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Kaffeelöffel aus der WMF-Produktion.
Kaffeelöffel aus der WMF-Produktion.(Foto: dpa)
Freitag, 06. Juli 2012

Handelseinig mit Capvis: KKR will WMF kaufen

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Der Besteck- und Kochgeschirrhersteller WMF tritt in eine neue Etappe ein. Nach Lage der Dinge wird das bekannte Unternehmen vom Finanzinvestor KKR übernommen. Das Kartellamt muss noch zustimmen.

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Besitzerwechsel beim Besteck- und Kochgeschirrhersteller WMF: Der Konzern soll in die Hände des US-Finanzinvestors KKR gehen. Die Finedining Capital GmbH, eine von der KKR beratene Holdinggesellschaft, wolle ein Übernahmeangebot für sämtliche WMF-Anteile abgeben, teilte KKR in London mit. Mit dem WMF-Hauptaktionär, der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Capvis, ist sich KKR den Angaben zufolge schon handelseinig. Allerdings steht noch die Zustimmung der Kartellbehörden aus.

WMF zählt zu den großen Herstellern von Kochgeschirr, Besteck und gewerblichen Kaffeevollautomaten. Der Konzern steuert dieses Jahr auf einen Milliardenumsatz zu. Bei WMF stieß das Vorhaben auf offene Türen: "Wir begrüßen den Einstieg von KKR", teilte Vorstandschef Thorsten Klapproth mit. An der Börse schossen WMF-Papiere als Reaktion nach oben.

KKR sieht in dem Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Geislingen erhebliches Wachstumspotenzial. Der Finanzinvestor will die Expansion ins Ausland forcieren, insbesondere nach Asien und in die USA. Das deckt sich mit den Plänen von Klapproth.

Weitere Expansion

2011 erwirtschaftete der WMF-Konzern einen Umsatz von knapp 980 Millionen Euro, der Gewinn nach Steuern stieg auf 44,4 Millionen Euro. Beschäftigt werden mehr als 6000 Mitarbeiter. 2012 will WMF weiter expandieren. "Wir wollen in allen fünf Geschäftsbereichen ertragreich wachsen", kündigte Klapproth an. Das Unternehmen wolle zudem von der weltweiten Expertise von KKR als Finanzinvestor profitieren.

Capvis kontrolliert über die zu ihm gehörende Gesellschaft Crystal Capital rund 52 Prozent der Stammaktien und gut 5 Prozent der Vorzugsaktien. 2006 hatte sie die Mehrheit nach früheren Angaben für lediglich rund 92 Millionen Euro erworben.

KKR will Capvis wie den übrigen Aktionären 47 Euro je WMF-Stammaktie zahlen. Die Vorzugsaktionäre sollen mindestens 31,70 Euro für jedes ihrer Papiere erhalten. Das Unternehmen wäre dadurch mit mindestens 586 Millionen Euro bewertet.

Quelle: n-tv.de