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Ryanair fürchtet - wie andere Fluglinien - die Folgen des Brexit.
Ryanair fürchtet - wie andere Fluglinien - die Folgen des Brexit.(Foto: dpa)
Montag, 25. Juli 2016

Brexit bleibt signifikantes Risiko: Ryanair hält an Gewinnprognose fest

Die Gefahr des Brexit belastet die Fluggesellschaften. Ryanair allerdings hält vorerst an seiner Prognose fest. Firmenchef O'Leary warnt jedoch, dass sich das im Jahresverlauf noch ändern könne.

Ryanair hält trotz des Brexit-Votums und Anschlägen in Europa an seiner Gewinnprognose fest. Der Überschuss werde im bis Ende März 2017 laufenden Geschäftsjahr um etwa 13 Prozent auf 1,38 bis 1,43 Milliarden Euro zulegen, teilte die irische Billigfluggesellschaft mit. Das wäre ein Rekordergebnis.

Allerdings gebe es nach dem Votum in Großbritannien für einen EU-Austritt signifikante Risiken für diese Vorhersage, so Firmenchef Michael O'Leary. Womöglich müsse die Prognose im weiteren Jahresverlauf kassiert werden, aktuell gebe es dafür aber noch keinen Anlass.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni gab Ryanair die Flugtickets im Schnitt bereits 10 Prozent billiger ab als im Vorjahreszeitraum. Dank eines ausgeweiteten Flugangebots wuchs der Umsatz dennoch um zwei Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Der billigere Treibstoff und weitere Einsparungen ließen den Gewinn um vier Prozent auf 256 Millionen Euro steigen.

Die Airline hat ihren wichtigsten Standort in Stansted im Umland von London. Auf den jüngsten Pfund-Verfall werde Ryanair ab dem Winterhalbjahr reagieren und Kapazitäten aus Großbritannien abziehen, hieß es.

Der britische Rivale Easyjet wollte zuletzt wegen des Anti-EU-Referendums keine Prognose mehr abgeben und verwies auch auf den Anschlag in Nizza und den Putschversuch in der Türkei. Die Lufthansa gab sogar eine Gewinnwarnung ab. "Was uns derzeit fehlt, sind langfristige Buchungen von Interkontinentalflügen, beispielsweise von Reisegruppen aus Asien", sagte ein Sprecher der deutschen Airline vergangene Woche. Der Dax-Konzern verabschiedete sich von dem Ziel, den Vorjahres-Betriebsgewinn von 1,8 Milliarden Euro in diesem Jahr zu übertreffen.

Quelle: n-tv.de