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Zum Tochter-Unternehmen Traton SE gehört auch die Lkw-Marke MAN.
Zum Tochter-Unternehmen Traton SE gehört auch die Lkw-Marke MAN.(Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)
Mittwoch, 13. März 2019

Wegen unruhiger Marktlage: VW vertagt Börsengang der Lkw-Sparte

Die Sorge vor einem chaotischen Brexit, der US-Handelsstreit sowie das magere Wirtschaftswachstum verunsichern auch Volkswagen. Dementsprechend legt der Autokonzern die Pläne, seine Nutzfahrzeugsparte vor Ostern an die Börse zu bringen, auf Eis - zumindest vorerst.

Der Autokonzern Volkswagen verzichtet vorerst auf den eigentlich sicher geglaubten Teilbörsengang seiner Lkw-Sparte. Der Vorstand habe beschlossen, "im gegenwärtigen Marktumfeld bis auf Weiteres davon Abstand zu nehmen, einen Börsengang der Traton SE weiter vorzubereiten", teilte der Konzern mit. Traton ist die Dachgesellschaft für die Marken MAN und Scania. Bei einem besseren Marktumfeld soll das Geschäft aber weiterhin an die Börse gebracht werden.

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Die Angst vor einem ungeordneten Brexit, der Handelsstreit zwischen den USA, der EU und China sowie das abflauende Wirtschaftswachstum in diesen Ländern haben in den vergangenen Wochen für starke Börsenschwankungen gesorgt. Bereits am Dienstag hatte Volkswagen-Finanzvorstand Frank Witter gesagt, dass die Finanzmärkte auch in der absehbaren Zukunft starken Schwankungen unterliegen werden. VW-Chef Herbert Diess ergänzte: "Die Bedingungen auf den Geld- und Kapitalmärkten müssen stimmen".

VW plant bereits seit knapp zwei Jahren, Anteile an seiner Nutzfahrzeugsparte auf dem Aktienmarkt zu verkaufen. Mitte vergangenen Jahres hatte der Vorstand die Sparte deshalb in eine eigenständige Aktiengesellschaft umgewandelt. Medienberichten zufolge hatte sich die Konzernspitze davon Einnahmen in Höhe von rund sechs Milliarden Euro für 25 Prozent der Anteile erhofft - Geld, das der Konzern für seine Investition in Elektromobilität und Digitalisierung dringend brauchen kann.

Quelle: n-tv.de