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Donnerstag, 10. Januar 2019

Der Börsen-Tag: Fed-Protokoll treibt Euro über 1,15 Dollar

Zinspause in den USA? Der Euro gewinnt deutlich an Wert.
Zinspause in den USA? Der Euro gewinnt deutlich an Wert.(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Im Devisenhandel beginnt der Tag mit den Nachwirkungen des Fed-Protokolls. Die Veröffentlichung der Mitschriften zur zurückliegenden Dezembersitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte am Vorabend größere Bewegungen an den Märkten ausgelöst. Der Dollar wertete scharf ab, der Euro sprang über die 1,15er-Marke.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro deutlich gefestigt bei 1,1556 Dollar.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs zur Wochenmitte auf 1,1455 (Dienstag: 1,1440) Dollar festgesetzt.
  • Wie aus den sogenannten Minutes zur Fed-Sitzung hervorgeht, halten US-Notenbanker mittlerweile einen vorsichtigeren geldpolitischen Kurs für angebracht. Weitere Zinsanhebungen sind damit nicht mehr im bisher signalisierten Tempo und Ausmaß zu erwarten.

Nach Einschätzung vieler Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss (FOMC) sollte die Fed künftig "geduldiger" hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen sein. Einzelne Währungshüter verwiesen auf den verhaltenen Inflationsdruck - und auf die "in den vergangenen Monaten stärker ausgeprägten Risiken".

Chart

(Korrekturhinweis: In einer ersten Fassung hieß es irrtümlicherweise, der Euro sei über die Marke von 1,50 Dollar gestiegen. Wir haben diesen bedauerlichen Fehler umgehend korrigiert.)

Quelle: n-tv.de