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Mittwoch, 12. Juni 2019

Der Börsen-Tag: Studie: Autoindustrie weltweit steht vor tiefer Krise

Die Autoindustrie steht einer Studie zufolge weltweit vor einer tiefgreifenden Krise. Grund seien Absatzrückgänge in nahezu allen wichtigen Märkten, schreibt das CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen in seiner jüngsten Analyse der Verkaufszahlen bis einschließlich Mai. Danach könnte im laufenden Jahr der globale Absatz neuer Autos um gut 5 Prozent auf 79,5 Millionen Stück sinken - ein derart starker Einbruch war nicht einmal nach der Finanzkrise 2008 beobachtet worden.

Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer nannte die vom US-Präsidenten Donald Trump ausgelösten Zollkriege und Sanktionen als wichtigsten Grund für die Krise. Die größten Sorgen bereite der chinesische Markt, auf dem die Verkaufszahlen seit mittlerweile zwölf Monaten unter denen der jeweiligen Vorjahreszeiträume lägen.

Der Autoindustrie werde durch die politisch-konjunkturell ausgelöste Krise wesentlich Ertrag und Liquidität entzogen, erklärte Dudenhöffer. Die Industrie schalte daher in einen Krisenmodus. Die politischen Vorgaben zum Umstieg auf Elektroautos verstärke den Druck auf die Unternehmen.

Zu dem Thema: Autobauer kommen in China nicht in die Spur

(Foto: imago images / VCG)

Quelle: n-tv.de