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Louis Gallois hat ordentlich aufgeräumt.
Louis Gallois hat ordentlich aufgeräumt.(Foto: dpa)
Samstag, 11. Februar 2012

Zum Abschied sparen und gewinnen: EADS-Chef bestellt sein Haus

Der scheidende EADS-Chef Louis Gallois erwartet allein durch engere interne Zusammenarbeit fast 25 Prozent mehr Gewinn für den deutsch-französischen Luft- und Raumfahrtkonzern. Die Sparmaßnahmen durch gleiche Abläufe sollen direkt in den Gewinn vor Steuern und Zinsen fließen. Für seinen Nachfolger Tom Enders hat Gallois auch noch einen Tipp.

EADS-Chef Louis Gallois will sich mit starken Sparerfolgen von der Konzernspitze verabschieden. "Wir haben jetzt konzernweit die gleichen Abläufe bei Personalverwaltung, Einkauf, IT oder Finanzen", sagte der wenige Monate vor Amtsablauf stehende Manager dem Magazin "WirtschaftsWoche". "Wir wollen damit bis zum Jahresende weitere 350 Mio. Euro einsparen." Diese sollten direkt in den Gewinn vor Steuern und Zinsen 2012 fließen, kündigte der Franzose, der seinen Posten Ende Mai an den Deutschen Tom Enders übergibt, laut Vorabbericht vom Wochenende an.   

Einen weiteren Gewinnschub erwartet Gallois durch den neuen Mittelstreckenflieger A320neo, den Airbus ab Oktober 2015 ausliefern will. Vom ersten Flugzeug an werde der A320neo Geld bringen. "Die Entwicklungskosten sind begrenzt, so dass wir sie bereits vor Beginn der Produktion abgeschrieben haben werden", erläuterte Gallois. "Und weil wir für das Flugzeug dank des deutlich niedrigeren Spritverbrauchs zudem einen höheren Preis bekommen als für die bisherige Variante, wird das von Anfang an ein gutes Geschäft." Die modernisierte, spritsparende Variante des alten A320 hat sich bereits zum Bestellungsschlager entwickelt. Wegen der jüngsten Verkaufserfolge in den USA rät Gallois dem Magazin zufolge seinem Nachfolger Enders zum Bau eines Airbus-Werks in den USA. "Das ist ein Punkt, den man sich genau anschauen sollte", sagte der scheidende EADS-Chef.

Quelle: n-tv.de