Donnerstag, 07. Dezember 2017: Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel

17:46 Uhr

Dax steigt wieder über 13.000 Punkte

Ja, den Dax gibt es auch noch - hätte man fast vergessen bei all dem Bitcoin-Hype. Aber es geht doch nichts über solides Investment in echte Werte, stimmt's Warren?

Zwar legt der deutsche Leitindex bis zum Handelsende nicht um 30 Prozent Prozent zu wie der Kurs der Krypto-Währung. Aber am Schluss steht immerhin ein Aufschlag von 0,4 Prozent, womit der Dax wieder über der 13.000er-Marke aus dem Handel geht: 13.045 Punkte.

Chart

Marktteilnehmer sprechen jedoch von einem insgesamt ruhigen Handel. Die seit über zwei Wochen verlaufende Seitwärtsbewegung setzt sich damit fort. Viele Teilnehmer warten bereits auf Impulse vom US-Arbeitsmarktbericht für November und neuen Handelsdaten aus China, die beide am Freitag bekannt gegeben werden.

Die stärkste Aktie im Dax ist erneut ProSiebenSat.1, die 3,1 Prozent zulegt. Schlusslicht sind BASF mit einem Minus von 0,9 Prozent.

Ich darf mich von Ihnen für heute von diesem "Börsen-Tag" verabschieden und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend. Ihr Kai Stoppel.

17:33 Uhr

Wie entfesselt - Bitcoin auf dem Weg zu 20.000 Dollar

Man kommt gar nicht mehr hinterher, die Rekordmarken des Bitcoin an diesem Tag aufzulisten: 14.000 Dollar, 15.0000 Dollar, 16.000 Dollar, laut Coinmarketcap.com war der jüngste Stand fast 17.000 Dollar. Auf lokalen Handelsplätzen in Südkorea soll der Kurs sogar bereits auf 19.000 Dollar gestiegen sein, berichtet Mashable.

Und ein Ende scheint nicht in Sicht.

 

16:43 Uhr
16:12 Uhr

VW platziert Anleihen über zwei Milliarden Euro

Chart

Der Autokonzern Volkswagen hat über seine Volkswagen Bank drei Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 2 Milliarden Euro platziert. Das Interesse der Investoren habe bei über 7 Milliarden Euro gelegen, teilte Volkswagen Financial Services mit.

Die Emission ist die dritte von VW Finanzdienstleistungen in diesem Jahr und die erste der Volkswagen Bank GmbH seit August 2014. Die Emission sei weit überwiegend in Europa platziert worden. Etwa ein Drittel der Investoren kam aus Großbritannien und Irland, rund 30 Prozent der Investoren aus Deutschland, wie das Unternehmen mitteilte.

15:50 Uhr

Anleger setzen auf einen Yoga-Boom

(Foto: imago/ZUMA Press)

Was ist das nächste große Ding an der Börse? Yoga? Hm. Vielleicht nicht das GANZ große Ding, aber einige Anleger scheinen auf einen kleinen Yoga-Boom zu hoffen - und kaufen Aktien aus der Branche.

Yoga-Aktien gibt es aber nicht direkt, dafür jedoch Aktien von Unternehmen, die mit Yoga-Fans ihr Geld verdienen - zum Beispiel Händler für Yogabekleidung. Lululemon Athletica ist so einer. Und dessen in den USA schießen bereits vorbörslich um acht Prozent in die Höhe. Auslöser ist Lululemons zuversichtliche Prognose für das Weihnachtsgeschäft.

In den vergangenen zwölf Monaten haben die Titel 18 Prozent gewonnen. Die Aktien von Adidas stiegen im selben Zeitraum sogar um 27 Prozent, die des US-Rivalen Nike um knapp 19 Prozent.

15:35 Uhr

US-Haushaltsstreit bremst Wall Street

Chart

An der Wall Street finden die Kurse zunächst keine klare Richtung. Zwar rechnen die Anleger weiter mit baldigen Steuersenkungen für Unternehmen. Doch drückt der Streit um die Schuldenobergrenze bei den öffentlichen Ausgaben der US-Regierung die Stimmung. Zudem halten sich viele Anleger mit Blick auf die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag zurück.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P500 pendeln wenig verändert um ihre Schlusskurse vom Mittwoch von 24.140 und 2629 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq steigt um 0,2 Prozent auf 6790 Punkte.

15:20 Uhr

British Airways: Air-Berlin-Tochter "nicht mehr attraktiv"

Chart

Ich wäre ja empört, wenn jemand meine Tochter als "nicht mehr attraktiv" bezeichnen würde (vorausgesetzt ich hätte eine). Aber in der Welt der Wirtschaft ist keine Platz für derartige Befindlichkeiten:

British Airways hat einem Insider zufolge kein Interesse mehr an einer Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki - der Mutterkonzern IAG habe abgesagt, weil ein Deal nicht mehr attraktiv sei.

Eigentlich wollte Lufthansa Niki übernehmen, doch es zeichnet sich ein Veto der EU-Kommission ab. Daher hatte es zuletzt auch Übernahmegespräche mit British Airways und der Thomas-Cook-Tochter Condor gegeben, sagte der Insider.

14:38 Uhr

EZB gerät in Strudel von Steinhoff-Crash

Chart

Die Kursturbulenzen beim im MDax gelisteten Möbelkonzern Steinhoff gehen auch an der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht spurlos vorüber. Denn die Währungshüter sitzen auf Steinhoff-Anleihen, die sie im Rahmen ihres Wertpapier-Kaufprogramms erworben haben.

Steinhoff-Aktien seit gestern mehr als 80 Prozent an Wert eingebüßt. Die von den Euro-Wächtern gehaltene Steinhoff-Anleihe mit Laufzeit bis 2025 reagierte ebenso heftig: Binnen weniger Tage vervierfachte sich hier die Rendite von 3,5 auf fast zwölf Prozent - ein Zeichen dafür, dass sich das Ausfallrisiko deutlich erhöht.

(Foto: dpa)

 

14:20 Uhr

Australische Börse rüstet auf Blockchain-Technologie um

(Foto: imago/Xinhua)

Als einer der weltweit ersten, großen Börsenbetreiber will der australische ASX-Konzern künftig Wertpapiere über die Blockchain abwickeln. Ziel der neuen Technologie sei, Transaktionen zu vereinfachen und Kosten für Kunden zu senken, sagt ASX-Chef Dominic Stevens.

In dieser Technologie, auf der Kryptowährungen wie Bitcoin basieren, werden anonym sämtliche Informationen verschlüsselt gespeichert. Jeder Nutzer verwaltet eine Kopie der Datenbank, wodurch Manipulationen nach Meinung von Experten praktisch unmöglich sind.

13:44 Uhr

Südkorea ist Epizentrum des Bitcoin-Fiebers

Auf dem südlichen Teil der Koreanischen Halbinsel befindet sich das Auge der Mittelpunkt der Bitcoin-Party: In den vergangenen 24 Stunden wurden von Südkorea aus rund 20 Prozent des globalen Bitcoin-Handels getätigt, jedenfalls laut dem Krypto-Währungs-Portal Coinmarketcap.com. Gleichzeitig hat das Land einen Anteil von gerade mal 1,9 Prozent an der globalen Wirtschaftsleistung.

 

13:16 Uhr

Boom ebbt ab - Deutsche Fintechs haben "Geld-Probleme"

Die Fintech-Branche in Deutschland hat es nicht leicht: Junge Finanz-Unternehmen kommen laut einer Studie hierzulande nach wie schwer an Geld von Investoren. Wie aus einer Untersuchung der Beratungsfirma Barkow Consulting hervorgeht, flossen im zu Ende gehenden Jahr 700 Millionen Dollar (umgerechnet 591 Millionen Euro) in deutsche Fintechs.

Zum Vergleich:  Britische Finanz-Startups konnten sich über einen Geldsegen von rund 1,7 Milliarden Dollar freuen. Sie liegen damit aber immer noch weit abgeschlagen hinter den USA mit 6,7 Milliarden Dollar.

Womöglich auch deshalb ebbt der Fintech-Boom hierzulande zuletzt deutlich ab: Wurden 2015 noch gut 140 Finanz-Startups gegründet und im vergangenen Jahr stolze 170, wurden bis Ende des dritten Quartals erst 30 Neugründungen bekannt.  

12:53 Uhr

Europa-League-Einzug lässt BVB-Aktie steigen

Chart

Ohne Sieg und mit gerade mal zwei Punkten aus der Gruppenphase der Champions League gelingt Borussia Dortmund als Gruppendritter der Einzug in die Europa League - das überrascht auch die Anleger positiv: Die Titel des Fußballvereins legen um 4,3 Prozent auf 6,16 Euro zu und zählen zu den größten Gewinnern im Kleinwertesegment SDax.

Zwar kassierten die Schwarz-Gelben am Mittwoch gegen Real Madrid mit 2:3 erneut eine Niederlage. Aber: "Das Spiel war ganz gut und hat damit Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Mannschaft gebracht", kommentiert ein Händler.

Video

 

12:30 Uhr

Wall Street trotz Risiken leicht im Plus erwartet

Die Wall Street könnte nach der Stabilisierung am Vortag nun wieder leicht in den Vorwärtsgang schalten – jedenfalls deutet der Future auf den S&P-500 auf eine gute behauptete Eröffnung hin.

Doch im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts für November am Freitag dürften sich die Anleger eher an der Seitenlinie halten. Zudem droht erneut die Stilllegung der Regierungsinstitutionen wegen fehlender Haushaltsmittel, vor der US-Präsident Donald Trump am Mittwoch explizit gewarnt hatte. Dazu kommen die Unsicherheiten im Nahen Osten, nachdem die US-Regierung Jerusalem am Vortag als Hauptstadt von Israel anerkannt hatte.

12:14 Uhr

Ford plant riesigen Auto-Verkaufsautomaten in China

Chart

Autobauer Ford setzt verstärkt auf den Online-Handel - jedenfalls in China, wie Insider berichten. So weit, so unspektakulär. Wesentlich erstaunlicher ist hingegen, wie Ford seine Autos an die chinesischen Käufer auszuliefern gedenkt: Geplant ist nämlich unter anderem ein riesiger Verkaufsautomat in Form eines mehrstöckigen Parkhauses.

Dort können Kunden per Smartphone bereitstehende Autos zum Kauf oder für eine Probefahrt auswählen. Die Zahlung wird nach Prüfung der Bonität über das Alibaba-System Alipay in Raten abgewickelt.

Die Aktien des chinesischen Internethändlers steigen im vorbörslichen US-Handel um 1,6 Prozent. Ford liegen ebenfalls leicht im Plus.

11:50 Uhr

Rekord-Kurssprung für "Age of Lords"-Entwickler

(Foto: ERepublik)

Die Übernahme des deutschen Rivalen Goodgame beschert dem schwedischen Handyspiel-Entwickler Stillfront den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien steigen in Stockholm um bis zu 37 Prozent auf ein Rekordhoch von 188 Kronen. Dabei wechselten in der ersten Handelsstunde bereits fast vier Mal so viele Stillfront-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Der Anbieter von "Age of Lords" kauft Goodgame für 270 Millionen Euro. Der deutsche Entwickler von "Empire - Four Kingdoms" werde den operativen Gewinn des Gesamtkonzerns 2018 voraussichtlich um 25 bis 30 Millionen Euro steigern.

11:23 Uhr

Eurozone: Konsum und Investitionen tragen Wachstum

Die Wirtschaft der Eurozone ist im dritten Quartal weiter solide und weitgehend wie erwartet gewachsen. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 0,6 Prozent höher als im zweiten Quartal. Im Vergleich zum Vorjahresabschnitt lag das BIP 2,6 Prozent höher - 0,1 Prozentpunkt besser als erwartet.

Getragen wurde das Wachstum von Juli bis September vor allem von den privaten Konsumausgaben und den Investitionen der Unternehmen.

 

11:07 Uhr

Hacker erbeuten fast 70 Millionen Dollar in Bitcoins

(Foto: picture alliance / Monika Skolim)

Stemmeisen adieu - Diebe und Einbrecher im 21. Jahrhundert sehen so aus: Sie sitzen vor Computern, knacken ein paar Passwörter und sind nach kurzer Zeit mehrere Millionen reicher.

Ihr jüngstes Opfer ist die Online-Börse NiceHash. Der slowenischen Handelsplattform für Cyber-Währungen wurden nach eigenen Angaben etwa 4700 Bitcoins von Hackern gestohlen. Zum aktuellen Kurs beläuft sich der Wert der Beute auf 68 Millionen Dollar. NiceHash sprach von einem "hochprofessionellen Angriff".

Unbeeindruckt davon geht der Höhenflug von Bitcoin weiter. Die Cyber-Devise verteuert sich um elf Prozent auf 14.643 Dollar. Update: Mittlerweile kostet ein Bitcoin sogar mehr als 15.000 Dollar.

10:43 Uhr

Inflationsangst treibt Immobilienindex auf Rekordhochs

Chart

Während der Aktienmarkt insgesamt zuletzt ins Wanken gerät und von teils heftigen Gewinnmitnahmen geplagt wird, setzen bestimmte Anlagen seelenruhig weiter ihren Aufstieg fort: Immobilienaktien. Der im Dax gelistete Immobilienkonzern Vonovia springt um 1,0 Prozent an auf ein neues Allzeithoch, auch Deutsche Wohnen im MDax liegen nah am Rekordwert.

Der auch als "Bond-Proxy" - also eine Art Abbildung des stabilen Marktes für Anleihen -  betrachtete Immobilien-Index RX Real Estate Index der Deutschen Börse bricht nach oben aus. "Das spiegelt die zunehmenden Sorgen vor höheren als bisher erwarteten Inflationserwartungen", sagt ein Händler. Dazu kämen starke Umschichtungen von Anlegern aus Aktien mit einem hohen Momentum in solche, die nur geringe Schwankungen aufweisen.

10:03 Uhr

Minus 34 Prozent - Steinhoff-Massaker geht weiter

Chart

Im MDax geht das Drama weiter: Nachdem die Aktie des deutsch-südafrikanischen Einzelhandelsriesen Steinhoff wegen angeblicher Bilanzfälschungen bereits am Mittwoch mehr als 63 Prozent eingebrochen ist, hätte man meinen können, dass es tiefer nicht mehr geht.

Weit gefehlt: Am Morgen rutscht der ohnehin niedrige Kurs um weitere 34 Prozent ab und fällt bis auf 0,72 Euro. Das ist fast nur noch ein Zehntel des Wertes von Sommer 2016. Allerdings gibt es Hoffnung: Der Betreiber der "Poco"-Möbelhäuser kündigte inzwischen an, zur Verbesserung seiner Liquidität Geschäftsteile zu verkaufen.

Zur Aufpolsterung seiner Liquidität will Steinhoff bestimmte Randgeschäfte veräußern.
Zur Aufpolsterung seiner Liquidität will Steinhoff bestimmte Randgeschäfte veräußern.(Foto: imago/Rust)

 

09:30 Uhr

Wahnsinn hält an - Bitcoin 14.000 Dollar wert

Chart

'Irgendwann muss das doch ein Ende haben!?', denkt sich der geneigte Marktbeobachter bereits seit Tagen, wenn nicht gar Wochen, mit Blick auf den rasanten Aufstieg des Bitcoin. Aber das hat es - vorläufig - nicht:

Der Bitcoin knackt eine weitere Rekordmarke: Am Morgen wird eine Einheit der Digitalwährung über 14.000 US-Dollar gehandelt. Auf der großen Handelsplattform Bitstamp erreicht sie bis zu 14.199 Dollar. Damit hat der Bitcoin fast nur einen Monat gebraucht, um seinen Wert von 7000 Dollar zu verdoppeln.

Als Grund für den jüngsten Kurssprung gilt die baldige Einführung von Terminkontrakten auf Bitcoins. Mehr dazu lesen Sie hier.

(Foto: imago/ZUMA Press)

 

09:14 Uhr

Magische 13.000-Marke zieht Dax weiter an

Chart

Die Marke von 13.000 Punkten ist derzeit der Fixpunkt, um den sich der wichtigste Index für deutsche Aktien derzeit bewegt. Nachdem der Dax diesen am Vortag knapp verpasst hat, geht es heute - allerdings nur ein wenig - darüber hinaus: Der Dax steigt 0,3 Prozent auf 13.034 Zähler.

"Es besteht immer noch eine gute Chance auf eine kleine Weihnachtsrally", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Realistisch betrachtet dürfte es für den ganz großen Sprung aber nicht reichen, da das starke Börsenjahr 2017 die Anleger immer wieder zu Gewinnmitnahmen verführen dürfte."

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:46 Uhr

Ölpreis-Verluste vom Vortag zunächst gestoppt

(Foto: dpa)

Die Ölpreise haben im frühen Handel nicht an ihre deutlichen Verluste vom Vortag angeknüpft. Der Preis für ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar stieg am Morgen leicht um acht Cent auf 61,30 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Januar-Lieferung stieg um zwei Cent auf 55,98 Dollar.

Für Druck auf die Ölpreise sorgten am Vortag Lagerdaten aus den USA. Zwar sind die Rohölbestände deutlicher gesunken als erwartet. Die Benzinbestände stiegen aber vergleichsweise stark und die US-Ölproduktion stieg auf ein neues Rekordniveau. Analysten deuteten die Daten als Hinweis auf eine möglicherweise schwächere Rohölnachfrage seitens der Raffinerien.

Diese fragen Erdöl nach und verarbeiten es zu Ölprodukten wie Benzin weiter. Steigen die Benzinreserven an, lässt dies eine schwächere Produktion der Raffinerien erwarten und somit eine geringere Rohölnachfrage. Dies kann auf den Ölpreisen lasten.

08:25 Uhr

Nikkei verzeichnet kräftiges Plus

Nach dem jüngsten Kursrutsch haben Anleger die Chance zum Wiedereinstieg in den japanischen Aktienmarkt genutzt. Der Nikkei-Index stieg um 1,5 Prozent und schloss bei  22.498 Punkten. Zu den Favoriten gehörten die Aktien von Advantest, die sich um 1,8 Prozent verteuerten. Der japanischen Zeitung "Nikkei" zufolge wird die Chip-Firma im aktuellen Geschäftsjahr einen Gewinn von umgerechnet mehr als 151 Millionen Euro machen.

Die Shanghaier Börse büßte dagegen 0,7 Prozent ein. Hirokazu Kabeya, Chef-Anlagestratege des Brokerhauses Daiwa, sprach von Gewinnmitnahmen und bezeichnete die aktuellen Verluste als gesunde Korrektur. "Zur Panik besteht kein Anlass."

07:36 Uhr

Dax wird etwas fester erwartet

Chart

Mit einer kurzen Zwischenerholung und einem freundlichen Start an Europas Börsen rechnen Händler. Schon im späten Handel am Vorabend erholten sich die Terminkontrakte dank einer Stabilisierung an der Wall Street. Diese sei aber fast nur von einer Erholung der "FANG-Stocks" und darunter vor allem Facebook ausgegangen, heißt es im Handel. Schon am Nachmittag könnte das positive Bild aber wieder in Verkaufswellen umschlagen. Der Dax notiert vorbörslich 0,2 Prozent höher bei 13.026 Punkten.

"Die Fundamentaldaten haben sich nicht wirklich geändert, also dürften Investoren jetzt nach Kaufgelegenheiten Ausschau halten", sagt Jingyi Pan, Marktstrategin bei IG Group. Die Volatilität dürfte jedoch weitergehen vor dem großen monatlichen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag und neuen Handelsdaten aus China.

Sorgen machten die Anmerkungen des IWF zu China. Dieser hat in seiner breiten Untersuchung des dortigen Finanzsystems zu wenig Eigenkapital festgestellt, um mögliche Verluste aus dem rapiden Anstieg des Kreditrisikos schultern zu können. Im Bankensektor Chinas allein lägen rund 34,7 Billionen Dollar Vermögenswerte, denen nur ein wirtschaftlicher Output von 11,2 Billionen Dollar gegenüberstehe. China solle daher die risikogewichteten Aktiva im Bankensystem erhöhen. Dies betreffe vor allem kleine und mittlere Institute.

Mit Sorge wird weiter auf die Ankündigung von US-Präsident Trump zur Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels geblickt. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit von Anschlägen.

Kein Ende nimmt der Hype beim Bitcoin. Die Kunstwährung ist der Nacht über die 14.000-Dollar-Marke gestiegen, nachdem sie vor nur einem Tag noch bei 12.000 Dollar stand.

Gesprächsthema an den Börsen ist daneben die EZB nach dem Steinhoff-Crash. Denn die Notenbank hält dank ihres Anleihekaufprogramms auch Anleihen des Skandalunternehmens. Bei den Konjunkturdaten steht in Deutschland die Produktion im produzierenden Gewerbe im Oktober im Blick. Hier wird mit einem saisonbereinigten Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gerechnet.

06:50 Uhr

Schnäppchenjäger ziehen Nikkei ins Plus

Chart

Der japanische Aktienmarkt hat sich von den starken Verlusten des Vortags etwas erholt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte zum Ende des Vormittagshandels (Ortszeit) 1,2 Prozent höher bei 22.451 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,1 Prozent auf 1785 Zähler. Schnäppchenjäger deckten sich mit Aktien ein, nachdem der Nikkei am Mittwoch den größten Rückgang seit Ende März verzeichnet hatte.

Der Euro notierte mit 1,1802 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch auf ein Zwei-Wochen-Tief von 1,1780 Dollar gefallen war. Zum Yen notierte der Greenback bei 112,45 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9894 Franken je Dollar und 1,1674 Franken je Euro gehandelt.