Mittwoch, 15. Mai 2019: bei n-tv

Heute mit Juliane Kipper

17:53 Uhr

Mögliche Atempause im Zollstreit gibt Dax Auftrieb

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Neue Hoffnung bei den globalen Handelsstreitigkeiten hievt den Dax zur Wochenmitte deutlich ins Plus. Nachdem der Leitindex über weite Strecken schwächer tendiert, kommt die positive Wendung am Nachmittag mit der Spekulation, dass eine Entscheidung über eine Erhöhung von US-Zöllen für Autoimporte vorerst vertagt werden könnte.

Der Dax springt daraufhin gemeinsam mit den Autowerten in die Gewinnzone. Am Ende steht er 0,90 Prozent höher bei 12.099 Punkten - und kehrt so über die Marke von 12.000 Punkten zurück.

Aktien von Daimler und BMW gewinnen jeweils etwa 3 Prozent. Der europäische Autoindex legt bis zu 2,2 Prozent zu. In den USA notieren Papiere von Ford und FiatChrysler je rund ein Prozent fester.

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16:41 Uhr

Nach angeblichen Trump-Aussagen: Dax dreht deutlich ins Plus

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Der Dax schüttelt am Nachmittag die zuvor gesehenen Verluste ab und dreht deutlich ins Plus. Laut Angaben aus dem Handel mit Verweis auf Agenturmeldungen soll sich US-Präsident Donald Trump dahingehend geäußert haben, dass er von Zöllen auf Autoimporte zunächst absehen will.

Bis Samstag hätte Trump entscheiden müssen, ob EU-Autoimporte die nationale Sicherheit der USA gefährden. Autotitel ziehen stark an: Daimler gewinnen 2,8 Prozent und BMW 2 Prozent. Der Dax gewinnt 0,5 Prozent auf 12.052 Punkte, der deutsche Leitindex hatte zuvor rund 1 Prozent im Minus gelegen.

16:13 Uhr

Macy's trotzt dem Branchentrend

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Schwache Konjunkturdaten drücken die US-Aktienbörsen ins Minus. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fallen zur Eröffnung um bis zu 0,6 Prozent. "Die US-Einzelhandelsumsätze waren enttäuschend", sagte Scott Brown, Chefvolkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Dies decke sich mit anderen Wirtschaftsindikatoren, die ebenfalls schwächelten. Eine Rezession drohe derzeit zwar nicht, die aktuellen Zahlen seien jedoch ein Warnsignal.

  • Die Kaufhauskette Macy's steigert den Quartalsumsatz trotzdem doppelt so stark wie erwartet. Der Gewinn fällt mit 0,44 Dollar je Aktie ebenfalls höher aus als von Analysten prognostiziert. Die Titel legen 2,7 Prozent zu.
  • Auch Tilray überraschte mit der Quartalsbilanz positiv. Die Aktien des Cannabis-Produzenten steigen um drei Prozent.
  • Das Auslandsgeschäft wachse zwar stark, hinke aber den Konkurrenten Canopy und Aurora hinterher, schrieb Analyst Owen Bennett von der Investmentbank Jefferies.
  • Aurora steigert den Umsatz zwar um 20 Prozent auf umgerechnet 50 Millionen Euro, Analysten hatten allerdings mit 51,2 Millionen Euro gerechnet. Die in den USA notierten Papiere der kanadischen Firma fallen um 3,3 Prozent.
15:47 Uhr

Uber-Fahrer bekommen arbeitsrechtliche Rückendeckung

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Die Kehrtwende einer US-Arbeitsagentur stärkt die Position des Taxi-Rivalen Uber bei der Abwehr von Forderungen der Fahrer nach mehr Rechten.

Wer dem gerade an der Börse gestarteten Vermittler seine Fahrdienste anbiete, sei als selbstständiger Unternehmer und nicht als Angestellter einzustufen, entschied der von US-Präsident Donald Trump ernannte General Counsel einer US-Arbeitsagentur in einem Empfehlungsschreiben.

Da Uber-Fahrer eigene Fahrzeuge hätten, ihre Arbeitszeiten selbst bestimmten und auch für Rivalen tätig sein könnten, seien sie keine Angestellten im Sinne des Arbeitsgesetzes.

15:18 Uhr

Goldman Sachs sorgt sich um Verschuldung von Eon

Während die Aktien von RWE mit einem plus von 2,1 Prozent ihren guten Lauf fortsetzten, geben die Papiere von Konkurrent Eon indes nach, und zwar noch stärker als die abgezogene Dividende. Goldman Sachs hatte die Anteile von "Buy" auf "Neutral" abgestuft.

Von der Kurs-Rally der Thyssenkrupp-Aktien am Freitag ist inzwischen fast nichts mehr übrig. Der Kurs der Aktie fällt den dritten Tag in Folge, zuletzt am Dax-Ende um mehr als 8 Prozent. Die DZ Bank hatte zudem die Anteile von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft. Eine strategische Kehrtwende hatte die Aktien am Freitag um 28 Prozent nach oben schießen lassen.

13:37 Uhr

Für Post-Chef ist Porto-Erhöhung alternativlos

Post-Chef Frank Appel verteidigt auf der Hauptversammlung die geplante Preisanhebung des Portos in Deutschland. Das Brief-Volumen in der Bundesrepublik sinke, die Kosten des Konzerns stiegen, sagte Appel. "Da ist ein angemessener Spielraum für höhere Preise zwingend."

Die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde des Briefmarktes hatte dem Konzern bereits Spielraum für höhere Brief-Porti eingeräumt. Die Bonner dürfen danach zum 1. Juli die Brief-Preise für die Verbraucher im Schnitt um 10,6 Prozent erhöhen.

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Die Bonner können diesen Spielraum nun über ihre Produkte wie etwa Standard- oder Kompaktbrief sowie die Postkarte verteilen. Vor allem das Massenprodukt Standardbrief dürfte ab Juli deutlich teurer werden - derzeit kostet ein solcher Brief 70 Cent.

"Höhere Preise machen die Ausgaben in bessere Qualität und gute Löhne finanzierbar", sagte Appel. Die Löhne der Post lägen auch für Zusteller weit über dem Mindestlohn und dem, was Konkurrenten zahlten.

13:20 Uhr

VW bekommt Schwäche der Märkte zu spüren

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Der Autobauer Volkswagen liefert im April bei seiner Kernmarke wegen der schwachen Märkte in Deutschland und China 6,2 Prozent weniger Fahrzeuge aus. Weltweit wurden 487.400 Fahrzeuge der Marke, die Autos wie den Golf, Tiguan, Jetta oder Passat umfasst, an die Kunden übergeben, wie Volkswagen mitteilt. Ein Auslieferungsplus wurde unterdessen in Nordamerika, Russland und Brasilien erzielt.

  • Im Heimatmarkt Deutschland ermäßigte sich der Absatz im Berichtsmonat um 7,3 Prozent auf 48.800 Fahrzeuge. Das Unternehmen verwies darauf, dass der Vorjahresmonat wegen der Umweltprämie besonders stark gewesen sei.
  • In China lieferte Volkswagen 6,5 Prozent weniger aus, schaffte es allerdings nach eigenen Angaben in einem rückläufigen Gesamtmarkt, den Marktanteil auszubauen.

Die Zurückhaltung der Käufer im Reich der Mitte halte trotz gesenkter Mehrwertsteuer an, erklärte Volkswagen und fügte an, dass die SUV-Offensive der Marke hier mittlerweile auf Hochtouren laufe. Der Anteil dieses Fahrzeugsegments an den Auslieferungen der Marke habe dank der Modelle T-Roc und Tharu auf 21 Prozent im April erhöht werden können.

12:34 Uhr

SAP-Mitgründer läutet seinen Abschied ein

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Bei der Neuwahl des Aufsichtsrats auf der Hauptversammlung von SAP stellt sich der letzte aktive Gründer des Softwarekonzerns Hasso Plattner nur noch für drei Jahre zur Verfügung.

  • "Diese drei Jahre sollen dann gleichzeitig auch meine letzte Amtszeit sein", sagte Plattner. Die Frage nach seiner Nachfolge ließ der 75-Jährige zum Ärger seiner Aktionäre aber offen.
  • "Seien Sie versichert, dass ich mich mit dieser Frage intensiv befasse", sagte er lediglich.
  • Viel Grund zu Murren haben die Aktionäre nicht bei der diesjährigen Hauptversammlung.
  • Die Aktie erreichte erst Ende April ein Allzeithoch von 117 Euro.
  • Beim Börsenwert hat der Softwarekonzern im Dax mit gut 135 Milliarden Euro über 40 Milliarden Euro Abstand zu Siemens, dem Industriegasehersteller Linde oder der Allianz.
12:02 Uhr

Bundesweite Steuer-Razzia: Behörden durchsuchen Wohnräume und Banken

Drei Jahre nach den Enthüllungen der sogenannten Panama Papers rücken Ermittler wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung zu einer bundesweiten Großrazzia aus. Die Behörden durchsuchen die Wohnräume von acht vermögenden Privatpersonen, elf Banken und Sparkassen sowie die Geschäftsräume von vier Steuerberatern, wie die Staatsanwalt Frankfurt mitteilt.

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Justiz und Steuerbehörden haben die Privatleute im Verdacht, über eine frühere Gesellschaft des Deutsche-Bank-Konzerns Briefkastenfirmen gegründet und Steuern hinterzogen zu haben. Die Vorgänge waren über die Veröffentlichung der "Panama Papers" bekannt geworden.

Die Ermittler machten keine Angaben dazu, welche Geldhäuser durchsucht wurden. Betroffen waren die Geschäftsräume von insgesamt elf Instituten in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Erding, Frankfurt, Köln und Trier. Wohnräume wurden von Privatpersonen in Bad Tölz, Erkrath, Hamburg, Konz, Simmerath und auf Sylt durchsucht.

11:27 Uhr

Dax scheitert an 12.000er-Marke

Der Dax verliert die anfangs zurückeroberte Marke von 12.000 Punkten wieder etwas aus den Augen. Zuletzt sinkt der deutsche Leitindex um 0,25 Prozent auf 11.961,10 Punkte. Die Vorgaben sind zur Wochenmitte tendenziell positiv: An den US-Börsen gab es am Vortag nach einlenkenden Worten von Präsident Donald Trump in Sachen Handelskrieg mit China Gewinne. In Asien legten die Börsen zu, obwohl Wirtschaftsdaten aus China zum Einzelhandel, zur Industrieproduktion und zu den Investitionen enttäuscht hatten.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist im ersten Quartal so ausgefallen wie von Volkswirten erwartet. Am Nachmittag könnte sich das Interesse dann noch auf Konjunkturdaten aus den USA richten. Vor allem die Umsätze des Einzelhandels stehen im Fokus, basiert doch ein Großteil des Wachstums auf dem privaten Konsum.

10:57 Uhr
Kabel-Spezialist leidet unter hausgemachten Problemen.
Kabel-Spezialist leidet unter hausgemachten Problemen.(Foto: picture alliance / Daniel Karman)

Schwache Autokonjunktur erschwert Leonie Sanierung

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Nach einem dreistelligen Millionenverlust im ersten Quartal braucht der Nürnberger Autozulieferer Leoni für seine Sanierung Geld. Wir prüfen alle Optionen, um unsere langfristige Finanzierungsbasis zu sichern", sagte Vorstandschef Aldo Kamper.

Zunächst gehe es um die Refinanzierung eines Schuldscheindarlehens über 200 Millionen Euro, das in zehn Monaten fällig ist. Allein von Januar bis März schrumpfte die Liquidität um 260 Millionen auf 740 Millionen Euro. Davon sind nur 120 Millionen Barmittel, der Rest Bankkredite. Allein der Abbau von rund 2000 Arbeitsplätzen kostet 120 Millionen Euro.

Leoni leidet - neben den hausgemachten Problemen - unter der schwächeren Autokonjunktur in China und Europa. Der Umsatz ging im ersten Quartal um fünf Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zurück. Analysten von Hauck & Aufhäuser nannten die Entwicklung "alarmierend". Händler spekulierten über eine Kapitalerhöhung. Die Leoni-Aktie bricht im Kleinwerteindex SDax um zehn Prozent auf 15,40 Euro ein.

10:35 Uhr

Bip steigt: Volkswirte warnen vor frühzeitiger Zuversicht

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Die Konjunktur in Deutschland ist trotz der Rückkehr in die Wachstumsspur nach Ansicht des Bundeswirtschaftsministeriums noch nicht über den Berg. "Ihre Schwächephase hat die deutsche Wirtschaft mit dem guten Einstieg in das Jahr noch nicht überwunden", heißt es in dem veröffentlichten Monatsbericht des Ministeriums.

  • Dies dürfte erst nachhaltig erreicht werden, wenn sich das außenwirtschaftliche Umfeld wieder etwas aufhelle, so das Ministerium. Dazu sei es wichtig, dass die von den Handelskonflikten verursachte Verunsicherung abnehme.
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  • Zu Jahresbeginn habe die "starke Binnenwirtschaft" jedoch der unruhigen globalen Konjunktur getrotzt.
  • Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Quartal dank der guten Binnenkonjunktur auf den Wachstumspfad zurückgefunden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Januar bis März um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte.
09:55 Uhr

Coba-Übernahmespekulationen geben sich Klinke in die Hand

Die italienische Großbank Unicredit will den Spekulationen über eine mögliche Übernahme der Commerzbank den Wind aus den Segeln nehmen. In einer Mitteilung stellt die Bank mit Blick auf die Marktspekulationen klar, dass sie kein Banken-Mandat in diesem Zusammenhang unterzeichnet hat. Reuters hatte berichtet, dass Unicredit Banken zur Beratung für eine mögliche Commerzbank-Übernahme mandatiert hat.

Nun soll Bloomberg erneut die ING als möglichen Käufer genannt haben, auch diese Spekulation ist nicht neu. Hier ist charmant, dass es von Seiten der ING bereits Aussagen gegeben habe, den Firmensitz nach Frankfurt zu verlegen. Die Aktie der Commerzbank wird in diesem Umfeld zunächst zwei Prozent höher erwartet.

09:23 Uhr

RWE hilft Dax über 12.000er-Marke

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Der Dax erobert zum Handelsbeginn die Marke von 12.000 Punkten zurück. Zuletzt gewinnt er 0,15 Prozent auf 12.009,23 Punkte. Am Vortag hatte sich der Leitindex nach einlenkenden Worten von US-Präsident Donald Trump in Sachen Handelskrieg mit China bereits um rund ein Prozent erholt, den Sprung über die runde Marke aber noch nicht geschafft.

Unterstützung liefern dem deutschen Aktienmarkt auch Kursgewinne von RWE, die rund zwei Prozent zulegen. Der Energieriese hat vor dem geplanten Umbau zu einem der größten europäischen Ökostromkonzerne seinen Gewinn deutlich erhöht.

08:39 Uhr

Ölpreise geben nach

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Die Ölpreise sinken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 70,99 US-Dollar. Das waren 25 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 42 Cent auf 61,36 Dollar.

Marktbeobachter erklärten den Rückgang mit der jüngsten Entwicklung der Ölreserven in den USA. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl um 8,63 Millionen Barrel verzeichnet hat.

08:20 Uhr

Euro bewegt sich kaum

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Der Euro bewegt sich nur wenig und knapp über der Marke von 1,12 US-Dollar. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1209 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag noch etwas höher auf 1,1226 Dollar festgesetzt.

Die Ankündigung des italienischen Vize-Regierungschefs Matteo Salvini, die Defizitregeln der Europäischen Union gegebenenfalls zu brechen, belastete den Euro damit nur zeitweise. Im weiteren Handelsverlauf dürften Daten zum Wirtschaftswachstum in Deutschland und in der Eurozone für neue Impulse im Devisenhandel sorgen.

07:49 Uhr

Handelsstreit hält Tokio-Börse in Schach

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Der zugespitzte Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Börse in Japan weiter belastet. Der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte verliert bis zum frühen Nachmittag in Tokio 0,1 Prozent auf 21.051 Punkte. Der breiter gefasste Topix tritt auf der Stelle bei 1534 Zählern.

Der Euro notiert im Devisenhandel in Fernost kaum verändert bei 1,1202 Dollar. Zur japanischen Währung wurde der Dollar mit 109,67 Yen gehandelt.