Mittwoch, 13. Dezember 2017: Der Börsen-Tag

18:00 Uhr

Kurssturz der Versorger setzt Dax zu

Vor Neuigkeiten zur US-Geldpolitik haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte Vorsicht walten lassen. Nach seinen Kursgewinnen vom Vortag schloss der Dax mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 13.125 Punkten und damit fast auf seinem Tagestief. Der MDax gab um 0,3 Prozent auf 26.182 Punkte nach. Dagegen stieg der Technologiewerte-Index TecDax um 0,7 Prozent auf 2536 Punkte.

Zum einen drückte ein gesenkter Ausblick von Innogy, der auch die Aktie der Mutter RWE abstürzen ließ. Zum anderen belastete, dass es früher als bisher erwartet in Italien zu Neuwahlen kommen könnte. Dies sorgte vor allem bei den internationalen Anlegern für Verunsicherung. Der nächste wichtige Termin des Tages war die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend. An der Börse wurde fest davon ausgegangen, dass sie die Leitzinsen um 25 Basispunkte anheben würde. Fraglicher war dagegen, wie oft die Fed im kommenden Jahr an der Zinsschraube drehen würde.

Für einen Paukenschlag sorgte Innogy. Der Stromkonzern blickte pessimistischer als bisher auf das nahezu abgelaufene Gesamtjahr und rechnet im kommenden Jahr mit einem Gewinnrückgang. Hauptgrund dafür waren die Probleme in Großbritannien. Trotz Sparprogramms kommt die britische Tochter Npower nicht aus den roten Zahlen. Für 2018 rechnet das Unternehmen mit einem Nettoergebnis von 1,1 Milliarden Euro, der Markt bisher mit 1,3 Milliarden. Hier dürften einige Anpassungen von Seiten der Analysten folgen. Die Aktie brach um 13,2 Prozent ein, die der Muttergesellschaft RWE um 13,1 Prozent - obwohl RWE ihre Prognose bekräftigt hatte. Eon verloren im Fahrwasser fünf Prozent.

17:24 Uhr

Euro legt etwas zu

Der Kurs des Euro ist leicht gestiegen. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Abend sprechen Marktbeobachter von einem eher impulsarmen Handel. Derzeit wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1751 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Morgen.

Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1736 (Dienstag: 1,1766) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8521 (0,8499) Euro.

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Am frühen Nachmittag belasteten Daten zur Preisentwicklung in den USA den US-Dollar nur zeitweise nennenswert und gaben dem Euro im Gegenzug Auftrieb: Im November hatte sich die Inflation in den USA wie erwartet etwas verstärkt. Allerdings schwächte sich die Kernrate der Preisentwicklung ab. Hier werden Preise für Nahrungsmittel und Energie ausgeklammert. "Von Inflationsdruck kann keine Rede sein", kommentiert Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die Preisdaten.

Es wird erwartet, dass die US-Notenbank den Leitzins am Abend zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Zuletzt hatten sich US-Währungshüter aber mehrfach besorgt über eine vergleichsweise schwache Preisentwicklung gezeigt. An den Finanzmärkten gibt es daher die Erwartung, dass der Leitzins in den USA im kommenden Jahr eher langsam steigen wird. Dies belastet den Dollar und stützt tendenziell den Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87905 (0,88068) britische Pfund, 132,99 (133,54) japanische Yen und 1,1647 (1,1671) Schweizer Franken fest.

15:55 Uhr

Wall Street wartet ab

Vor dem Zinsentscheid der Notenbank Fed halten sich die US-Anleger zurück. Zwar gilt die dritte Leitzinserhöhung in diesem Jahr als ausgemacht. Doch Investoren erhoffen sich von der Erläuterung des Entscheids am Abend durch Fed-Chefin Janet Yellen Aufschlüsse über die weitere Zinspolitik.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte steigt zu Handelsbeginn um 0,2 Prozent auf 24.552 Punkte - ein Rekord. Der breiter gefasste S&P-500 gewinnt 0,1 Prozent auf 2666 Zähler. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 0,3 Prozent auf 6881 Punkte. Hier treibt Western Digital die Kurse, nachdem der Konzern seinen Streit mit Toshiba über den Verkauf der Chipsparte der Japaner beilegte. Die Papiere von Western Digital steigen um drei Prozent.

15:11 Uhr

Crasht der Bitcoin?

Angesichts des Booms des Bitcoin hat das Bundesfinanzministerium Anleger auf Risiken im Zusammenhang mit der Internetwährung hingewiesen. "Bitcoins sind kein gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegen auch keiner Einlagensicherung", sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Er wies zudem darauf hin, dass Gewinne aus dem Handel mit der Internetwährung wie Spekulationsgeschäfte versteuert werden müssen. Der Kurs des Bitcoin hat zuletzt stark zugelegt.

Und wie geht es mit dem Bitcoin weiter? Unser Börsen-Moderator Frank Meyer ist auf der Suche nach der Antwort:

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14:50 Uhr

Lufthansa verzichtet auf Niki

Der Lufthansa-Konzern hat sein Übernahmeangebot für die Air-Berlin-Tochter Niki zurückgezogen. Als Grund gab die Fluggesellschaft an, dass eine schnelle Freigabe des Erwerbs durch die EU-Kommission nicht zu erwarten sei.

Die Lufthansa-Aktie gab deshalb zunächst einen Teil der Gewinne ab, erholte sich jedoch schnell wieder. Derzeit liegt sie mit 0,7 Prozent im Plus.

Hier lesen Sie mehr dazu.

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13:56 Uhr

Athen leiht sich kurzfristig Geld - für weniger Zinsen

Griechenland hat sich kurzfristig frisches Geld am Kapitalmarkt besorgt. Wie die Schuldenagentur PDMA mitteilte, wurden 1,3 Milliarden Euro für 13 Wochen in Form kurzlaufender Staatspapiere eingesammelt - und zwar günstiger als zuvor. Die Rendite der versteigerten Papiere habe bei 1,6 Prozent gelegen. Das sei deutlich weniger als bei einer vergleichbaren Auktion von Anfang Dezember (damals 1,75 Prozent), hieß es.

Griechenland benötigt das Geld, um kurzlaufende Staatspapiere in Höhe von 1,6 Milliarden Euro zu tilgen.

13:15 Uhr
(Foto: imago/Philipp Szyza)

Adidas verliert, Nike gewinnt

Aktien von Adidas weiten seit Wochenbeginn verzeichneten Kursverluste aus. Mit einem Abschlag von 1,8 Prozent summieren sich die Einbußen seit Montag auf 5,3 Prozent. Ein Händler spricht von einer Fortsetzung des Mitte September begonnenen Rücksetzers, der die Aktie des Konzerns gestern zudem unter eine technische Unterstützung gedrückt habe.

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Nach einer Verdreifachung des Adidas-Kurses von September 2015 bis September 2017 erscheine der Titel nun "ausgereizt", sagt der Händler. Es falle auch auf, dass die Papiere des Kontrahenten Nike zuletzt stark zugelegt hätten. Möglicherweise wechselten Investoren innerhalb der Branche die Favoriten. Aktien von Nike sind seit Mitte Oktober um mehr als 20 Prozent gestiegen.

12:14 Uhr

Dax wartet auf Zinsentscheid

In Erwartung der nächsten Zinserhöhung in den USA lassen es die Anleger bei deutschen Aktien ruhiger angehen. Nach seinen Kursgewinnen von gestern gibt der Dax um 0,1 Prozent auf 13.169 Punkte nach. Wenn am Abend die Entscheidung der Fed kommt, gilt eine Erhöhung des Leitzinses um weitere 0,25 Prozentpunkte schon als weitgehend eingepreist. Anleger ziehen es nun vor, erst einmal abzuwarten.

Der Technologiewerte-Index TecDax steht knapp mit 0,1 Prozent im Plus bei 2519 Punkten. Der MDax gibt um 0,1 Prozent auf 26.257 Punkte nach.

"Alles andere als ein Drehen an den Zinsschrauben käme einer großen Verwunderung gleich", meint Marktanalyst Timo Emden vom Broker DailyFX. Er verweist darauf, dass vor allem die Rhetorik von Notenbankchefin Janet Yellen im Fokus stehen werde. "Die Aussicht auf weitere Zinsschritte im kommenden Jahr könnte sich bestätigen", so Emden. Weil die Inflation wichtig für den geldpolitischen Spielraum ist, dürften am Nachmittag zunächst noch die erwarteten Verbraucherpreise aus den USA in einem besonderen Licht stehen.

Nach Einschätzung von Helaba-Analyst Christian Schmidt könnte im weiteren Handelsverlauf auch der große Verfallstag am Freitag seine ersten Wogen vorweg nehmen. Am sogenannten "Hexensabbat" vor dem Wochenende laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes aus. Der Experte hält größere Kursausschläge für möglich, bevor Anleger dann allmählich damit beginnen dürften, ihre Handelsbücher für das laufende Jahr zu schließen.

11:32 Uhr

Anleger machen Kasse bei Aurubis

Aurubis hat seine Anleger mit dem Ausblick und der Dividende enttäuscht. Die Papiere des Kupferkonzerns rutschen nach den vorgelegten Jahreszahlen immer tiefer ins Minus und büßen zuletzt 3 Prozent ein. Unter den mittelgroßen Werten im MDax sind sie damit das Schlusslicht. Im Tief erreichen sie den niedrigsten Stand seit etwa einem Monat.

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Die Papiere konnten nicht davon profitieren, dass der Kupferhersteller nach einem Gewinnsprung im vergangenen Geschäftsjahr verhalten optimistisch voraus blickt. Börsianer bezeichneten den Ausblick als "nicht gerade inspirierend". Die Aurubis-Papiere sind im bisherigen Jahresverlauf um fast 24 Prozent gestiegen, womit sie sich besser entwickelten als der Index der mittelgroßen Werte.

Aurubis-Chef Jürgen Schachler hatte ein Ergebnis auf etwa gleichem Niveau wie im vergangenen Geschäftsjahr in Aussicht gestellt und dabei einige Unsicherheiten hervorgehoben.

Mit den Aurubis-Papieren geraten auch die Aktien des Großaktionärs Salzgitter moderat mit etwa 0,2 Prozent unter Druck. Der Stahlkonzern hält derzeit noch fast 16 Prozent der Anteile. Erst im Oktober hatten die Niedersachsen ihre Beteiligung an Aurubis von zuvor etwa einem Viertel reduziert.

11:01 Uhr

Lufthansa darf auf Niki-Zuschlag hoffen

Lufthansa-Aktien ragen mit einem Plus von 1,3 Prozent positiv hervor im ansonsten kaum bewegten Aktienmarkt. Neben einer Korrektur der Vortagsverluste machen Händler als Grund Aussagen zur geplanten Übernahme von Niki aus.

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Der Generalbevollmächtigte der Niki-Mutter Air Berlin ließ wissen, dass er keine Alternative zur Übernahme durch Lufthansa sehe. Andere als mögliche Übernehmer gehandelte Interessenten wie Thomas Cook oder IAG würden damit ausscheiden. Während Thomas Cook um 0,8 Prozent nachgeben, ziehen IAG um 0,7 Prozent an.

Derweil sieht die EU-Kommission sieht einem Insider zufolge die Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki durch die Lufthansa weiter skeptisch. Auch nach Zugeständnissen der Frankfurter und der Reaktion der Konkurrenten auf Lufthansa-Vorschläge stehe der Deal "auf des Messers Schneide", erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einer Person, die mit der Situation vertraut ist.

In einem ersten Paket habe Lufthansa angeboten Start- und Landerechte (Slot) an die Rivalen Tuifly und die Thomas-Cook-Tochter Condor zu geben, heißt es. Der Insider sagte, Lufthansa sei im Austausch mit der EU-Kommission. Es gebe laufende Verhandlungen.

Die Brüsseler Behörde entscheidet bis zum 21. Dezember, ob die Lufthansa wie geplant die Air-Berlin-Töchter Niki aus Österreich und LGW aus Dortmund übernehmen kann.

Branchenexperten und die Airline selbst rechnen mit Auflagen. Sollte die EU eine vertiefte Prüfung über 90 Werktage einleiten, dürfte sich die Lufthansa von dem Deal zurückziehen und auch die Zwischenfinanzierung für Niki einstellen. Dies würde nach Air-Berlin-Angaben die sofortige Insolvenz von Niki nach sich ziehen.

10:32 Uhr

Kryptowährungen mehr als eine halbe Billion Dollar wert

Die zunehmende Beliebtheit von Bitcoin und anderen Digitalwährungen lässt den Gesamtmarkt der Kryptodevisen stark wachsen. Nach Daten der Internetseite Coinmarketcap.com wurde in der Nacht die Grenze von einer halben Billion US-Dollar überschritten. So viel sollen alle Kryptowährungen, von denen es mittlerweile mehr als 1300 geben soll, zusammen wert sein.

In der Spitze wurde eine Marktkapitalisierung von knapp 506 Milliarden Dollar gemessen. Allein 56 Prozent davon (285 Milliarden Dollar) entfallen auf den Bitcoin. An zweiter Stelle folgt mit großem Abstand die Konkurrenzwährung Ethereum mit 63 Milliarden Dollar oder 12 Prozent Marktanteil.

Seit Jahresbeginn, als die Marktkapitalisierung aller Digitalwährungen gerade einmal 18 Milliarden Dollar betrug, ist der Gesamtmarkt extrem gewachsen

10:04 Uhr

Öl wird etwas teurer

Die Ölpreise legen nach der gestrigen Berg- und Talfahrt moderat zu. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostet 63,88 US-Dollar. Das sind 54 Cent mehr als gestern.

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Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Januar-Lieferung steigt um 38 Cent auf 57,52 Dollar. Als Grund für die Preiszuwächse wurden am Markt neue Lagerdaten aus den USA angeführt.

Das American Petroleum Institute (API) hatte einen deutlichen Rückgang der Rohölreserven gemeldet. Am Nachmittag veröffentlicht die US-Regierung ihre wöchentlichen Daten, die den Ölmarkt meistens deutlicher bewegen als die API-Zahlen.

Gestern hatte der Preis für Nordseeöl zunächst deutlich zugelegt und war auf den höchsten Stand seit Mitte 2015 gestiegen. Im Nachmittagshandel gerieten die Ölpreise aber deutlich unter Druck. Seit Montagabend hatte die Schließung eines wichtigen Pipeline-Systems in Schottland für steigende Ölpreise gesorgt, wobei der Preis für Nordseeöl deutlich stärker zulegte als der für US-Öl.

09:27 Uhr

Notenbankchef nennt Bitcoin "spekulativen Wahn"

Der Chef der australischen Notenbank, Philip Lowe, hat sich zum Kreis der Bitcoin-Kritiker gesellt. Als Zahlungsinstrument sei der Bitcoin vor allem für diejenigen attraktiv, die Transaktionen im illegalen Bereich tätigen wollten, sagte Lowe.

"Die derzeitige Faszination für diese Währungen fühlt sich eher an wie ein spekulativer Wahn, als dass es mit ihrer Verwendung als effiziente und bequeme Form des elektronischen Zahlens zu tun hätte", sagte Lowe auf einer Konferenz. Der Wert des Bitcoin sei sehr volatil, und die Anzahl der Zahlungsvorgänge sei sehr gering. Zudem seien die Transaktionskosten sehr hoch, und die benötigte Elektrizität zur Herstellung (Mining) der Bitcoins sei "atemberaubend".

Mehr zum Stromverbrauch lesen Sie hier.

09:12 Uhr

Dax startet unentschlossen

Der Frankfurter Aktienmarkt geht kaum verändert in den Tag. Der Dax verharrt bei 13.173 Punkten, der MDax bei 26.276 Zählern. Der TecDax steht ebenfalls kaum verändert bei 2514 Zählern.

Und wie sind die Vorgaben aus New York?

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07:37 Uhr
Der Dax am Dienstag: So lief es am deutschen Aktienmarkt zu Beginn der zweitägigen Fed-Sitzung in Washington.
Der Dax am Dienstag: So lief es am deutschen Aktienmarkt zu Beginn der zweitägigen Fed-Sitzung in Washington.(Foto: REUTERS)

Dax dürfte unsicher starten

Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger auf einen leicht unterkühlten Auftakt einstellen.

  • Der Leitindex Dax wird auf Teleboerse.de zum Xetra-Start bei 13.157,50 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer 0,5 Prozent fester bei 13.183,53 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Die Vorgaben aus Übersee fallen im Vorfeld des US-Zinsentscheids durchwachsen aus: Der Nikkei-Index liegt kurz vor Handelsschluss 0,4 Prozent im Minus. An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index am späten Vorabend 0,5 Prozent im Plus bei 24.504,80 Punkten geschlossen.

Zahlen gibt es Morgen unter anderem von Tui, Wirecard und Aurubis. Auf der Konjunkturagenda stehen Inflationsdaten aus Deutschland, sowie ein Einkaufsmanagerindex der Eurozone, Daten zur europäischen Industrieproduktion und die Verbraucherpreise aus den USA.

06:43 Uhr
Der Markt geht von einem Zinsschritt von 0,25 Prozent nach oben aus: Alles andere dürfte den Kurs von Euro und Dollar kräftig bewegen.
Der Markt geht von einem Zinsschritt von 0,25 Prozent nach oben aus: Alles andere dürfte den Kurs von Euro und Dollar kräftig bewegen.(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Euro geht in Startposition

Im Devisenhandel fiebern Analysten der wohl größten Weichenstellung vor dem Jahresende entgegen. Mitte der Woche endet die zweitägige Zinssitzung der US-Notenbank Fed.

  • Die scheidende Währungshüterin Janet Yellen wird das weitere Vorgehen kurz nach dem Zinsentscheid gegen 20.00 Uhr (MEZ) erläutern.
  • Vor diesem Hintergrund verharrt der Euro in Lauerstellung. Der Kurs der Gemeinschaftswährung notiert am frühen Morgen bei 1,1757 Dollar und damit knapp 0,2 Prozent über seinem Vorabendniveau.
  • Im fernöstlichen Devisenhandel hielt sich der Euro ebenfalls weitgehend stabil: Ein Euro wurde in Tokio im Schnitt mit 1,1742 Dollar bewertet. Der Dollar wurde mit 113,48 Yen gehandelt.

Fed-Chefin Yellen ist nur noch wenige Wochen im Amt: Bis Februar 2018 soll die oberste Währungshüterin der USA bisherigen Planungen zufolge ihren Posten an ihren designierten Nachfolger Jerome Powell übergeben.

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06:28 Uhr
Wie viele Zinsschritte plant die Fed? In Tokio richten sich alle Augen auf die US-Notenbank.
Wie viele Zinsschritte plant die Fed? In Tokio richten sich alle Augen auf die US-Notenbank.(Foto: REUTERS)

Nikkei zieht vor der Fed den Kopf ein

Dünnes Minus in Fernost: Im japanischen Aktienhandel zeigen die Trendpfeile zur Wochenmitte nach unten.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag zum Ende des Vormittagshandels 0,2 Prozent im Minus bei 22.816 Punkten.
  • Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,05 Prozent auf 1814 Zähler.
  • Voll im Vordergrund steht an den asiatischen Märkten die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Die zweitägige Sitzung endet erst am Mittwochabend. Eine Zinserhöhung um einen Viertel Prozentpunkt gilt als so gut wie sicher. Die Fed wird die Entscheidung wie üblich gegen 20.00 Uhr (MEZ) bekanntgeben.
06:00 Uhr