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Montag, 14. November 2016

Welt-Index: Trump sorgt für stürmische Zeiten

Ein Gastbeitrag von Markus C. Zschaber

Donald Trump wird neuer US-Präsident. Ein Schock an den Aktienmärkten bleibt aus. Doch wie steht es um die Entwicklung der Weltwirtschaft?

Die gesamtwirtschaftliche Datenanalyse im Rahmen des Weltindex untermauert den Trend aus den letzten Wochen, dass sich die Weltwirtschaft von der überraschenden Flaute aus den ersten Monaten des Jahres 2016 zwar weiter erholen konnte, aktuell aber von den politischen Risiken und dem neuen politischen Zeitgeist etwas eingeholt wird. Die vorausschauenden Daten und die Stimmungsbarometer werden der Zyklik der Weltkonjunktur erst einmal einen leichten Dämpfer verschaffen, welches aber an erster Stelle an den unvorhersehbaren politischen Strategien des neuen US–Präsidenten liegt. Investitionen werden wohl erstmal mit Zurückhaltung organisiert werden. Sobald hier mehr Klarheit vorherrscht, wird sich entscheiden, in welche Richtung die Konjunktur gelenkt wird. Das Gros der Wirtschaftskomponenten zeigt sich allerdings getragen durch einen robusten Konsum und Dienstleistungssektor in einem nach wie vor guten Zustand. Ausschlaggebend für die konsumgetriebene Belebung ist die in den meisten Industrieländern solide Tendenz bei Beschäftigung, Verbraucher-vertrauen und Reallöhnen. Der „Index der Konjunkturdaten“ weist für den Monat Oktober ein Niveau von 62% (Vormonat: 67%) aus. Fakt ist, dass die Konsolidierung des „Index der Konjunkturdaten“ eindeutig darauf zurückgeführt werden kann, dass aufgrund des neuen Präsidenten in den USA höhere Unsicherheiten eingepreist wurden.

VMZ-Welt-Index Konjunktur
VMZ-Welt-Index Konjunktur
VMZ-Welt-Index Erwartungen
VMZ-Welt-Index Erwartungen

 

Die bitteren Erfahrungen aus den letzten Jahren haben Spuren hinterlassen, da hinter jeder Ecke die nächste große Krise zu lauern scheint. Die US–Wahlen haben de facto die Erwartungen gesenkt, niemand wagte es eine wirklich optimistische Prognose für die Zukunft aufzustellen. Und trotzdem wurden die Märkte vom Ausgang der US–Wahl mehrheitlich negativ überrascht, bewertet man die Stimmungsindikatoren. Bereits das Aufholen in den Umfragewerten von Donald Trump sorgte für ein Absenken der Erwartungen an die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte. Gleichzeitig zeigte sich aber eine ganze Reihe an Konjunkturdaten sehr robust und zwar aus Asien, den USA und Europa. Insofern wurden erneut die Erwartungen an die Weltwirtschaft übertroffen, auch wenn nicht mehr im gleichen Ausmaß wie im Monat zuvor.  Der "Index der Markterwartungen" fällt auf ein Niveau von 62% (Vormonat: 70%).

  • US – Wahl sorgt für Schockwellen an den Finanzmärkten
  • Konjunkturlage ist robust aber mit Fragezeichen für die Zukunft

Der politische Paukenschlag in den USA, dass der neue US-Präsident Donald Trump heißt, sorgte  kurzfristig für Schockwellen an den internationalen Finanzmärkten und für höhere Instabilität rund um den Globus, bis sich die Lage durch moderatere Töne des neugewählten Präsidenten etwas entspannte. „Die USA haben sich für einen schwierigen Weg entschieden im gesamtwirtschaftlichen Kontext der Weltwirtschaft, sofern Donald Trump seine populistischen Strategien der letzten Monate umsetzen möchte. Aussagen wie, es wird kein Freihandelsabkommen mit der EU geben, gleichzeitig aber Zölle und Steuern auf chinesische Waren und Dienstleistungen einzuführen oder die Ankündigung strukturelle Veränderungen der NATO in Zeiten der geopolitischen Instabilität umzusetzen, sind keine wirklichen positiven Treiber bzw. Stabilisatoren in unserer fragilen Welt“, konstatiert Dr. Markus C. Zschaber, Chef der gleichnamigen Vermögensverwaltungsgesellschaft, welche monatlich den „Welt-Index“ veröffentlicht

Dr. Markus C. Zschaber
Dr. Markus C. Zschaber

„Donald Trump ist die große Unbekannte in der internationalen Politik, da er bisher keine klare Linie verfolgt. Finanzmärkte mögen keine Gleichungen mit zu vielen Unbekannten, die nicht zu lösen sind, um bei diesem Bild zu bleiben. Sie lassen sich nicht kalkulieren, geschweige denn modellieren, welches wiederum zur Verunsicherung an den Finanzmärkten führt und nicht selten in schärferen Korrekturen mündet“, so der Experte weiter.

Zschaber zieht den Vergleich, dass die Reaktion der weltweiten Börsen dem nach dem Brexit ähneln sollte, wenn auch mit weniger Dynamik. Sprich die Schwankungen werden kurzfristig etwas höher sein, sich dann aber einpendeln und nach einiger Zeit sollten die Aktienpreise von vor der US-Wahl wieder erreicht sein. Warum das so ist ? Seine Überzeugung ist, dass Donald Trump ein Pragmatiker ist. Er steht jetzt in politischer Antwort und gleichzeitig sind die Märkte sehr nervös. Er wird sein angekündigtes Fiskalprogramm entsprechend adjustieren und die Wirtschaftspolitik transparenter gestalten. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass Märkte sich nach politischen Events auch schnell wieder an das fundamentale Bild anpassen, welches in den USA rein von den Fundamenten gut positioniert ist.

Der Kölner Geldmanager geht davon aus, dass die US-amerikanische Konjunktur weiterhin zwischen 2 und 2,5 Prozent im Jahr 2017 wachsen wird. Die wichtigsten Treiber sind nach wie vor das Jobwachstum und ein noch sehr unterschätzter Multiplikator – der Immobilienmarkt.

„Sollte Donald Trump, als Immobilienexperte, finanzpolitische Werkzeuge einsetzten um den Immobilienmarkt weiter anzukurbeln, sprich unter anderem die Finanzierungsbedingungen zu lockern, könnte dies eines der größten Konjunkturprogramme überhaupt werden und der Aufschwung in den USA würde die notwendige Traktion entfalten. Dazu kommt, dass es weitere Faktoren weltweit gibt, die  ebenfalls für eine Erholung in den kommenden Monaten sprechen. „Ich glaube wir können fest davon ausgehen, dass die EZB jetzt ihr geldpolitisches Programm verlängert und sogar lockern könnte. Auch ein neues Aufkaufprogramm welches Aktienkäufe integriert, kann ich mir vorstellen. Ähnliches sollten wir auch in anderen Teilen seitens der Notenbanken erwarten können. Spannend bleibt jetzt, was aus der US-Notenbank wird. Sollte die US-Konjunktur durch den politischen Schock erstmal in eine Stagnation verfallen, könnte ich mir gut vorstellen, dass im Dezember keine weitere Zinserhöhung vorgenommen wird.

„Mich erinnert die ganze Szenerie um Donald Trump sehr an die Wahl von 1980, als Ronald Reagen als Kandidat der Republikaner ins Weiße Haus zog“, so Zschaber weiter. Damals wurde über Ronald Reagen geurteilt, dass er als Ex-Sportreporter, -Filmschauspieler und Fernsehunterhalter kaum von  dem Holz sei, aus dem die USA Präsidenten schnitzt sind. Er wurde überall als intellektuelles Leichtgewicht eingestuft, er wurde als Mann von gestern beschrieben ohne die Welt von heute oder gar morgen verstehen zu können. Er wurde als typischer „Know-nothing-Kandidat“ und als Meister der markigen Sprüche und des Negativismus betitelt.

„Was die meisten vergessen haben dürften, ist, dass Ronald Reagan die Steuern senkte und die Verschuldung dynamisch anschob. Zwar traf die Wirkung des Programms erst mit Verzögerung ein, dann aber umso kräftiger und bescherte den USA bis 1987 einen Aufschwung“ ergänzt der Kölner Vermögensverwalter.  

Zusammengefasst: Auf die Frage ob ein systemisches Risiko, wie in den Jahren 2008/2009 oder wie in der Eurokrise 2011 im Rahmen des Wahlsiegs von Donald Trump vorstellbar ist, antwortet Markus Zschaber: „Diese Art von Vergleichen sind völlig übertrieben und absurd. Die wirtschaftliche und politische Lage ist nicht so schlecht wie viele jetzt meinen. Sollten irrationale Schockwellen nachhaltig auftreten, werden außerdem die Notenbanken ihre Bereitschaft manifestieren, den Märkten massive Summen zur Verfügung zu stellen, was bedeuten würde, dass es nicht zu großen Liquiditätsstörungen kommen wird.

Richtig ist, dass die Wahl von Donald Trump zum neuen US-amerikanischen Präsidenten die Unsicherheiten erhöht hat und das ist kurzfristig schlecht für die Märkte. „Wichtig ist aber, dass politische Risiken an den Märkten mittlerweile anders wahrgenommen werden. Die Märkte gehen damit gelassener um, als noch vor einigen Jahren, welches sicherlich nach der Finanzkrise und der Griechenland- und Euro-Rettung auch einem Gewöhnungseffekt geschuldet sein dürfte“, so Zschaber weiter. Das schließe einzelne und weitere turbulente Handelstage, wie auch nach dem Brexit-Votum, nach Angaben des Vermögensverwalters jedoch nicht aus. Mutige Anleger werden aber die Zeiten an den Finanzmärkten, in denen politischen Risiken die Kurse machen, für sich nutzen, um sich nachhaltig zu positionieren.

Der V.M.Z.-Kommentar zum aktuellen Stand

Die gesamtwirtschaftliche Datenanalyse im Rahmen des Weltindex untermauert den Trend aus den letzten Wochen, dass sich die Weltwirtschaft von der überraschenden Flaute aus den ersten Monaten des Jahres 2016 zwar weiter erholen konnte, aktuell aber von den politischen Risiken und dem neuen politischen Zeitgeist etwas eingeholt wird. Die vorausschauenden Daten und die Stimmungsbarometer werden der Zyklik der Weltkonjunktur erst einmal einen leichten Dämpfer verschaffen, was aber an erster Stelle an den unvorhersehbaren politischen Strategien des neuen US-Präsidenten liegt. Investitionen werden wohl erstmal mit Zurückhaltung organisiert werden. Sobald hier mehr Klarheit vorherrscht, wird sich entscheiden, in welche Richtung die Konjunktur gelenkt wird.

Das Gros der Wirtschaftskomponenten zeigt sich allerdings getragen durch einen robusten Konsum und Dienstleistungssektor in einem nach wie vor guten Zustand. Ausschlaggebend für die konsumgetriebene Belebung ist die in den meisten Industrieländern solide Tendenz bei Beschäftigung, Verbrauchervertrauen und Reallöhnen. Der „Index der Konjunkturdaten“ weist für den Monat Oktober ein Niveau von 62% (Vormonat: 67%) aus. Besagte Konsolidierung des „Index der Konjunkturdaten“ kann eindeutig darauf zurückgeführt werden, dass aufgrund des neuen Präsidenten in den USA höhere Unsicherheiten eingepreist wurden.

Was zukünftig unterstützen sollte ist, dass zunehmend mehr Industrienationen, ähnlich wie viele Schwellenländer, den Weg zu mehr Fiskalpolitik sukzessive bestreiten wollen. Nicht zuletzt auch der neue US-Präsident wird ein milliardenschweres Fiskalprogramm und höhere staatliche Investitionen in die heimische Infrastruktur anstreben. Fakt ist, die Regierungen wollen also mehr Geld für die Belebung der Konjunktur bereitstellen. Nach Angaben der V.M.Z. Vermögensverwaltung wird 2017 weniger das Jahr der Notenbanken sein, sondern das Jahr der fiskalpolitischen Stimulation.

„Ich glaube Deutschland wird es auch in der Eurozone schwer haben, seine Position hinsichtlich der Spardoktrin weiter aufrecht zu halten. Italien, Frankreich, Spanien und Portugal werden sich in der Eurozone vermehrt durchsetzen und höhere Staatsausgaben durch höhere Staatsverschuldung fordern“, so Zschaber weiter. Der Kölner Vermögensverwalter ist sich sicher, die südlichen Eurozonenländer werden alles versuchen um ihr Wachstum zu stabilisieren, auch wenn sie dafür die Lehren aus der Vergangenheit über Bord werfen müssen. Zu groß ist die Furcht vor einer weiteren Ausbreitung des Populismus, sollte sich die Konjunkturlage abschwächen. Aktuell zeigt sich die Beschäftigung in der Eurozone verbessert, diesen Trend möchte man unter keinen Umständen gefährden, im Gegenteil, die Regierungen möchten diesen durch höhere Staatsausgaben festigen.

Gerade Frankreich wird hier sicherlich einiges an Ausgabenpolitik vorbereiten. Fakt ist, die französische Ökonomie hat große fundamentale Probleme. Gerade erst verdeutlichten dies die französischen Einkaufsmanagerdaten zum Einzelhandel, die nach wie vor auf Rezessionsniveau verharren. Seit Jahren steht das Land an der Schwelle zum Abschwung ohne sich wirklich befreien zu können.

Positiv hervorzuheben ist dagegen die starke Binnennachfrage in der Eurozone und vor allem innerhalb Deutschlands, getragen von einer besseren Beschäftigungslage und steigenden Realeinkommen. Die Finanzierungsbedingungen sind nach wie vor durch die EZB locker. Ebenfalls unterstützend zeigen sich die konjunkturellen Vorlaufindikatoren in der Eurozone, welche nach wie vor unbeeindruckt vom Brexit-Referendum sind.

Trotz der zuletzt etwas eingetrübten Wirtschaftsdaten ist der Ausblick für die US-Wirtschaft nach der Gesamtkontextanalyse innerhalb des Welt-Index aber ausgesprochen gut. Vor allem der robuste Arbeitsmarkt, das leichte Anziehen der Einkommen sowie die Stabilisierung der Industrieproduktion sorgen zuletzt für eine intakte binnenwirtschaftliche Architektur der USA. Auch die jüngsten Meinungsumfragen im verarbeitenden Gewerbe und in der Dienstleistungsbranche in den USA bestätigten die robuste Verfassung der US - Wirtschaft. Es kristallisiert sich ein Wachstum deutlich über dem Niveau des ersten Halbjahres heraus. Insofern ist das Niveau nach wie vor sehr solide. Vor allem der private Konsum konnte jüngst weiter auftrumpfen.

„Im letzten Quartal wird die US-Wirtschaft mit großer Wahrscheinlichkeit weiter an Fahrt aufnehmen. Rückenwind dürfte vom beschleunigten Vorratsaufbau, der starken Dynamik am Immobilienmarkt und dem anhaltend soliden Konsum ausgehen“, so Zschaber weiter. Im weiteren Verlauf des Jahrs 2017 könnte eine gelockerte Fiskalpolitik der Konjunktur auf die Sprünge helfen. Wie stark die ausgabenpolitische Unterstützung ausfallen wird, lässt sich erst in den kommenden Wochen sagen: Was positiv ist, dass die Republikaner die Mehrheit in beiden Häusern errungen haben, sodass der politische Stillstand der letzten Jahre sich verändern wird und fiskalische Programme leichter umzusetzen sein werden.

Die bitteren Erfahrungen aus den letzten Jahren haben Spuren hinterlassen, da hinter jeder Ecke die große nächste Krise zu lauern scheint. Die US-Wahlen haben de facto deutlich die Erwartungen gesenkt, niemand wagte es eine wirklich optimistische Prognose für die Zukunft aufzustellen. Und trotzdem wurden die Märkte vom Ausgang der US–Wahl negativ überrascht, wenn man auf die Stimmungsindikatoren schaut. Bereits das Aufholen in den Umfragewerten von Donald Trump sorgte für ein Absenken der Erwartungen. Gleichzeitig zeigte sich aber noch eine ganze Reihe an Konjunkturdaten sehr robust. Insofern wurden erneut die Erwartungen an die Weltwirtschaft übertroffen, auch wenn nicht mehr im gleichen Ausmaß wie im Monat zuvor.  Der „Index der Markterwartungen“ fällt auf ein Niveau von 62% (Vormonat: 70%).

Fazit & Ausblick für Anleger:

Politische Risiken werden die Finanzmärkte auch in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen. Die US-Wahlen sind vorüber, dass Referendum in Italien steht bevor, genauso wie die zinspolitischen Sitzungen der US-Notenbank oder in Japan bzw. in der Eurozone. „Wir müssen die politischen Risiken wachsam im Auge behalten, dass steht fest. Allerdings dürfen wir nicht den Fehler begehen uns aus diesen Gründen fern von den Finanzmärkten zu halten. Nur weil punktuelle Volatilitäten im Kontext der politischen Ereignisse auftreten, sprich Kursschwankungen die Märkte kurzfristig beeinflussen, bedeutet es nicht den Untergang des Finanzmarktes“, fasst Markus Zschaber zusammen.

„Ich möchte nochmals festhalten, das konjunkturelle Klima in den USA stellt sich derzeit in einem  robusten Umfeld dar. Gleichzeitig ist festzustellen, dass sich die Laune in Chinas Wirtschaft verbessert hat: Jüngst fielen die Stimmungsindikatoren für die chinesische Gesamtindustrie besser aus als erwartet – letzterer erreichte sogar den höchsten Wert seit zwei Jahren. Zudem bieten die Zahlen Anzeichen für steigende Aufträge. So könnte China im Schlussquartal noch die Wachstumsprognose übertreffen, welches sicherlich gerade deutsche Unternehmen, deren Absätze zu großen Teilen in China stattfinden, sehr zu Gute kommen sollte“, so Zschaber weiter.

Zusammengefasst lässt sich das „Big Picture“ zu den Weltfinanzmärkten so festhalten, dass die Konjunktur in den USA, Europa und Asien durchaus eine Menge Potenzial für mehr Umsatz- und Gewinnwachstum in den kommenden Monaten und Jahren offerieren. Gleichzeitig sind seitens der Notenbanken keine aggressiven zinspolitischen Manöver zu erwarten, schon gar nicht in Asien oder Europa. Der Gewinnzyklus der Unternehmen hat sich im Prinzip weltweit aufgehellt und nimmt an Dynamik zu.

„Eine hohe Rentabilität sowie ein nachhaltiger operativer Cashflow sind für eine Kapitalausschüttung an die Aktionäre ebenso wie für eine positive Entwicklung am entsprechenden Anlagemarkt absolut entscheidend. Insofern sieht der fundamentale Ausblick seit längerem wieder freundlicher aus. Klar ist, dass in Märkten in denen politische Risiken Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen, es mehr denn je gilt, die Anlagen breit zu streuen, also zu diversifizieren. Der Privatanleger kann sich nicht mehr auf Zinserträge verlassen, diese Zeiten sind für lange Jahre vorbei. Für eine Renditeerzielung, welche unbedingt notwendig ist, um zukünftige Bedürfnisse zu decken, muss sich eine Beimischung von realen Beteiligungen wie u.a. Qualitätsaktien in den Köpfen der Menschen festsetzen, vor allem wenn die Gewinne wieder anfangen zu steigen“, konstatiert Markus Zschaber.

Veränderungen im Musterportfolio:

Zukäufe-/Nachkäufe aus den letzten 4 Wochen: Deutsche Post, Münchener Rück, Allianz, Covestro, Stroeer, Boeing, Microsoft, Chevron, United Healthgroup, Netflix, 3M, Orange, Anheuser Busch,

Haltepositionen: BASF, Henkel, SAP, Bayer, Visa, Cisco, Linde, Schaeffler, Symrise, Kion Group, Reckitt Benckiser, Acuity Brands, Dow Chemical, Procter&Gamble, Leoni, Rheinmetall, Daimler, Continental, Beiersdorf, Dürr, AT&T, GRENKE, Pfizer, Fresenius, Tyson Food, General Electric, Bertrandt, Geberit, Duke Energy, Unilever, RATIONAL, Bechtle, Jungheinrich, GE

Asset-Allokation:

VMZ-Welt-Index Musterdepot
VMZ-Welt-Index Musterdepot
 

Erhöht werden: Aktien (Large Caps) USA von 15% auf 18%; Aktien (Nebenwerte) USA von 5% auf 9%; Aktien Japan von 3% auf 5%;

Beibehalten werden: Aktien (Large Caps) Europa von 7,5%; Aktien (Nebenwerte) Europa von 5%; Staatsanleihen Emerging Markets von 2%; Wandelanleihen 7,5%; Unternehmensanleihen 10%; Edelmetalle 5%;

Reduziert werden: Aktien (Large Caps) Deutschland von 20% auf 18%; Aktien (Nebenwerte) Deutschland von 12,5% auf 9%; Cash von 7,5% auf 4%

Das Musterdepot zum „Welt-Index“ beinhaltet diverse Anlageklassen wie beispielsweise Aktien,  Unternehmens-, Wandel- und Staatsanleihen sowie Rohstoffe als auch Edelmetalle. Das Portfolio wird aktiv seit 5 Jahren gemanagt und auch abgesichert je nach Börsenphase, so dass je nach Kapitalmarktsituation auch flexibel die Bargeldquote erhöht oder minimiert wird. Zur Absicherung und Gewinnmitnahmen werden auch ETF`s auf Indices und Märkte verwendet. Mit dieser Art der direkten Abbildung des „Weltwirtschaftszyklus“ ist es dem Musterdepot gelungen, eine konstante und höhere Wertentwicklung als der MSCI World  zu erwirtschaften. Informationen hierzu und den Gedankengängen bei der Auswahl der Anlageklassen finden Sie unter www.zschaber.de/vmz/kapitalmarktstudiente und höhere Wertentwicklung als der MSCI World zu erwirtschaften.

Zur Methode: Die Grundlage des "Welt-Index" ist die Analyse von Wirtschaftsindikatoren aus der ganzen Welt, die eine hohe wirtschaftliche Relevanz und eine hohe Reaktion an den Finanzmärkten mit sich bringen. Diese werden weltweit von Statistikämtern und Forschungsinstituten sowie weiteren hochrangigen wissenschaftlichen Quellen veröffentlicht. In der Endform konzentriert sich der "Welt-Index", der aus zwei Komponenten besteht, dem "Index der Konjunkturdaten" und dem "Index der Markterwartungen", auf die monatlich 50 wichtigsten Konjunkturdaten, zugrunde liegen mehr als 1.000 internationale Indikatoren, die monatlich ermittelt und bewertet werden. Die Verknüpfung der Datenreihen in einer nach Dominanzfaktoren gegliederten Gewichtung gibt Aufschluss darüber, in welchem Zyklus und Stadium sich die Weltwirtschaft befindet. Aufgrund der Kombination von frühzyklischen, gleichzyklischen und nachzyklischen Indikatoren sowie der Integration einer Erwartungskomponente ermöglicht der "Welt-Index" eine sehr genaue Messung des aktuellen Status. Um dieses zu vereinfachen, werden dann zwei Trenddaten erstellt, die Aufschluss darüber geben, wie viele der ermittelten Daten in den vergangenen vier Wochen gefallen oder gestiegen sind. Nähere Informationen hierzu unter: www.weltindex.de

Das Musterportfolio zum "Welt-Index" ist nur als begleitende Information zu verstehen und dient nicht als konkreter Anlage-Ratschlag. Die Dr. Markus C. Zschaber Vermögensverwaltungsges. mbH erstellt den Index monatlich exklusiv für die "Welt am Sonntag" und den Nachrichtensender "n-tv". Informationen zum Index unter www.zschaber.de und www.kapitalmarktanalyse.com

Quelle: n-tv.de

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