal, werden jetzt neue Impulse gesucht, welche die Erwartungen auf noch höhere Gewinne und Umsätze bei den Unternehmen rechtfertigen würden. Bleiben diese aus, werden erstmal Gewinne mitgenommen und man orientiert sich an den Weltbörsen neu", so Zschaber.

"Hinzu kommen die Sorgen, dass die Zinsen und die Inflation im globalen Kontext ansteigen werden, sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China eskalieren könnte und die späte Phase des Konjunkturzyklus womöglich Bruchstellen aufweist. All dies führte dazu, dass viele Anleger defensivere Portfoliopositionen aufgebaut haben“, konstatiert der Kölner Vermögensverwalter. Doch wie geht es jetzt weiter und wo und was sind die neue Koordinaten, die mehr Orientierung ermöglichen?

Der V.M.Z.-Kommentar zum aktuellen Stand

Die V.M.Z. Vermögensverwaltung hat mittels der Analyse zum "Welt-Index" die Koordinaten gefunden, um ein Bild zu konstruieren, welches Orientierung liefert. "Richtig ist, dass die quantitativen Multiplikatoren aus den letzten Jahren, sprich eine sehr expansive Geldpolitik, welche niedrige oder sogar negative Zinsen und milliardenschwere Aufkaufprogramme von Staats- und Unternehmensschulden garantiert haben, deutlich an Kraft verlieren. Allerdings mit großen regionalen Unterschieden“ führt Zschaber aus.

In den USA ist ein klarer Trend zu höheren Zinsen zu erkennen. Gleichzeitig reduziert die US-Notenbank ihre Bilanzgröße, sprich sie veräußert Schuldpapiere, welche sie in den Jahren zuvor aufgekauft hatte. In Europa und in Japan dagegen sind besagte Multiplikatoren noch im vollen Gange und sorgen damit für niedrigste Zinslevels bei der Kreditaufnahme von Firmen und Staaten. Das sollte die heimische Konjunktur und die Finanzlage weiter stützen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Euroraums im Welthandel durch einen schwächeren Euro langfristig verbessern. In den Schwellenländern mit hoher Verschuldung in US-Dollar wirken vielerorts besagte quantitative Multiplikatoren bereits sogar sehr stark negativ auf die heimischen Systeme und die Konjunktur, da hier die Geldpolitik der USA überkompensiert werden muss, um eine drohende Kapitalflucht abzuwenden. Die Zinsen werden hier zum Teil drastisch erhöht.

Die Konsequenz ist, dass die in diesen Wirtschaftsräumen zirkulierende Liquidität regelrecht versiegt, welches zu einer Unterversorgung der Wirtschaft führt und damit zu rezessiven Entwicklungen. Andere Schwellenländer mit niedriger Verschuldung in US-Dollar können dagegen ihre eigene Geldpolitik betreiben und ihre Systeme atmen lassen. Bei Anlagen in Schwellenländern heißt es große Vorsicht und hohe Kompetenz in der Selektion walten zu lassen.

"Die Musik seitens der globalen Geldpolitik wird somit zunehmend leiser. Das bedeutet, unter dem Strich werden sich die Liquiditätsstruktur und das Kreditmengenwachstum in der Welt verringern, was zum einen Investitionen in Renten und Anleihen als Anlageobjekte in der Tendenz weiter unattraktiv werden lässt, da die Kurse besagte Papiere bei steigenden Zinsen weiter fallen werden. Zum anderen sorgen teureres Geld und damit weniger Kreditmengenwachstum (Geldverknappung) für bremsende Einflüsse auf der gesamtwirtschaftlichen Nachfragekurve, welches sich wiederum negativ auf die Konjunktur auswirkt und womöglich konjunktursensitive Aktien belastet", konstatiert Zschaber.

Noch zeigt sich aber das Wachstum der Weltwirtschaft in einem robusten Zustand. Nach dreimonatiger Verringerung der Zuwachsdynamik konnte der spätzyklische Aufschwung der Weltkonjunktur, gemessen an den Auswertungen zum "Welt-Index", nochmal eine höhere Dynamik erreichen. Dies bestätigt der "Index der Konjunkturdaten" mit einem aktuellen Niveau von 69 Prozent (Vormonat 65 Prozent). Hintergrund ist die aktuelle zyklische Boom Phase vor allem in den USA. Gerade seitens der Privatwirtschaft in den USA, ist auch für 2018 noch einiges an Konsumzuwächsen zu erwarten. Die Beschäftigung dürfte allerdings für den Rest des Jahres etwas langsamer zulegen, das BIP aber unter anderem auf Grund der höheren Konsumsumme schneller wachsen. Die höhere Produktivität sollte sogar ein höheres Lohnwachstum erlauben, welches die private Nachfrage zusätzlich stimulieren sollte.

Auch die jüngsten Ergebnisse im Rahmen der "Weltindex-Analyse" zu China bestätigen, dass die  dortige Konjunktur wieder auf Hochtouren läuft. Gerade die Daten zur Industrie, der Produktion und der Dienstleistung verifizieren wieder eine positive Zyklik mit zunehmender Dynamik. Nicht wenige vermeintliche Experten verweisen im Zusammenhang mit China auf die hohe Verschuldung der Unternehmen sowie den Schattenbankensektor. Richtig ist, dass die Auswüchse außerhalb des regulierten Bankensektors zu groß geworden sind. Allerdings werden neue Richtlinien derzeit in das System integriert und verordnet, welche den Fremdkapitaleinsatz verringern sollen. Um keine Panik auszulösen, wird den Finanzinstituten aber bis 2020 hierbei Zeit gegeben.

Auch seitens der EU zeigt sich, dass nach der Schwächephase in den vergangenen Wochen wieder eine Belebung festzustellen ist. Der Kreditzyklus ist die Komponente, welche besonders hervorzuheben ist. Das Kreditmengenwachstum für Unternehmen und Privathaushalte hat sich jüngst wieder deutlich gesteigert, was die Investitionen und den Konsum ankurbeln sollte.

Unter dem Strich zeigen sich in allen relevanten Wirtschaftsräumen Zuwächse in der Konjunktur. Das wird die ausgeschöpften Kapazitäten der Weltwirtschaft weiter befüllen. "Diese Entwicklung könnte aber die Zentralbanken noch mehr verleiten ihren Fokus auf das Zurückfahren der lockeren Geldpolitik zu richten. Dadurch wächst wiederum die Gefahr von negativen Ereignissen und Entwicklungen in der Realwirtschaft oder an den Finanzmärkten. Anleger sollten sich auf eine potenzielle Phase mit volatileren Anlagenkursen einstellen", mahnt der Geldmanager zur Vorsicht. "Professionelle Investoren, wie unser Haus, werden versuchen, Schwankungen durch intelligente Investitionsentscheidungen auszunutzen", so der Vermögensverwalter weiter.      

Eines sollte aber zum jetzigen Zeitpunkt hervorgehoben werden: Weder die Konjunkturdaten noch die Finanzkennzahlen, welche im Rahmen der "Welt-Index-Analyse" erhoben werden, lassen irgendwelche Rückschlüsse auf eine bevorstehende globale Rezession zu. Dazu kommt beispielsweise auch, dass die Verschuldung der Privathaushalte in allen relevanten Volkswirtschaften geringer ausgefallen ist als in vergangenen Zyklen. Gleichermaßen sind die Immobilienpreise in den relevanten Märkten nicht in unrealistische Höhen angestiegen. Hinzu kommt ebenfalls, dass der Hypothekenmarkt in den USA heute ein ganz anderer ist, als im Jahr 2008. Über 80 Prozent der seit der Finanzkrise abgeschlossenen Hypotheken sind fest verzinst, so dass der momentane Zinsanstieg zwar Neuabschlüsse leicht verteuert, bestehende Verträge aber kaum betrifft. 

Die Unternehmen haben weder in den USA, in Asien oder in Europa gigantische Überinvestitionen getätigt, die auf ein Überhitzen der Weltwirtschaft hindeuten. Die Verschuldung der US-Unternehmen ist zwar dennoch sehr hoch, sollte aber aktuell noch kein Thema werden. Außerdem sind die Finanzbedingungen trotz der zuletzt höheren Volatilität an den Aktien- und allgemein an den Finanzmärkten weiterhin gut, und die Fiskalpolitik ist expansiv, vor allem in den USA. Vor diesem Hintergrund, sofern große geopolitische Zwischenfälle, geldpolitische Eskapaden oder ein Handelskrieg ausbleiben, verdeutlichen die Ergebnisse im Rahmen der Analyse zum "Welt-Index", dass das Weltwirtschaftswachstum noch zwei bis drei Jahre andauern könnte. 

Die Erwartungen an die Weltkonjunktur und an die Unternehmen seitens der professionellen Marktteilnehmer, konnten in den vergangenen vier Wochen bereits während der gesamten Aufschwungszeit übertroffen werden. Somit erhöhte sich jüngst die Quote der Erwartungen, die übertroffen wurden, von zuletzt 55 auf jetzt 60 Prozent. Hintergrund war in erster Linie eine deutliche Belebung der Konjunkturdynamik in den USA, aber auch in China und in Europa gegenüber den Vormonaten. Die sehr guten Gewinnsteigerungen bei US-Unternehmen und ihren Pendants in China und in Europa, sorgten ebenfalls für Zuversicht.

"Viele wurden schlichtweg auf dem falschen Fuß erwischt. Die Wenigsten haben mit diesen Entwicklungen gerechnet, dass zeigen eindeutig unsere Ergebnisse. Dennoch sollten alle Anleger weiterhin ihren Fokus auf die USA richten. Wie verhält sich die USA im Handel gegenüber China, geostrategisch gegenüber dem Iran und geldpolitisch gegenüber der gesamten Finanzwelt, werden die Fragen der näheren Zukunft sein", so Zschaber.

Fazit & Ausblick für Anleger:

Die Dynamik der Weltkonjunktur ist robust und konnte jüngst sogar noch einmal an Fahrt gewinnen. Das sollte entsprechende Skalen-Effekte für Unternehmen ermöglichen, die über ein diversifiziertes Geschäftsmodell mit attraktiver operativer Marge und hoher Preisdurchsetzungsmacht verfügen. Gerade Unternehmen aus den defensiveren Geschäftsbereichen oder sogenannte Value- Unternehmen sehen wir langfristig wieder im Vorteil, aber auch das eine oder andere zyklische Unternehmen bzw. Segment wird in den kommenden Wochen profitieren können. Ein gutes Beispiel sind Europas Chemieunternehmen, die durchaus attraktiv aussehen. Trotz des Gegenwinds durch den stärker werdenden Euro in den letzten zwölf Monaten, konnten besagte Unternehmen alle Erwartungen übertreffen. Das Momentum sollte sich sogar nochmals verbessern, sollte der Euro sich fundamental wieder etwas abschwächen.

"Auf regionaler Ebene sehen wir neben Deutschland und der EU auch Japan als aussichtsreichen Investitionsraum. Sicherlich profitierte die exportorientierte Industrie besonders von der zurückkehrenden Yen- und Euroschwäche in den letzten Wochen und Monaten. Allerdings wird die Zentralbank in Japan die geldpolitischen Multiplikatoren anders als in Europa noch viel länger sehr expansiv ausrichten. Die Zinsen bleiben somit niedrig. Die Unternehmensergebnisse im ersten Quartal konnten durch die Bank performen, und der Markt ist günstig in den Bewertungen. Japanische Aktien bleiben für uns im Fokus", fasst der Kölner Experte zusammen.  

Auf der Bondseite bleibt es nach wie vor schwierig, nachhaltige Positionen aufzubauen - eine große Flexibilität ist weiterhin Trumpf. Die Zinsdifferenzen zwischen Staatsanleihen und Unternehmensanleihen sind nach wie vor zu niedrig, um von einer positiven Erwartungshaltung im Bereich der soliden Unternehmensanleihen auszugehen. In allen Bondbereichen wird sich wenn, dann im kurzen oder sehr kurzen Laufzeitbereich positioniert. Auch US-Anleihen sehen für unsere Bewertungsmodelle trotz der höheren Renditen zu teuer aus, um relevante Engagements einzugehen. Ausgenommen bleiben hypothekenbesicherte Wertpapiere vor allem in den USA, auch Wandelanleihen könnten wieder ein größeres Thema werden.

Anlagen in Schwellenländern bleiben für den Investmentfokus weiterhin attraktiv, zumal viele Volkswirtschaften sich in einer früheren bis mittleren Phase des Zyklus befinden, und das Wachstum stärker von der Binnenkonjunktur angetrieben wird, da die Verbraucher von der strukturell niedrigeren Inflation profitieren. Allerdings achtet man stets bei der Auswahl darauf, keine Volkswirtschaften zu nutzen, deren Verschuldung übermäßig in US-Dollar refinanziert sind. "Fakt ist, hier ist die Liquidität gerade in diesem volatileren globalen Umfeld nach wie vor von entscheidender Bedeutung, so dass sehr genau durchanalysiert werden muss, welche Investments wirklich sinnvoll erscheinen", resümiert Zschaber. 

Strategie & Veränderungen im Musterportfolio:

  • Gewichtung von mittelständischen deutschen Unternehmen (Hidden Champions – Fokus)
  • Defensiveren Geschäftsmodelle bleiben das bevorzugte Engagement auf der Aktienseite
  • Deutsche Large – Caps werden reduziert
  • Ausnahme bilden europäische Zykliker (Chemie und Automobil)
  • Ebenfalls im Fokus stehen weiterhin qualitative Industrie- und Konsumwerten aus Europa, explizit aus Deutschland und Japan.
  • Aktienpositionen aus den USA bleiben untergewichtet
  • Die Beimischungen von beispielsweise asiatischen Aktien bleiben im Fokus
  • Die aktuelle Aktienquote innerhalb des Musterportfolios liegt bei 75%.
  • Cash – Quote verharrt bei 7% um bei weiteren Schwankungen Zukäufe bei Qualitätsaktien umzusetzen
  • Rentenmarkt wird weitestgehend bis auf einzelne Bausteine untergewichtet
    • Hochzinsanleihen bleiben weiterhin außen vor
    • Wandelanleihen noch untergewichtet positioniert
    • Unternehmensanleihen untergewichtet positioniert
  • Die eher niedrige Edelmetallquote wird beibehalten
  • Kryptowährungen kommen weiterhin als Anlagevehikel nicht in Betracht. 

Titelveränderungen im Musterportfolio:

Zukäufe-/Nachkäufe aus den letzten 4 Wochen: ETF Japan (Nikkei), Chubu Electric Power, JGC, Kobe Steel

Haltepositionen unter Anderem (Top-Holdings sind aufgeführt): Symrise, Rheinmetall, Deutsche Wohnen, Kion Group, TAG Immobilien, Talanx, Beiersdorf, Jungheinrich, Bechtle, RATIONAL, SAP, Bayer, BASF, ETF MDAX, Foot Locker, Deutsche Post, ETF MSCI Europe Mid Cap; LVMH, Continental, Telefonica, L‘Oreal, Unilever, MC Donalds, Microsoft, Amazon, Vonovia, MTU Aero Engines, Fresenius, Apple, Wacker Chemie, Ubisoft, Rank Group, Visa, Allianz, Anheuser Busch, Fuchs Petrolub, ETF Schweden, ETF MSCI Emerging Asia,

Verkäufe-/Reduzierungen aus den letzten 4 Wochen: ETF DAX, Fielmann, Siemens, Covestro, Merck, E.ON, Deutsche Telekom, ETF MSCI Emerging Markets, China Mobile, CNOOC, Lenovo Group,

Musterportfolio:

 

Asset-Allokation:

Erhöht / Neu aufgenommen werden: Aktien Japan von 10% auf 11%; Hypothekenbesicherte Wertpapiere von 0% auf 4%; Wandelanleihen von 3% auf 5%;

Beibehalten werden: Aktien (Large Caps) USA von 6,5%; Aktien (Large Caps) Europa von 12%; Aktien (Nebenwerte) Deutschland von 15%; Aktien (Nebenwerte) Europa von 12,5%; Edelmetalle von 5%; Cash von 7%;

Reduziert werden: Aktien (Large Caps) Deutschland von 16,5% auf 13%; Aktien (Large Caps) Schweiz von 2% auf 1%; Aktien Emerging Markets von 4,5% auf 4%; Staatsanleihen Emerging Markets von 3% auf 1,5%; Unternehmensanleihen von 3% auf 2,5%;

Das Musterdepot zum "Welt-Index" beinhaltet diverse Anlageklassen wie beispielsweise Aktien,  Unternehmens-, Wandel- und Staatsanleihen sowie Rohstoffe als auch Edelmetalle. Das Portfolio wird aktiv seit fünf Jahren gemanagt und auch abgesichert je nach Börsenphase, so dass je nach Kapitalmarktsituation auch flexibel die Bargeldquote erhöht oder minimiert wird. Zur Absicherung und Gewinnmitnahmen werden auch ETF´s auf Indices und Märkte verwendet. Mit dieser Art der direkten Abbildung des "Weltwirtschaftszyklus" ist es dem Musterdepot gelungen, eine konstante und höhere Wertentwicklung als der MSCI World  zu erwirtschaften. Nähere Informationen hierzu unter www.zschaber.de

Zur Methode: Die Grundlage des "Welt-Index" ist die Analyse von Wirtschaftsindikatoren aus der ganzen Welt, die eine hohe wirtschaftliche Relevanz und eine hohe Reaktion an den Finanzmärkten mit sich bringen. Diese werden weltweit von Statistikämtern und Forschungsinstituten sowie weiteren hochrangigen wissenschaftlichen Quellen veröffentlicht. In der Endform konzentriert sich der "Welt-Index", der aus zwei Komponenten besteht, dem "Index der Konjunkturdaten" und dem "Index der Markterwartungen", auf die monatlich 50 wichtigsten Konjunkturdaten, zugrunde liegen mehr als 1000 internationale Indikatoren, die monatlich ermittelt und bewertet werden. Die Verknüpfung der Datenreihen in einer nach Dominanzfaktoren gegliederten Gewichtung gibt Aufschluss darüber, in welchem Zyklus und Stadium sich die Weltwirtschaft befindet. Aufgrund der Kombination von frühzyklischen, gleichzyklischen und nachzyklischen Indikatoren sowie der Integration einer Erwartungskomponente ermöglicht der "Welt-Index" eine sehr genaue Messung des aktuellen Status. Um dieses zu vereinfachen, werden dann zwei Trenddaten erstellt, die Aufschluss darüber geben, wie viele der ermittelten Daten in den vergangenen vier Wochen gefallen oder gestiegen sind. Nähere Informationen hierzu unter: www.weltindex.de

Das Musterportfolio zum "Welt-Index" ist nur als begleitende Information zu verstehen und dient nicht als konkreter Anlage-Ratschlag. Die Vermögensverwaltungsges. Dr. Markus C. Zschaber mbH erstellt den Index monatlich exklusiv für die "Welt am Sonntag" und den Nachrichtensender "n-tv".

Quelle: n-tv.de