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Vorstandschef von Twitter und Square: Jack Dorsey.
Vorstandschef von Twitter und Square: Jack Dorsey.(Foto: REUTERS)
Freitag, 20. November 2015

Ausgabepreis deutlich reduziert: Square-IPO wendet totalen Flop ab

Paypal ist der führende Bezahldienst im Netz. Mit Square bekommt er börsennotierte Konkurrenz. Die tiefroten Zahlen verschrecken aber die Investoren, der Ausgabepreis wird eingedampft. Das Kursplus zum Start sehen Anleger deshalb mit gemischten Gefühlen.

Der von Twitter-Chef Jack Dorsey gegründete US-Bezahldienst Square muss bei seinem Börsengang herbe Abstriche hinnehmen. Angesichts der Skepsis von Investoren wurde der Ausgabepreis auf 9 Dollar je Aktie festgelegt. Das ist etwa ein Viertel weniger als zuletzt erwartet. Die ersten Kurse des Paypal-Rivalen mit dem Börsensymbol "SQ" bewegten sich dann um 10,50 Dollar. Am Handelsschluss stand dann ein deutlicher Aufschlag mit einem Kurs von knapp über 13 Dollar.

Ähnlich wie Twitter schreibt auch Square kräftige Verluste. Mit dem Ausgabepreis wird die 2009 gegründete Firma nur mit knapp drei Milliarden Dollar bewertet - und das, obwohl der Wert des Unternehmens bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde von Investoren im vergangenen Jahr mit sechs Milliarden Dollar veranschlagt wurde. Doch zuletzt waren Zweifel aufgekommen, ob Square diese Summen letztlich auch einspielen kann.

Wachstumsdämpfer

Square ist ein Dienst, über den man über Smartphones oder Tablets mit Kreditkarte bezahlen kann und der beispielsweise auch Überweisungen ermöglicht. Das Unternehmen wendet sich vor allem an Mittelständler. Allerdings hatte sich zuletzt das Wachstum verlangsamt, da auch Großbanken und Kreditkartenanbieter ihre Angebote in diesem Sektor ausweiten.

Das wie Twitter in San Francisco ansässige Unternehmen, das ebenfalls von Dorsey geleitet wird, will beim Börsengang rund 243 Millionen Dollar einnehmen. Die Doppelrolle von Dorsey hatte Fragen geweckt, ob der Manager beiden Aufgaben gewachsen ist.

Die schwache Bewertung von Square gilt als Signal dafür, dass die Bewertungen durch den Privatmarkt allgemein derzeit unter Druck stehen. So hat der Investmentfonds Fidelity Investments kürzlich die Bewertungen seiner Anteile an noch nicht börsennotierten Techfirmen wie dem Fotodienst Snapchat, dem Cloudanbieter Dropbox und der Buchhaltungssoftware Zenefits deutlich heruntergeschraubt.

Quelle: n-tv.de