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Sie kosten wenig Gebühren und sind transparent: Börsengehandelte Indexfonds - sogenannte ETFs - sind attraktive Produkte. Allerdings sind sie nicht immer besser als gemanagte Fonds. Foto: Franziska Koark
Sie kosten wenig Gebühren und sind transparent: Börsengehandelte Indexfonds - sogenannte ETFs - sind attraktive Produkte. Allerdings sind sie nicht immer besser als gemanagte Fonds. Foto: Franziska Koark(Foto: dpa-tmn)
Sonntag, 02. März 2014

Mit ETFs am Ball bleiben - Teil Eins: Die flinke Schwester der Fonds

Von Benjamin Feingold

Auch wenn sie mittlerweile seit fast 30 Jahren erhältlich sind, sind ETFs (Exchange Traded Funds) für viele Anleger noch Neuland – wenn auch ein verlockendes. In Teil eins unserer Erklärreihe geht es um die Funktionsweise dieser Anlagevehikel.

Als Alternative zu Fonds sind sie vor rund 30 Jahren ins Leben gerufen worden: ETFs (Exchange Traded Funds). Diese als börsengehandelte Indexfonds bezeichneten Wertpapiere sollten eine preiswerte und transparente Alternative zu ihren behäbigeren Fondsgeschwistern werden. Mit weltweit rund 5000 ETFs und einem Anlagevermögen von rund zwei Billionen US-Dollar hat sich diese Wertpapierform inzwischen fest etabliert. Zahlreiche Märkte und Strategien lassen sich mit ETFs einfach abbilden und in Zukunft dürften es Experten zufolge noch deutlich mehr werden. Ein Grund mehr sich dieses Themas anzunehmen und auf die verschiedenen Entwicklungen bei ETFs einzugehen, Trends zu verfolgen und die notwendigen Informationen zu dieser Produktklasse bereitzustellen.

Aktiv oder Passiv?

Grundsätzlich versuchen ETFs die Wertentwicklung von Indizes so präzise wie möglich, also 1:1 abzubilden. Die zugrunde liegenden Indizes können beispielsweise Aktienindizes wie der Dax, aber auch Renten-, Rohstoff- oder Strategiebarometer sein. Dabei versprechen ETFs, die Vorteile von Fonds wie etwa eine breite Risikostreuung mit dem täglichen Handel zu niedrigen Kosten in einem regulierten geschützten Rahmen zu verbinden. Wenn sich der zugrunde liegende Index verändert, sei es durch eine Verschiebung der Gewichte von Aktien im Index oder durch den Austausch von Indexmitgliedern, wird der ETF ebenfalls umgehend angepasst. Anleger partizipieren also "passiv" an der Wertentwicklung des jeweiligen Index. Das ist auch einer der großen Unterschiede zu Fonds, die ihre eigenen Anpassungen vornehmen können und nicht streng an die Vorgaben aus dem Index gebunden sind.

Hieraus ergeben sich gleichzeitig auch Vor- und Nachteile der ETFs. Während Anleger bei steigenden Kursen annähernd 1:1 am Index partizipieren, sind sie bei Kursrückgängen ebenfalls voll dabei. Der Schutz vor Kursrückgängen geht komplett verloren, was dagegen Fonds mit aktiven Fondsmanagern steuern können. Sie haben die Möglichkeit bei entsprechender Markterwartung, ihre Partizipation am Index zu verringern und Cash-Positionen aufzubauen. Sollten die Kurse tatsächlich fallen, können so die Verluste bei einem Kursrückgang reduziert werden. Steigen die Kurse, schaffen es aktive Fonds kaum, den "voll investierten" ETF zu schlagen. Wie steht es aktuell um die einstige Innovation am Fondshimmel? Wir laden Sie herzlich ein, in diesem spannenden Bereich der Investmentwelt mit der Telebörse auf dem Laufenden zu bleiben.

Quelle: n-tv.de