Donnerstag, 28. März 2019: bei n-tv

18:00 Uhr

Dax rettet trotz Brexit-Chaos mageres Plus ins Ziel

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Der Dax kommt kurz vor Wochenschluss kaum vom Fleck. Der deutsche Leitindex rettet am Ende ein mageres Plus von 0,08 Prozent auf 11.428 Punkte ins Ziel. Das schier endlose Drama um den Brexit und schwache Wachstumsdaten aus den USA sprachen nach Aussage von Börsianern einmal mehr gegen größere Avancen an den Aktienmärkten nach oben.

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Nach einer erneuten Gewinnwarnung brechen Osram um 13,4 Prozent ein. Die Warnung per se sei keine Überraschung, belastend sei deren Ausmaß, heißt es im Handel. Osram-CEO Olaf Berlien hatte erst vor wenigen Tagen die Prognose in Frage gestellt. Hauptgrund ist die Nachfrageschwäche in der Automobilindustrie. Der gesamte Automobilsektor wurde nach der Warnung gemieden. Hella verlieren 2,4 Prozent, Leoni 1,4 Prozent oder Elringklinger 2,5 Prozent. BMW verlieren 0,5 Prozent, Daimler 0,5 Prozent und VW 0,4 Prozent.

Deutsche Bank geben 3,4 Prozent ab. Grund war ein Bericht der "FT", nach dem die Deutsche Bank im Fall einer Commerzbank-Übernahme das Kapital um bis zu 10 Milliarden Euro erhöhen könnte. Commerzbank büßen 3,3 Prozent ein.

17:30 Uhr

Urteil im Streit um illegale Boeing-Subventionen gefallen

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Im Streit um illegale Boeing-Subventionen sind die USA in letzter Instanz vor der Welthandelsorganisation (WTO) unterlegen. Die US-Regierung habe nicht alle schon 2011 und 2012 als illegal eingestuften Begünstigungen für den US-Flugzeugbauer wie verlangt zurückgenommen, urteilte das WTO-Berufungsgremium. Das macht den Weg für Vergeltungsmaßnahmen seitens der Europäischen Union frei, die den Fall vor 15 Jahren angestoßen hatte. Es könnte nach Einschätzung von Airbus um Milliardenbeträge gehen. Gleichzeitig sind vor der WTO aber Milliardenforderungen der Amerikaner anhängig, die ihrerseits in einer Klage gegen die EU wegen illegaler Airbus-Subventionen 2018 die Oberhand behielten. Im Airbus-Fall laufen die Verhandlungen über die Vergeltungsmaßnahmen bereits. Die Höhe legt ein WTO-Schlichter fest.

Hintergrund ist ein seit über 15 Jahren ausgetragener Handelsstreit zwischen dem US-Flugzeughersteller Boeing und seinem europäischen Rivalen Airbus. Sie werfen sich gegenseitig vor, unangemessene Staatsbeihilfen in Anspruch genommen zu haben. Streitparteien bei der WTO sind jedoch nicht die Unternehmen, sondern die USA und die Europäische Union.

16:24 Uhr

Wirecard holt gegen "Financial Times" aus

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Nach den Kursrutschen der vergangenen Wochen reicht der Dax-Konzern Wirecard nach eigenen Angaben Klage gegen die britische Zeitung "The Financial Times" (FT) ein. Ziel sind die Unterlassung der Berichterstattung sowie eine Entschädigung der Aktionäre, wie der im Münchner Vorort Aschheim ansässige Zahlungsdienstleister auf Anfrage mitteilte. "Wir haben eine Feststellungsklage wegen Nutzung und unrichtiger Darstellung von Geschäftsgeheimnissen gegen die 'FT' und Dan McCrum beim Landgericht München eingereicht", sagte eine Wirecard-Sprecherin.

  • Die Klage richtet sich sowohl gegen die Zeitung als auch gegen den Reporter, der die Artikel hauptsächlich verfasst hat.
  • Berichte der Zeitung mit Vorwürfen krimineller Manipulationen gegen Wirecard-Manager in Singapur hatten in den vergangenen Wochen mehrfach starke Kursrutsche zur Folge gehabt.
  • Vom Landgericht München gab es keine Bestätigung für den Eingang der Klage. Die "Financial Times" nahm auf Anfrage zunächst nicht Stellung.

Der Wirecard-Vorstand hatte den Berichten der "FT" mehrfach wütend widersprochen und von "Diffamierung" gesprochen. Die Münchner Staatsanwaltschaft und die Finanzaufsicht Bafin prüfen in diesem Zusammenhang, ob es illegale Kursmanipulationen durch Spekulanten gab.

15:51 Uhr

Trump-Tweet beeinflusst Ölpreis

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US-Präsident Donald Trump hat das Ölkartell Opec dazu aufgefordert, die Produktion anzukurbeln und damit den Preis des Rohstoffs zu drücken. Die Weltmärkte seien fragil und der Ölpreis entwickle sich zu hoch, twittert er.

Daher sei es "sehr wichtig", dass die Organisation erdölexportierender Länder "den Ölfluss" steigere. "Danke Ihnen", fügt der US-Staatschef hinzu.

Unmittelbar nach dem Tweet fiel der Preis für Terminkontrakte auf US-Öl um mehr als einen Dollar auf 58,33 Dollar. Auch der Kontrakt für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent sackte um mehr als einen Dollar auf 66,76 Dollar ab.

15:20 Uhr

Telekom-Chef: US-Megafusion ist gut für Wettbewerb

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Auf der Telekom-Hauptversammlung wirbt Telekom-Chef Timotheus Höttges für die 26 Milliarden Dollar schwere Fusion der US-Tochter T-Mobile mit dem kleineren Rivalen Sprint: "Der Zusammenschluss ist gut. Für den Wettbewerb in Amerika. Für die Kunden. Für mehr Arbeitsplätze". An die anwesenden rund 2500 Aktionäre im Bonner Kongresszentrum WCCB gerichtet betonte er: "Und auch für Sie." Er gehe davon aus, dass die Behörden letztlich der im vergangenen April angekündigten Fusion zustimmten.

Allerdings zieht sich die Prüfung in die Länge. Am 4. April werde sie von der US-Telekomaufsicht FCC wieder fortgesetzt, dann blieben noch 58 Tage, sagte Höttges. Neben der FCC muss noch das US-Justizministerium grünes Licht geben. Sollte der Deal doch nicht genehmigt werden, sei T-Mobile US auch allein "gut aufgestellt", versicherte der 56-Jährige.

14:53 Uhr

Anleger sind mit angezogener Handbremse unterwegs

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Den zweiten Tag in Folge werden Anleger an der Wall Street bei der Suche nach Kaufgründen nicht fündig, zu Handelsbeginn bewegen sich die Indizes nur wenig. Der Dow-Jones-Index legt im frühen Geschäft um 0,3 Prozent auf 25.700 Punkte zu, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewinnen 0,3 bzw. 0,2 Prozent. Am Markt macht man sich Gedanken, ob die jüngsten Sorgen um das globale Wachstum einen kleinen Dämpfer oder eher eine dauerhafte Abkehr von der einstigen Dynamik darstellen.

Unter den Einzelaktien sorgt ein Übernahmeangebot für den Wifi-Spezialisten Quantenna Communications für Bewegung. Der US-Halbleiterhersteller ON Semiconductor bietet 1 Milliarde Dollar in bar, Quantenna springen um 16,8 Prozent nach oben. Die Papiere von ON Semiconductor zeigen sich 0,3 Prozent im Plus.

Die Aktie von Lululemon Athletica erhöht sich um 14,9 Prozent. Sowohl die Ergebnisse für das vierte Quartal als auch der Ausblick auf das laufende Vierteljahr des Herstellers von Sportbekleidung liegen über den Markterwartungen.

Für etwas Erleichterung sorgen Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen China und den USA. Investoren könnten sich derzeit nicht entscheiden, ob das Glas halb voll oder halb leer sei, sagte Volkswirt Teeuwe Mevissen von der Rabobank. Die Signale von der Handelsfront seien positiv, auf der anderen Seite schlummere die Brexit-Unsicherheit in den Hinterköpfen.

14:12 Uhr

ZF Friedrichshafen will Wabco schlucken

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Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen will den Lkw-Bremsenhersteller Wabco für gut sieben Milliarden Dollar schlucken und damit sein Nutzfahrzeug-Geschäft ergänzen. Der Stiftungskonzern vom Bodensee bietet 136,50 Dollar für jede der an der New Yorker Börse notierten Wabco-Aktien, wie ZF und Wabco mitteilten.

"Wir sind davon überzeugt, dass ZF gemeinsam mit Wabco den weltweit führenden Systemanbieter für Nutzfahrzeugtechnik bilden kann", erklärte ZF-Chef Wolf-Henning Scheider. Bremsentechnik werde für Lkw beim autonomen Fahren immer wichtiger, begründete ZF die Übernahmepläne, die vor rund vier Wochen durchgesickert waren. Jetzt sind sich die Manager der beiden Konzerne einig, die Wabco-Aktionäre müssen aber noch zu mindestens 50 Prozent zustimmen.

12:59 Uhr

"FT": Deutsche Bank erwägt milliardenschwere Kapitalerhöhung

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Die Deutsche Bank denkt im Zusammenhang mit einer möglichen Fusion mit der Commerzbank nach Darstellung der "Financial Times" über eine milliardenschwere Kapitalerhöhung nach. Wie die Zeitung unter Berufung auf nicht genannte Insider berichtete, werde bei der Deutschen Bank intern über eine Kapitalerhöhung in einem Volumen zwischen drei und zehn Milliarden Euro diskutiert.

"Erstens ist das nicht neu und zweitens ist das mit vielen Wenn und Aber behaftet", so ein Händler. Der Widerstand gegen die mögliche Fusion sei groß und komme gerade auch von Katar, weil das Emirat eine Verwässerung des Anteils über eine Kapitalerhöhung befürchte.

Das größte heimische Geldhaus erklärte in einer Stellungnahme, es sei noch viel zu früh, um überhaupt eine glaubwürdige Bewertung abzugeben, ob es im Fall eines Commerzbank-Deals überhaupt einen Kapitalbedarf gibt. Die Aktie der Deutschen Bank weitete ihre Verluste aus und lag zuletzt 4,3 Prozent im Minus.

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12:22 Uhr

Platzt die Palladium-Blase?

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An den Metallbörsen bleibt der Palladium -Preis unter Druck. Eine Feinunze (31,1 Gramm) verbilligt sich um rund zwei Prozent auf 1413 Dollar. Das Edelmetall hatte am Mittwoch mit einem Minus von mehr als sechs Prozent den größten Tagesverlust seit Anfang 2017 verbucht.

  • "Angesichts der weltweiten Konjunktursorgen und eines stärkeren Dollars nehmen Anleger nach der Rally der vergangenen Wochen Gewinne mit", sagte Analyst Daniel Hynes vom australischen Bankhaus ANZ.
  • Seit Jahresbeginn hatte sich der Preis für das unter anderem in der Autobranche beim Bau von Katalysatoren verwendete Metall um rund 25 Prozent nach oben bewegt und in der Vorwoche bei 1620 Dollar ein Rekordhoch erreicht.
  • Das zu den Platinmetallen gehörende Palladium ist damit teurer als Gold , das derzeit bei 1300 Dollar je Feinunze notiert.
  • Der Chef des Rohstoffkonzerns Anglo American , Mark Cutifani, hatte die Preisentwicklung bei Palladium am Mittwoch als Blase bezeichnet, was Marktteilnehmern zufolge den Verkaufsdruck erhöhte.
11:28 Uhr

Geldwäsche-Skandal bei Swedbank fordert Tribut

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Nachdem die schwedische Behörde für Wirtschaftskriminalität (EBM) die Swedbank-Zentrale in Sundbyberg nördlich von Stockholm gestern durchsucht haben, trennt sich die Bank jetzt von ihrer Chefin Birgitte Bonnesen.

  • Dabei ging es zunächst um die möglicherweise "unbefugte Weitergabe von Insiderinformationen", später dehnten die Ermittler ihre Untersuchung auf vermuteten Betrug aus.
  • "Die Entwicklungen der letzten Tage haben einen enormen Druck auf die Bank ausgeübt", sagte Aufsichtsratschef Lars Idermark. "Deshalb hat der Aufsichtsrat beschlossen, Birgitte Bonnesen aus ihrem Amt zu entlassen."

Die Aktien rutschen daraufhin um weitere 3,7 Prozent ab. Seit dem ersten Bericht des Fernsehsenders SVT im Februar zu Geldwäsche-Vorwürfen bei der Swedbank haben die Papiere des Instituts mehr als ein Viertel ihres Werts eingebüßt. Damals hatte der Sender berichtet, die Swedbank sei in den Geldwäsche-Skandal bei der Danske Bank verwickelt und habe verdächtige Zahlungen über umgerechnet mindestens 3,8 Milliarden Euro mit Danske-Filialen im Baltikum abgewickelt.

11:05 Uhr

United Internet will Dividende drastisch streichen

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Die Aktien von United Internet und 1&1 Drillisch zählen mit Verlusten von viereinhalb und mehr als neun Prozent zu den schwächsten Werten im MDax. Der Telekommunikationsanbieter und Internetdienstleister will die eigene Dividende wie auch die von Drillisch drastisch zusammenstreichen, falls die Tochter bei der teuren Versteigerung von Frequenzen für den kommenden Mobilfunkstandard 5G zum Zuge kommt.

Zudem stießen Aussagen beider Unternehmen zur Geschäftsentwicklung auf wenig Begeisterung. Dagegen eroberte Evotec mit einem Plus von über viereinhalb Prozent die MDax-Spitze. Das Biotech-Unternehmen habe mit seinen Jahreszahlen positiv überrascht und auch einen besser als erwarteten Ausblick auf 2019 gegeben, lobte ein Händler.

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10:36 Uhr

Evotec peilt noch mehr Wachstum an

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Die Zahlen von Evotec kommen an der Börse gut an, die Aktien steigen um bis zu 5,3 Prozent auf 23,25 Euro. Damit notieren sie auf dem höchsten Stand seit knapp sieben Monaten.

  • Sowohl die 2018er Zahlen wie auch der Ausblick liefern eine positive Überraschung.
  • Evotec habe ein starkes Schlussquartal gehabt und einen Ausblick im Rahmen der Erwartungen mit Luft nach oben vorgelegt, kommentierten die Analysten vom Bankhaus Lampe und bekräftigten ihre Kaufempfehlung.
  • Es gebe keinen Anlass, von der positiven Haltung gegenüber Evotec abzuweichen.
  • Nach Zuwächsen im abgelaufenen Jahr peilt Evotec weiterWachstum an: Das Biotech-Unternehmen hat seinen bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) im vergangenen Jahr um 67 Prozent auf 95,5 Millionen Euro gesteigert.
10:09 Uhr

Großaktionär trennt sich von Hochtief-Aktien

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Atlantia trennt sich von einem großen Paket Hochtief-Aktien, um die eigene Verschuldung zu senken. Der italienische Autobahnbetreiber hat mit Goldman Sachs dazu eine sogenannte Collar-Transaktion vereinbart, die gut 5,6 Millionen Aktien oder 8 Prozent des gesamten Kapitals des Baukonzerns umfasst. Die Transaktion hat einen Gesamtwert von 752 Millionen Euro. Atlantias Beteiligung sinkt durch die Transaktion von knapp 24 auf knapp 16 Prozent. Die Aktie notiert 7,3 Prozent leichter bei 130,70 Euro.

09:27 Uhr

Monsanto-Urteil schickt Aktienkurs auf Talfahrt

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Schlusslicht im Dax war erneut Bayer mit einem Kursminus von 3,2 Prozent auf 54,53 Euro. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern wurde in einem US-Prozess um den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat zu Schadenersatz in Höhe von 80 Millionen Dollar verurteilt. Zahlreiche ähnliche Klagen sind noch anhängig.

Der aktuelle Bayer-Aktienkurs spiegele drohende Zahlungen im Gesamtvolumen von 40 Milliarden Euro wider, schrieb Analyst Alistair Analyst Campbell von der Investmentbank Liberum. "Die tatsächlichen Belastungen werden deutlich darunter bleiben - allerdings nach langen juristischen Verfahren."

 

 

 

 

 

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09:22 Uhr

Dax kommt kaum vom Fleck

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Der Dax setzt seine Richtungssuche zum Handelsbeginn zunächst fort. Angesichts mäßiger Vorgaben der Übersee-Börsen, der anhaltenden Unsicherheit wegen des Brexits und anderer politischer Sorgen fehlt dem deutschen Leitindex aktuell die Kraft, um an seinen zwischenzeitlichen Erholungsversuch vom Dienstag anzuknüpfen.

Kurz nach Handelsbeginn gewann der Dax 0,06 Prozent auf 11.425 Punkte. Damit knüpfte er an seine Vortagsentwicklung an, als er nach einigen Kursschwankungen praktisch unverändert geschlossen hatte.

07:46 Uhr

Monsanto-Urteil: Händler erwarten Kursreaktion bei Bayer

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Rechtsrisiko Glyphosat: Die Talfahrt der Bayer-Aktie könnte sich laut Händlern am Morgen beschleunigen. Ein kalifornisches Gericht hat einem Patienten im Urteil zur Mitverantwortung für gesundheitliche Auswirkungen des Monsanto-Mittels Glyphosat für seine Krebserkrankung Schadenersatz zugesprochen, inklusive Strafen soll Bayer rund 80 Millionen Dollar zahlen.

  • Da mehr als 10.000 Verfahren anhängig sind und Bayer nun bereits in einem zweiten Fall zu einem Schadenersatz in dieser Größenordnung verurteilt wurde, gilt das finanzielle Risiko aus Glyphosat weiter als erheblich.
  • Zwar waren zuletzt auch Übernahmespekulationen aufkommen. Händler blieben mit Blick auf diese Gerüchte jedoch skeptisch. "Warum sollte sich ein Interessent solche enormen Risiken ans Bein binden", hieß es.
  • "Um 10 Prozent wird der Kurs zwar nicht mehr sinken", meinte ein Marktteilnehmer mit Blick auf den Rutsch nach dem ersten Urteil. Deutliche Abschläge seien aber wahrscheinlich.
07:36 Uhr

Dax stemmt sich gegen den Abwärtssog

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Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich - trotz schwacher Vorgaben - ein freundlicher Start in den Donnerstagshandel ab. Der Leitindex Dax dürfte Beobachtern in Banken und Brokerhäusern zufolge mit einem leichten Aufschlag starten.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zur Eröffnung bei 11.429,00 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,1 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer prozentual nahezu unverändert bei 11.419,04 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Am Morgen nach den weitgehend ergebnislosen Brexit-Testabstimmungen in London stehen die wirtschaftlichen Risiken eines unkontrollierten EU-Austritts Großbritanniens weiter voll im Vordergrund. Frische Zahlen gibt es von Nebenwerten wie Kuka, Adler Real Estate und United Internet.

Auf der Konjunkturagenda des Tages tauchen eine Reihe von Terminen auf, die dem Markt allerdings kaum größere Impulse verleihen dürften. Erwartet werden neben ersten Berechnungen zur Entwicklung der März-Verbraucherpreise in Deutschland auch Angaben zum Geschäftsklima in Europa sowie zur Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA.

07:34 Uhr
07:13 Uhr
(Foto: REUTERS)

Nikkei-Anleger fürchten um den Export

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Minuszeichen in Fernost: Konjunktursorgen lasten weiter schwer auf den Kursen im japanischen Aktienhandel.

  • Der Leitindex Nikkei tendiert am frühen Nachmittag in Tokio 1,4 Prozent im Minus bei 21.073 Punkten. Der breiter gefasste Topix verliert ebenfalls 1,4 Prozent auf 1586 Zähler.
  • Zu den Verlierern zählen vor allem Exportwerte: Die Aktien von Tokyo Electron zum Beispiel geben im Verlauf zeitweise bis zu 2,4 Prozent nach. Die Aktien von Subaru fallen um 3,8 Prozent. Hitachi Construction Machinery geben rund zwei Prozent nach.
  • Die Aktien von Renesas Electronics und Rohm fallen mehr als fünf Prozent ins Minus, nachdem der deutsche Chipkonzern Infineon seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2018/19 (Ende September) zum zweiten Mal binnen zwei Monaten gesenkt hatte.
06:59 Uhr

Brexit-Risiko in London: Britisches Pfund gibt nach

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Am Morgen nach der Vorlage von acht Brexit-Optionen im Londoner Unterhaus gerät das britische Pfund unter Druck. In den Testabstimmungen konnten sich die Parlamentarier auf keinen Lösungsansatz einigen. Am besten schnitt noch der Vorschlag eines neuen Brexit-Referendums ab. Premier Theresa May hatte im Vorfeld mögliche Rücktrittspläne angedeutet.

  • Das britische Pfund rutschte im asiatisch geprägten Devisenhandel in einer ersten Reaktion bis auf 1,3170 Dollar ab.
  • Der Euro notierte in der Nacht etwas schwächer bei 1,1245 Dollar.
  • Zur japanischen Währung lag die US-Devise bei 110,20 Yen.
06:00 Uhr