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Montag, 17. Januar 2011

Chinas größte Bank wird europäisch: ICBC eröffnet Filialen

Europas Großbanken erwächst zunehmend Konkurrenz aus dem Reich der Mitte. Die ICBC baut ihr Filialnetz in Europa aus und gründet zudem einen Ableger in Luxemburg.

ICBC: Dieses Bild könnte in Europa bald häufiger zu sehen sein.
ICBC: Dieses Bild könnte in Europa bald häufiger zu sehen sein.(Foto: REUTERS)

Die chinesische Großbank Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) macht ernst und geht in Europa auf Expansionskurs. Die größte Bank Chinas öffnete fünf neue Niederlassungen in Amsterdam, Brüssel, Paris, Madrid und Mailand. Sitz der neuen ICBC Europe sei Luxemburg, sagte Bankchef Jiang Jianqing. Bislang betreibt der Bankriese in Moskau, London, Frankfurt und Luxemburg Filialen. Die ICBC sei sich des langfristigen Wachstumspotenzials des europäischen Marktes bewusst, sagte Jianqing.

Die ICBC betreut rund 3,6 Millionen Geschäfts- und 216 Millionen Privatkunden. In China hat die 1984 gegründete Großbank gut 16.000 Filialen, im Ausland rund 160 Niederlassungen. Ende 2009 zählte die ICBC knapp 390.000 Beschäftigte.

In China erwächst dem ehemals staatlichen Institut aber immer mehr Konkurrenz. Allein die im Herbst an die Börse gegangene Agricultural bank (AgBank) kommt auf mehr als 350.000 Kunden und 23.000 Filialen. Mehr als 440.000 angestellte arbeiten für die Bank, die auf die Vermögenswerte bezogen, noch hinter der ICBC liegt.

Staat mischt noch mit

Die Geschäftspolitik wird vom chinesischen Finanzministerium und einer staatlichen Investmentgesellschaft bestimmt, die gemeinsam 70 Prozent des Kapitals kontrollieren.

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Quelle: n-tv.de