Mittwoch, 12. Juni 2019: bei n-tv

Heute mit Kai Stoppel

17:45 Uhr

Gewinnmitnahmen verhageln Dax den Tag

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Der Dax gibt zur Wochenmitte einen Teil seiner Vortagsgewinne wieder ab. Am Ende notiert er 0,3 Prozent leichter bei 12.116 Punkten. Händler sprechen von ersten Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally.

Im Fokus steht erneut der Handelskonflikt. "Wir werden einen großen Deal haben oder gar keinen", so US-Präsident Donald Trump zum Handelsstreit mit China. "Donald Trump versucht, Druck auf China aufzubauen", so Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners. Trump wolle zwar einen Deal, aber nur zu seinen Bedingungen, sagt er. Es sei jedoch zweifelhaft, ob sich China darauf einlasse.

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Am deutschen Aktienmarkt sorgen vor allem Axel Springer für Furore. Die Aktie schießt vor der erwarteten Übernahme im MDax um 11,5 Prozent in die Höhe. Die Beteiligungsgesellschaft KKR bietet den Anteilseignern von Axel Springer 63 Euro je Aktie.

Im Dax sind Henkel die großen Gewinner und legen 2,7 Prozent zu. Auch Beiersdorf landen mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent weit oben. Weniger gut läuft es für die Aktien von Fresenius und die Tochter FMC, die beiden etwa drei Prozent verlieren und damit das Ende vom Dax bilden.

17:24 Uhr

US-Ölförderung mit größtem Anstieg "aller Zeiten"

Die tägliche Förderung von Erdöl hat in den USA im vergangenen Jahr massiv zugenommen. Laut der jährlichen Studie von BP, dem "Statistical Review of World Energy", legte 2018 die tägliche Fördermenge um 2,2 Millionen Barrel zu.

Das sei der "größte jährliche Anstieg eines einzelnen Landes aller Zeiten", heißt es in der BP-Studie. Das Wachstum wurde vor allem durch das Permian Basin, ein gewaltiges Ölfeld in Texas erzielt. Es ist fast identisch mit dem gesamten globalen Wachstum der Ölrproduktion.

16:31 Uhr
16:01 Uhr

"Atmosphäre ist vergiftet" - US-Techaktien unter Druck

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Die Furcht vor einer Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China belastet auch die US-Börsen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte zeigt sich zu Beginn kaum verändert bei 26.054 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 notiert 0,1 Prozent fester bei 2887 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verliert 0,1 Prozent auf 7812 Punkte.

Knapp drei Wochen vor dem erwarteten Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping sind die Aussichten auf einen Durchbruch in dem Handelsstreit gering. "Die Atmosphäre ist vergiftet", sagt ein hochrangiger westlicher Diplomat aus Peking. Beide Länder haben sich mit Strafzöllen überzogen.

Unter Druck geraten die Aktien von Chipherstellern und Halbleiterzulieferern, die einen großen Anteil ihres Umsatzes in China erwirtschaften. Die Aktien von Micron Technology geben 2,4 Prozent nach, die Papiere von Nvidia 1,2 Prozent, die Anteilsscheine von Applied Materials drei Prozent.

15:26 Uhr

VW treibt Pläne für Batterie-Fabrik voran

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Volkswagen treibt die Pläne für den Bau einer Batteriezellfabrik im niedersächsischen Salzgitter voran. Die Wolfsburger kündigten an, sich mit 20 Prozent an ihrem schwedischen Partner Northvolt zu beteiligen. Im Laufe des Jahres solle ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau für eine Fabrik für Akkus mit einer Jahreskapazität von 16 Gigawatt-Stunden gegründet werden.

Der Bau solle frühestens 2020 beginnen, sofern alle notwendigen Rahmenbedingungen erfüllt seien. Die Batteriezellproduktion solle um den Jahreswechsel 2023/2024 beginnen. Die Investition von knapp einer Milliarde Euro für den Einstieg in die erste Batteriezellfertigung in Deutschland hatte der VW-Aufsichtsrat bereits im Mai freigegeben.

Volkswagen startet im Herbst mit der Produktion von E-Autos der neuen ID-Modellfamilie und will den Ausstoß in den nächsten Jahren steigern. Dazu werden große Mengen an Batteriezellen benötigt, die der Konzern bisher von asiatischen Lieferanten bezieht.

14:57 Uhr

Instagram lässt Fake-Video über Zuckerberg online

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Ein auf Instagram veröffentlichtes Video von Mark Zuckerberg könnte Menschen beim ersten Eindruck beänstigen. Der Facebook-Chef sitzt in einem Büro und erzählt scheinbar offenherzig: "Stellt euch das eine Sekunde lang vor: Ein Mann mit totaler Kontrolle über Milliarden gestohlener Daten über Menschen, alle ihre Geheimnisse, ihre Leben, ihre Zukunft."

Doch das Ganze ist ein Fake - ein Machwerk des britischen Künstlers Bill Posters im Rahmen seines Projekts Spectre über den gefährlichen Einfluss neuer Technologien und sozialer Netzwerke im Internet. Durch den Hashtags #deepfake wird deutlich, dass es sich um eine Fälschung handelt.

Das Pikante: Instagram gehört zu Facebook. Es wäre also ein Leichtes, das Video zu löschen, um den Chef vor schlechter Publicity zu schützen. Allerdings verweigert der Online-Bilderdienst seinem Eigentümer eine Vorzugsbehandlung. "Wir werden mit diesem Beitrag genauso umgehen wie mit sämtlichen Falschinformationen in Instagram", erklärte ein Sprecher des US-Unternehmens.

14:27 Uhr

Türkische Notenbank verschafft Lira Atempause

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Die türkische Lira wird erneut von der türkischen Notenbank gestützt – denn diese hält an ihrer straffen Geldpolitik fest. Die Entscheidung sorgte dafür, dass die Landeswährung der Türkei ihre vorherigen Kursverluste zum Dollar wieder wettmachte. Ein Dollar kostete nach der Zinsentscheidung mit 5,8 Lira etwa so viel wie gestern.  

Die Notenbanker beließen den Leitzins bei 24 Prozent - damit gehört er weiterhin zu den höchsten weltweit. Volkswirte hatten mit einer derartigen Entscheidung gerechnet. Zugleich kündigte die Zentralbank an, bei ihrer Haltung zu bleiben, um den Rückgang der Teuerungsraten zu unterstützen.

"Die Entwicklungen der Inlandsnachfrage und die straffe Geldpolitik unterstützen die Disinflation", erklärten die Währungshüter. Im Mai legten die Verbraucherpreise um 18,71 Prozent zu verglichen mit dem Vorjahr - im Oktober waren es noch mehr als 25 Prozent.

Die türkische Lira hat seit Ende 2017 mehr als ein Drittel ihres Wertes zum Dollar verloren.
Die türkische Lira hat seit Ende 2017 mehr als ein Drittel ihres Wertes zum Dollar verloren.(Foto: picture alliance/dpa)

 

13:42 Uhr

Kritik an Euro-"Abwertung" - Brüssel belehrt Trump

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Die EU-Kommission hat Kritik von US-Präsident Donald Trump an einer angeblichen Abwertung des Euro zurückgewiesen – und nebenbei dem Staatschef die Funktionsweise des Marktes erläutert. Dieser Begriff passe nicht, sagte Vizepräsident Valdis Dombrovskis in Brüssel. Die Zinspolitik der Zentralbanken trage zwar zu den Kursen bei, aber: "Am Ende des Tages wird der Wechselkurs von den Marktteilnehmern bestimmt."

Trump hatte auf Twitter auf die vielen Touristen in Europa verwiesen und dies auf den starken Dollar zurückgeführt: "Dies liegt daran, dass der Euro und andere Währungen gegenüber dem Dollar abgewertet werden, was die USA stark benachteiligt", schrieb der US-Präsident. Hauptziel seiner Kritik war dabei die US-Notenbank Fed. Die sei schuld am starken Dollar. "Sie haben keine Ahnung", schrieb Trump.

12:17 Uhr

Studie: Autoindustrie weltweit steht vor tiefer Krise

Die Autoindustrie steht einer Studie zufolge weltweit vor einer tiefgreifenden Krise. Grund seien Absatzrückgänge in nahezu allen wichtigen Märkten, schreibt das CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen in seiner jüngsten Analyse der Verkaufszahlen bis einschließlich Mai. Danach könnte im laufenden Jahr der globale Absatz neuer Autos um gut 5 Prozent auf 79,5 Millionen Stück sinken - ein derart starker Einbruch war nicht einmal nach der Finanzkrise 2008 beobachtet worden.

Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer nannte die vom US-Präsidenten Donald Trump ausgelösten Zollkriege und Sanktionen als wichtigsten Grund für die Krise. Die größten Sorgen bereite der chinesische Markt, auf dem die Verkaufszahlen seit mittlerweile zwölf Monaten unter denen der jeweiligen Vorjahreszeiträume lägen.

Der Autoindustrie werde durch die politisch-konjunkturell ausgelöste Krise wesentlich Ertrag und Liquidität entzogen, erklärte Dudenhöffer. Die Industrie schalte daher in einen Krisenmodus. Die politischen Vorgaben zum Umstieg auf Elektroautos verstärke den Druck auf die Unternehmen.

Zu dem Thema: Autobauer kommen in China nicht in die Spur

(Foto: imago images / VCG)

11:37 Uhr

Boeing schon zwei Monate ohne neue Aufträge

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Im gesamten Mai 2019 verzeichnet der US-Flugzeugbauer Boeing keinen einzigen neuen Auftrag für kommerzielle Flugzeuge, berichtet CNN. Es ist damit der zweite Monat in Folge ohne Aufträge - ausgelöst auch von den Problemen mit dem Modell 737 Max.

Für die Boeing 737 Max war im März ein weltweites Flugverbot verhängt worden, nachdem innerhalb von fünf Monaten zwei dieser Flugzeuge unter ähnlichen Umständen abgestürzt waren. Bei den Unglücken im Oktober in Indonesien und im März in Äthiopien kamen insgesamt 346 Menschen ums Leben. Vermutet wird ein Problem beim Stabilisierungssystem MCAS.

Allerdings dürfte das Flugverbot nicht der einzige Grund für die fehlenden Aufträge sein: Weltweit existieren bereits 5000 Bestellungen für das Modell 737 Max - zusätzlicher Bedarf besteht bei den Airlines derzeit daher nicht. Zudem ist der Monat Mai traditionell ein schwächerer Monat was Bestellungen bei Flugzeugbauern angeht, so auch bei Airbus.

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10:52 Uhr

Großstadt in den USA verklagt Dax-Konzern

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Die US-Großstadt Jackson hat Dax-Konzern Siemens auf Schadensersatz in Höhe von 225 Millionen US-Dollar verklagt. Der Grund: Ein von Siemens installiertes System zur Erfassung und Abrechnung des Wasserverbrauchs soll versagt hat. Jackson ist die Hauptstadt und mit etwa 170.000 Einwohnern auch größte Stadt des US-Bundesstaates Mississippi.

Versprochene Einsparungen aus dem neuen Wassersystem habe es nicht gegeben, heißt es in der Klageschrift der Anwaltskanzlei Lightfoot, Franklin & White. Siemens habe für wesentliche Teile des Projekts unqualifizierte Auftragnehmer eingesetzt. Außerdem: Das neue Abrechnungssystem habe bei einigen Bürgern zu hohe Rechnungen abgebucht, während andere überhaupt nicht belastet worden seien.

Der Siemens-Auftrag aus dem Jahr 2012 hatte ein Volumen von 91 Millionen Dollar. Siemens äußerte sich enttäuscht, dass die Stadt den Klageweg beschritten hat.

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10:11 Uhr

Handelszoff - Merz gibt Tipp für Umgang mit Trump

Steht er auf klare Ansagen? US-Präsident Donald Trump.
Steht er auf klare Ansagen? US-Präsident Donald Trump.(Foto: imago images / Xinhua)

Wie sollen Deutschland und Europa auf die Drohungen aus den USA in Sachen Handel reagieren? CDU-Politiker Friedrich Merz rät: mit Entschlossenheit. Die US-Administration unter Präsident Donald Trump verstehe eine klare Sprache, wenn es um Unstimmigkeiten in Handelsfragen gehe, so Merz auf einer Konferenz der Atlantik-Brücke.

Eine angemessene Antwort sei eine klare Aussage von den 28 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, dass es als Reaktion auf amerikanische Zölle auch Gegenmaßnahme aus Europa geben werde. "Die Sprache wird in Washington verstanden", erklärte Merz.

Die USA haben mit Zöllen auf europäische Automobilimporte gedroht. Darunter würde besonders Deutschland leiden.  

09:45 Uhr

Verlockendes Angebot - Springer-Aktie im Höhenrausch

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Bei den Unternehmen stechen Axel Springer mit einem Kursplus von 13 Prozent auf 63,30 Euro heraus. Sie sind damit Spitzenreiter im MDax. Der US-Finanzinvestor KKR steigt bei dem Verlagshaus ein und legt den ausstehenden Aktionären ein Übernahmeangebot von 63 Euro je Aktie vor.

Großaktionärin Friede Springer und Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner behalten den Angaben zufolge ihre Anteile. Friede Springer, Witwe des Gründers Axel Springer, hält insgesamt 42,6 Prozent der Anteile, der Vorstandsvorsitzende Döpfner 2,8 Prozent. Beide und KKR wollen demnach künftig ihr Verhalten abstimmen und ihre Stimmrechte gemeinsam ausüben.

"Axel Springer profitiert von einem neuem strategischen und finanziellen Partner, der das langfristige Wachstum und die Investitionsstrategie unterstützt", hieß es in der Pressemitteilung. Wegen der Investitionen in das künftige Wachstum senkte Springer heute allerdings seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr.

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09:23 Uhr

Dax-Anleger machen jüngste Gewinne zu Geld

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Was tun Anleger, wenn der Aktienmarkt zuletzt gut gelaufen, aber eine weiterer Anstieg unsicher ist? Sie machen ihre Aktien zu Bargeld. In der Börsensprache sagt man: Sie nehmen Gewinne mit. Und das tun sich auch am deutschen Aktienmarkt. Der Dax verliert zu Handelsbeginn 0,5 Prozent auf 12.095 Punkte, nachdem ein gestern ein knappes Prozent zugelegt hatte.

Von den Zahlen zu den Verbraucherpreisen in den USA (14.30 Uhr MESZ) erhoffen sich Börsianer Rückschlüsse auf den Zeitpunkt einer möglicher Zinssenkung der Notenbank Federal Reserve. Experten rechnen mit einem Anstieg der Teuerung im Monatsvergleich um 0,1 Prozent.

Daneben bereitete Investoren - natürlich - der Zollstreit zwischen den USA und China erneut Kopfzerbrechen. US-Handelsminister Wilbur Ross dämpfte Hoffnungen auf eine baldige Entspannung. Er erwarte keinen Durchbruch beim G20-Gipfel Ende Juni.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:57 Uhr

Zollstreit lässt Anleger in Asien zaudern

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Der Zollstreit zwischen den USA und China hat auch die Märkte in Fernost im Griff: Aus Furcht vor einer Eskalation und einer Abkühlung der Konjunktur ziehen sich die Anleger dort zurück. Der japanische Nikkei-Index verliert zur Wochenmitte 0,2 Prozent auf 21.153 Punkte.

Zu den größten Verlierern in Tokio gehörte der Technologiekonzern Softbank. Die Aktien fallen um 2,2 Prozent, nachdem mehrere US-Bundesstaaten Klage gegen die geplante Fusion der US-Mobilfunktochter Sprint mit T-Mobile US eingereicht haben.

Die Börse im chinesischen Shanghai büßt 0,5 Prozent auf 2911 Zähler ein. Der Hongkonger Leitindex rutscht angesichts der anhaltenden Proteste gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz sogar um 1,7 Prozent ab.  

08:47 Uhr

Ölpreise geben deutlich nach

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Die Ölpreise sind deutlich gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,16 US-Dollar. Das waren 1,13 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,02 Dollar auf 52,25 Dollar.

Marktbeobachter erklärten den Rückgang der Ölpreise mit Hinweisen auf steigende Ölreserven in den USA. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Zuwachs der Lagerbestände an Rohöl um 4,85 Millionen Barrel verzeichnet hat. Steigende Ölreserven können auf ein hohes Angebot oder eine zu schwache Nachfrage hindeuten und belasten in der Regel die Ölpreise. Heute Nachmittag soll die US-Regierung die offiziellen Daten zu den amerikanischen Lagerbeständen veröffentlichen. Die Kennzahlen werden am Markt stark beachtet. Erwartet wurde ein Rückgang der Ölreserven um 1,0 Millionen Barrel.

08:21 Uhr

US-Konjunkturdaten dürften Dax beeindrucken

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In Erwartung neuer US-Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Dienstag hatte er 0,9 Prozent im Plus bei 12.155,81 Punkten geschlossen. Börsianer warten gespannt auf Zahlen zur Entwicklung der US-Verbraucherpreise. Sollten sie nur leicht steigen, könnte dies den Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Notenbank Fed neue Nahrung geben. Experten rechnen im Monatsvergleich mit einer Teuerung von 0,1 Prozent.

Der Medienkonzern Axel Springer will sich unterdessen wie erwartet den US-Finanzinvestor KKR an Bord holen. Die Amerikaner legen ein Übernahmeangebot vor und wollen zusammen mit der Großaktionärin Friede Springer und dem Vorstandschef Mathias Döpfner die Gesellschaft kontrollieren, wie die Parteien in Berlin und Luxemburg mitteilten. Beide wollen mit KKR "zukünftig ihr Verhalten in Bezug auf die Gesellschaft abstimmen und ihre Stimmrechte gemeinsam ausüben", wie es in der Mitteilung weiter heißt. KKR strebt eine Mindestannahmequote von 20 Prozent an und bietet 63 Euro je Springer-Aktie in bar.

07:53 Uhr

Türkische Lira mit Kursverlusten - Euro legt leicht zu

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Der Euro hat an die Kursgewinne der vergangenen Handelstage angeknüpft und weiter leicht zugelegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1334 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1320 (Montag: 1,1301) Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einer Dollar-Schwäche, die dem Euro im Gegenzug Auftrieb verlieh. Zum Yen bewegte sich die US-Währung mit 108,44 Yen kaum. Ursache für die jüngsten Schwankungen sind Spekulationen auf eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed. Im weiteren Handelsverlauf könnten Daten zur Preisentwicklung in den USA für neue Impulse am Devisenmarkt sorgen. Auf dem Programm stehen Inflationsdaten für Mai.

Leichte Kursverluste gab es am Morgen bei der türkischen Lira. Anleger warten auf eine Zinsentscheidung der türkischen Notenbank am frühen Nachmittag. Analysten gehen davon aus, dass die Zentralbank den türkischen Leitzins unverändert bei 24,0 Prozent belassen wird.

07:26 Uhr

Trump verunsichert asiatische Anleger

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Uneinheitlich zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien. Eine Ausnahme macht Hongkong, wo es für den HSI steil bergab geht um 1,6 Prozent vor dem Hintergrund von neuerlichen Massenprotesten gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz. An den übrigen Plätzen herrscht eine Art Verschnaufpause nach den jüngsten Gewinnen und nachdem die Indizes an der Wall Street ihre Gewinnserie am Dienstag mit kleinen Verlusten beendet haben.

Die Tokioter Börse bewegt sich kaum. Der Nikkei der 225 führenden Werte verlor bis zum späten Vormittag 0,1 Prozentpunkte und lag bei 21.180 Punkten. US-Präsident Donald Trump habe den japanischen Aktienmarkt mit Äußerungen zu den Handelskonflikten der USA verunsichert, sagten Marktteilnehmer. Im Zweifel würde er auf einen Deal mit China verzichten, sollte China nicht auf bereits vereinbarte Positionen zurückkehren. "Wir werden einen großen Deal haben oder gar keinen", so Trump zu Reportern.

In Sydney geht es nach dem kräftigen Vortagesplus noch ein wenig weiter nach oben. Seoul tendiert dagegen knapp behauptet und in Shanghai kommt der Composite-Index nach dem Kursfeuerwerk vom Dienstag um gut ein halbes Prozent zurück.

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06:43 Uhr

Allianz zwischen Renault und Nissan bröckelt

Zwischen den Partnern Renault und Nissan Motor brechen einem Insider zufolge Spannungen auf. Renaults jüngster Vorstoß, den geplanten Umbau der Nissan-Führungsstruktur auf der Hauptversammlung Ende Juni zu blockieren, habe die seit zwei Jahrzehnten bestehende Allianz in Gefahr gebracht, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Renault müsse sehr vorsichtig sei, um nicht das japanische Volk und die Aktionäre zu verärgern.

Trotz gegenteiliger Worte versuchten die Franzosen derzeit, die Allianz zu zerstören. Renault war vor Kurzem auf Konfrontationskurs zu seinem langjährigen Partner Nissan gegangen. In einem vom Renault-Vorsitzenden Jean-Dominique Senard unterzeichneten Brief deuteten die Franzosen an, sie könnten mit ihrem Aktienpaket von 43,4 Prozent den seit Langem geplanten Umbau der Nissan-Führungsstruktur auf der Hauptversammlung Ende Juni blockieren.

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06:30 Uhr