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Knacken wir noch die 9000?
Knacken wir noch die 9000?(Foto: dpa)
Mittwoch, 25. September 2013

Erste Wetten laufen: Wo steht der Dax am Jahresende?

Kaum werden die Tage ein wenig kürzer und wieder die Weihnachtsschokoladen im Supermarkt gesichtet, kommen die ersten Wetten auf, wo der Dax am Jahresende stehen wird. Ist das Börsenbarometer bereits heiß gelaufen oder ist noch Luft nach oben?

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Die Rekordjagd des Dax ist nach Einschätzung von Analysten und Volkswirten noch nicht zu Ende. Den Börsenexperten zufolge wird der deutsche Leitindex die psychologisch wichtige Marke von 9000 Punkten noch in diesem Jahr antesten oder sogar überspringen. Rückenwind erhalte der Aktienmarkt unter anderem von den verbesserten europäischen Konjunkturaussichten, betonte DekaBank-Anlagestratege Joachim Schallmayer im Rahmen einer Pressekonferenz des Bundesverbands Öffentlicher Banken in Frankfurt. "Wir glauben an das Comeback von Euroland", ergänzte Kapitalmarktstratege Jörg Rahn von Marcard, Stein & Co. "Die Konjunktur wird sich besser entwickeln, als es viele bislang erwartet haben." Darüber hinaus rechne er für die anstehende Bilanzsaison mit starken Unternehmenszahlen.

Zu den Dax-Optimisten zählt die NordLB. Sie sieht den deutschen Leitindex im Dezember bei 9100 Punkten. Deutlich konservativer ist die Commerzbank mit ihrer Prognose von 8500 Zählern. Aktuell notiert der Dax bei 8635 Punkten und damit rund 14 Prozent über seinem Niveau vom Jahreswechsel. In der Vorwoche war das Börsenbarometer in Reaktion auf die Ankündigung der US-Notenbank Fed, die erwartete Straffung ihrer Geldpolitik zu verschieben, auf ein Rekordhoch von 8770,10 Stellen gestiegen. Die Fed-Geldspritzen in Höhe von 85 Milliarden Dollar monatlich sind neben der Konjunkturerholung die zweite Triebfeder für die Rally des Aktienmarktes seit Jahresbeginn.

Der Ausgang der Bundestagswahl habe keinen Einfluss auf die Prognosen, sagte DekaBank-Experte Schallmayer weiter. Nun müsse man erst einmal abwarten, welche Koalition sich bilde und welche Kompromisse die Partner eingingen. "Da sind einige Überraschungen möglich." Sein Kollege Berndt Fernow von der LBBW betonte, dass eine Revision der Vorhersagen nicht notwendig sei, so lange es zu einer unionsgeführten Regierung komme.

Die Bildung einer schwarz-grünen Koalition wäre zwar eine Überraschung, sagte Marcard-Experte Rahn. Die Aussichten für den Gesamtmarkt würden sich im Vergleich zu der allgemein erwarteten großen Koalition kaum verändern. "Auswirkungen hätte dies nur auf einzelne Sektoren wie zum Beispiel die Versorger und die Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien."

Quelle: n-tv.de

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