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(Foto: Reuters)
Dienstag, 10. Dezember 2013

Nächster Megatrend?: Anleger setzen auf Mobile Payment

Erst macht das eBook dem Buch schwer Konkurrenz, jetzt greift das Smartphone das gute alte Portemonnaie an. Alexander von Franckenstein, Managing Director bei der Focam AG, zeigt auf, wie Anleger an dem Megatrend Mobile Payment partizipieren.

Fast jedes vierte Buch, das heute in den USA verkauft wird, ist digital. Vor zehn Jahren war der Marktanteil noch kaum messbar. Dass das eBook das herkömmliche Buch zunehmend verdrängt, hängt vor allem mit der massenhaften Verbreitung des Kindle und anderer eBook-Reader zusammen. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich jetzt im Zahlungsverkehr ab. Hier sind es Smartphones, die das Zeug dazu haben, der herkömmlichen Geldbörse spürbar Marktanteile abzujagen.

Vorteile für den User

Mobile Payment, also das Bezahlen mit dem Smartphone oder dem Tablet, hat eine Reihe von Vorteilen. Das Mitführen eines Portemonnaies mit Bargeld und einem Sammelsurium von EC-, Kredit- und sonstigen Karten entfällt. Gerade bei Menschen der Generation Facebook ist das Smartphone sowieso immer dabei. Mobiles Bezahlen ist aber nicht nur bequemer, sondern auch deutlich sicherer. Jeder Verbraucher, der schon einmal seine EC- oder Kreditkarte verloren hat oder bestohlen wurde, weiß, was es für einen Stress bedeutet, das Konto zu sperren und etwaige Verluste ersetzt zu bekommen. Die App auf dem Smartphone bietet hier deutliche Vorteile. Schließlich können User von verschiedenen Rabatt- und Treueprogrammen profitieren.

Prozentual hohes zweistelliges Wachstum

Alexander von Franckenstein.
Alexander von Franckenstein.

Alles, was heute online geht, wird künftig auch mit dem Smartphone funktionieren. Deren Verbreitung bietet die technologische Basis für das Mobile Payment. Vier von fünf in Deutschland verkauften Handys werden voraussichtlich in diesem Jahr Smartphones sein. Der Branchenverband Bitkom schätzt, dass 2013 der Absatz um 23 Prozent auf 26 Millionen Stück zunimmt. Damit ist fast jeder Verbraucher in der Bundesrepublik theoretisch mit einem zahlungsfähigen Smartphone ausgestattet. Weltweit werden laut Marktforschungsinstitut Gartner bereits in diesem Jahr 235 Milliarden US-Dollar über mobile Bezahldienste transferiert. Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 44 Prozent.

Alle wollen mitverdienen

In dem stark wachsenden Markt für Mobile Payment mischen Dutzende von Firmen mit. Die Palette reicht von den großen Kreditkartenunternehmen wie Visa über die führenden Internetfirmen wie Google bis hin zu unzähligen Start-ups – so zum Beispiel Square oder cashcloud. Aus Anlegersicht haben diese Firmen aber zumeist einen gravierenden Nachteil. Bei den großen Unternehmen spielt Mobile Payment trotz des hohen Wachstums in Bezug auf den Gesamtumsatz und den Gewinn zumeist noch eine untergeordnete Rolle. Eine Ausnahme bildet Ebay, wo die Tochter Paypal maßgeblich zum Geschäft beiträgt. Bei den Start-ups herrscht dagegen das Dilemma, dass sich der herkömmliche Privatanleger mangels Börsennotiz gar nicht beteiligen kann.

Chart

Eine der wenigen Möglichkeiten, auf das Thema Mobiles Bezahlen zu setzen, ist die deutsche United Mobility Technology AG, kurz UMT. Über eine 100-prozentige Tochter bietet UMT die mobile Bezahllösung iPAYst an. Mit ihr lassen sich alle EC-, Bonus- und Kreditkarten in einer mobilen Geldbörse hinterlegen, auf die der User per QR-Code mit seinem Smartphone zurückgreifen kann. Damit eignet sich iPAYst sowohl zum Bezahlen im Restaurant oder im stationären Handel als auch für den Kauf von Waren und Dienstleistungen, die in Printmedien oder im Internet angeboten werden. Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit rund 22 Millionen Euro und einem noch geringen Streubesitz von 23 Prozent ist UMT allerdings ein marktenger Nebenwert. Dennoch ist die Focam AG vom Potenzial der App iPAYst überzeugt und hat sich daher auch an der UMT AG beteiligt.

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Quelle: n-tv.de