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Hamburg und Schleswig-Holstein bekamen für die HSH rund eine Milliarde Euro von Finanzinvestoren.
Hamburg und Schleswig-Holstein bekamen für die HSH rund eine Milliarde Euro von Finanzinvestoren.(Foto: picture alliance/dpa)
Montag, 10. Dezember 2018

Stellenabbau nach Privatisierung: HSH Nordbank halbiert wohl Mitarbeiterzahl

Die HSH Nordbank ist die erste privatisierte deutsche Landesbank. Nun soll das Institut profitabler werden, die Führung setzt dabei auf Einsparungen. Einem Insider zufolge soll die Mitarbeiterzahl in kurzer Zeit deutlich sinken.

Die privatisierte HSH Nordbank plant offenbar einen deutlichen Personalabbau. Die Zahl der Vollzeitstellen solle von zuletzt 1720 binnen knapp drei Jahren auf rund 930 fallen, wie mehrere mit der Sache vertraute Personen sagten. Das sei im Aufsichtsrat erörtert worden.

Am Dienstag sollen die Beschäftigten in Kiel und Hamburg informiert werden. Die Bank äußerte sich nicht dazu. Bevor das Institut durch die Krise am Finanzmarkt und in der Schiffsbranche ins Schlingern geriet, lag die Zahl der Beschäftigten Ende 2008 noch bei rund 5000.

HSH-Chef Stefan Ermisch will die Bank mit schlankeren Strukturen spürbar profitabler machen, um strenge Vorgaben zum Wechsel in den Haftungsverbund der privaten Banken zu erfüllen. Mit der Privatisierung werden Aufgaben wegfallen, zudem sollen große Teile der IT ausgelagert werden. Die Bank soll künftig als "Hamburg Commercial Bank" (HCOB) am Markt auftreten.

Die HSH Nordbank ist als erste deutsche Landesbank privatisiert worden. Neue Eigentümer sind Finanzinvestoren um Cerberus und J.C. Flowers. Sie kauften das Institut für rund eine Milliarde Euro von Hamburg und Schleswig-Holstein, die ihre Bank auf Druck der EU veräußern mussten.

Quelle: n-tv.de