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Geschwungene Linien aus Kalifornien: Ein "Model 3" von Tesla.
Geschwungene Linien aus Kalifornien: Ein "Model 3" von Tesla.(Foto: REUTERS)
Donnerstag, 14. Juni 2018

Millionen aus der eigenen Tasche: Elon Musk kauft Tesla-Aktien auf

Was tun, wenn die Investoren unruhig werden? Tesla-Chef Musk bemüht sich um ein Signal des Vertrauens und investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in das eigene Unternehmen. Damit riskiert er allerdings nur einen Bruchteils seines Vermögens.

Der Gründer und Konzernchef des Elektroautobauers Tesla, Elon Musk, hat zeitgleich mit der Ankündigung von Stellenstreichungen mehrere tausend Aktien seines Unternehmens erworben. Wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hervorgeht, kaufte Musk am Dienstag und Mittwoch 72.500 Tesla-Aktien zu Durchschnittspreisen von je 342,78 bis 347,01 Dollar.

Damit hat Musk insgesamt rund 25 Millionen Dollar aus seinem Privatvermögen in Anteilsscheine des von ihm geführten Unternehmens investiert. Bereits vor gut einem Monat hatte Musk für 10 Millionen Dollar Tesla-Aktien gekauft. Beobachter werten die Zukäufe vor allem als Signal des Firmengründers an die Märkte, die Zulieferer und die eigene Belegschaft, dass er weiter an den wirtschaftlichen Erfolg glaubt.

Tesla durchlebt derzeit schwierige Zeiten: Der Elektroautobauer hatte am Dienstag angekündigt, 9 Prozent der Stellen zu streichen. Dies trifft fast ausschließlich Mitarbeiter in der Verwaltung. Zuvor hatten Probleme bei der Produktion des neuen "Model 3", mit dem Musk in den lukrativen Massenmarkt vordringen will, den Aktienkurs belastet. Durch die Investition verändert sich allerdings auch die Aktionärsstruktur bei Tesla: Vor den jüngsten Aktienkäufen hielt Musk nach Berechnungen von Beobachtern rund 19,8 Prozent an Tesla entsprechend etwa 33,7 Millionen Aktien.

Die Stellung des Firmengründers bei Tesla ist längst nicht mehr unumstößlich sicher: Aktionäre des visionären E-Auto-Pioniers wollen nach Jahren hoher Verluste endlich Gewinne sehen. Musk hält es eigenen Angaben zufolge für "ziemlich wahrscheinlich", dass Tesla bis Ende Juni sein Produktionsziel von wöchentlich 5000 Autos vom neuen "Model 3" erreichen wird. Auf der Hauptversammlung vor wenigen Tagen sagte er, im Moment liege die Kapazität bei 3500 Autos pro Woche.

"Das waren die schrecklichsten paar Monate, die ich je erlebt habe, aber ich glaube, wir kommen hin", erklärte Musk den ungeduldigen Aktionären. Zuvor hatte die Versammlung drei hochrangige Manager im Amt bestätigt und einen Antrag abgeschmettert, dem Vorstandschef Musk sein zweites Amt als Vorsitzender des obersten Tesla-Führungsgremiums zu nehmen.

Wie stark die Symbolkraft der jüngsten Aktienkäufe ausfällt, ist allerdings noch unklar: Mit seinen Investitionen bei Tesla setzt Musk nur einen vergleichsweise kleinen Bruchteil seiner privaten Mittel ein: Das US-Magazin "Forbes" schätzt das Vermögen des umtriebigen Unternehmers und Paypal-Mitgründers derzeit auf rund 20,9 Milliarden Dollar.

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Quelle: n-tv.de