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Zeschky führte Nordex erfolgreich aus der Krise.
Zeschky führte Nordex erfolgreich aus der Krise.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 21. Mai 2015

Frischer Wind bei Nordex: Chefwechsel stößt Anlegern sauer auf

Als er sein Amt antritt, kämpft Nordex mit der größten Krise seiner Unternehmensgeschichte. Drei Jahre später hat sich der Aktienkurs verfünffacht, es werden Gewinne erzielt. Nun erklärt Vorstandschef Zeschky seinen Rücktritt.

Mit deutlichen Kursabschlägen reagieren die Aktien auf einen überraschenden Vorstandswechsel beim Windenergiekonzern Nordex. Das TecDax-Unternehmen gab bekannt, dass der Vorstandsvorsitzende, Jürgen Zeschky, aus persönlichen Gründen zum 31. Mai Nordex verlassen wird. Zeschky und der Aufsichtsrat hätten sich darauf verständigt, hieß es.

Neuer Vorstandsvorsitzender wird Lars Bondo Krogsgaard, bisher Chief Customer Officer. Er soll die Geschäfte gemeinsam mit Finanzchef Bernard Schäferbarthold führen.

Zudem will sich das Unternehmen zum 1. Juni organisatorisch neu aufstellen. So soll ein sogenanntes Executive Committee etabliert werden, das neben den beiden Vorstandsmitgliedern aus Führungskräften unterschiedlicher Kernfunktionen des Unternehmens besteht. Das Executive Committee unter der Leitung von Lars Bondo Krogsgaard soll sich sowohl strategischen Themen als auch projektspezifischen und operativen Aufgaben von übergeordneter Bedeutung widmen.

Überraschend für die Anleger

Die Anleger reagierten verstimmt. Der Aktienkurs sackte zeitweise um mehr als 3 Prozent auf 22,41 Euro ab. Danach pendelte sich der Verlust um 2 Prozent ein.

Der 55-jährige Zeschky ist seit April 2012 im Amt. Seitdem hat sich der Aktienkurs mehr als verfünffacht. Mit Stellenstreichungen, Werksschließungen und neuen Produkten brachte Zeschky das Unternehmen zurück in die Gewinnzone.

"Zeschky war sehr angesehen bei den Marktteilnehmern und verantwortlich für das steile Wachstum der vergangenen Jahre", sagte ein Händler.

Quelle: n-tv.de