Dienstag, 13. März 2018: bei n-tv

Heute mit Max Borowski

17:34 Uhr

Tillersons Rauswurf lässt Dax abstürzen

Es hätte ein toller Börsen-Tag werden können: Zunächst sorgte weiter die Euphorie über den Eon-RWE-Deal für Aufwind am deutschen Aktienmarkt, VW lieferte ein hervorragendes Zahlenwerk ab, dann fielen auch die mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten positiv aus, ...

  • ... doch dann langte Trump zu. Der US-Präsident warf seinen als mäßigende Kraft geltenden Außenminister raus und ernannte einen Scharfmacher als Nachfolger.
  • An der Wall Street erklommen die Kurse an der Nasdaq zunächst noch ein Rekordhoch. Doch die Angst vor einer möglichen Zunahme diverser internationaler Spannungen und die Erinnerung an die interne Volatilität im Weißen Haus machte die Anleger nervös.
  • Durch einen nachgebenden Dollar und den relativ gestärkten Euro litt der exportorientierte Dax mit am schlimmsten. Der Index stürzte bis zum Handelsschluss 1,8 Prozent ins Minus auf 12.199 Punkte. Einziger Wert im Plus: Eon, die noch einmal 4,2 Prozent zulegten.
  • Der MDax gab 1,1 Prozent nach auf 25.824 Punkte. Der TecDax verlor 0,7 Prozent auf 2693 Punkte.
  • Der Euro legte innerhalb weniger Stunden 0,5 Prozent auf 1,2398 Dollar zu.
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18:27 Uhr
16:57 Uhr

Historischer VW-Deal könnte Tesla entscheidenden Schlag versetzen

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Laut VW ist es eine der größten Beschaffungsinitiativen in der gesamten Geschichte der Autoindustrie. Einen Angaben zufolge hat sich der Konzern durch Verträge unter anderem mit Samsung, LG und Amperex bereits Batterie-Zellen im Wert von 20 Milliarden Euro für die Produktion in Europa gesichert. Ein Deal für Nordamerika steht demnach unmittelbar bevor. Insgesamt will VW 50 Milliarden Euro in den kommenden Jahren für Batterien ausgeben.

  • Tesla, der kalifornische Pionier, der die Autoriesen bei der E-Mobilität noch vor sich her treibt, könnte dadurch ins Hintertreffen geraten. Laut "Bloomberg" hat sich Tesla, soweit bekannt, bislang erst Batteriezulieferungen für 17,5 Milliarden Dollar bis einschließlich 2022 gesichert.
  • Die Autokonzerne liefern sich bei Batterien und deren Bestandteilen derzeit ein Wettrennen bei der Sicherung von künftigen Lieferungen. Tritt wie von vielen Politikern gefordert und Beobachtern erwartet in den kommenden Jahren ein Boom bei E-Autos ein, könnten Batterien und entsprechende Rohstoffe wie Lithium knapp werden. Hersteller, die sich jetzt schon langfristig Ressourcen sichern, dürften dann einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben.
16:25 Uhr

Trump verhilft Intel zu Rekordhoch

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Intel steigen zeitweise um mehr als 4 Prozent und markieren bei 53,75 Dollar ein Rekordhoch. Hintergrund ist offenbar das Veto des US-Präsidenten gegen einen Zusammenschluss der Chiphersteller Broadcom und Qualcomm. Dabei wäre der drittgrößte Chipproduzent der Welt entstanden.

Ohne den Zusammenschluss der Konkurrenten werden Intel auch größere Chancen zugesprochen, doch noch im Markt für mobile Chips Fuß zu fassen.

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15:43 Uhr

Kryptobörse setzt Kopfgeld auf Hacker aus

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Mit teils spektakulären Hacks haben Diebe in den vergangenen Monaten insgesamt Kryptowährungen im Wert von Milliarden von US-Dollar gestohlen. Vergangene Woche versuchten sich unbekannte Hacker an der Kryptobörse Binance – erfolglos.

Nun hat Binance eine Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ausgelobt. Und zwar Binance Coin im Gegenwert von derzeit 250.000 Dollar. Eigenen Angaben hält der Börsenbetreiber insgesamt 10 Millionen Dollar in Binance Coin extra bereit, um auch bei künftigen Hacks oder Versuchen Belohnungen aussetzen zu können.

15:31 Uhr

Ehrgeiziger Billigheimer soll an die Börse gehen

Der Textildiscounter Takko könnte nach einem Bericht der "Börsenzeitung" noch in der ersten Hälfte dieses Jahres an die Börse gehen.

Der Finanzinvestor Apax habe die Geldhäuser Credit Suisse und Deutsche Bank damit beauftragt, Takko aufs Parkett zu bringen, berichtete das Fachblatt unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. 

Zuletzt hatte das Unternehmen mit Sitz in Telgte und fast 18.000 Mitarbeitern wieder ehrgeizige Expansionspläne angekündigt. In diesem Jahr will der Mode-Discounter, der in Konkurrenz zu Primark, Kik oder H&M steht, demnach mehr als 100 neue Filialen eröffnen. Takko betreibt in Europa in 16 Ländern bereits über 1800 Geschäfte. 

15:04 Uhr

IWF-Chefin will Kryptowährungen "mit Feuer bekämpfen"

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat dazu aufgerufen, umstrittene Kryptowährungen wie Bitcoin weder zu verteufeln noch ungehindert gewähren zu lassen.

  • Es wäre nicht klug, Kryptowährungen durchweg abzulehnen, schrieb die Französin Christine Lagarde am Dienstag im Internet-Blog des IWF. "Wir müssen ihr Potenzial sehen, aber auch die Risiken erkennen." Sie plädierte für eine Regulierung des Bereichs, also verbindliche Regeln für Kryptowährungen.
  • Ziel müsse sein, sowohl Gefahren für das Finanzsystem zu verringern als auch Verbraucher zu schützen. Konkret nannte sie die Verwendung von Digitalwährungen zur Geldwäsche oder Terrorfinanzierung.
  • Um das zu vermeiden, könnten eben jene Innovationen hilfreich sein, die Kryptowährungen erst groß gemacht hätten. "Anders ausgedrückt, wir können Feuer mit Feuer bekämpfen", so die IWF-Chefin.
  • Sie nannte zwei Beispiele: Zum einen könnte die Blockchain-Technik, die hinter vielen Kryptowährungen steht, benutzt werden, um Informationen zwischen Marktteilnehmern und Regulierungsbehörden schneller übertragen zu können. Zum anderen könne die Sicherheit im digitalen Raum durch die Nutzung von Verschlüsselungstechniken oder künstlicher Intelligenz steigen.
14:59 Uhr

Wall Street: Inflationsdaten schlagen Tillerson-Rauswurf

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In der Hoffnung auf eher behutsame Zinserhöhungen der Notenbank Fed greifen Anleger bei US-Aktien erneut zu. Der überraschende Rauswurf des A ußenministers Rex Tillerson durch Präsident Donald Trump trübte ihre Kauflaune dabei nur leicht.

  • Der Technologie-Index Nasdaq stieg zur Eröffnung am Dienstag um 0,5 Prozent und markierte mit 7627 Punkten den dritten Tag in Folge ein Rekordhoch. Der Dow Jones für die Standardwerte gewann ebenfalls 0,5 Prozent.
  • Börsianer äußerten sich erleichtert, dass die Inflation im Rahmen der Erwartungen blieb. "Auch wenn die US-Notenbank in der kommenden Woche aller Voraussicht nach erneut an der Zinsschraube drehen wird, sollte dies nicht als Signal verstanden werden, dass die Washingtoner Währungshüter nun einen Zahn zulegen", sagte Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der Liechtensteiner VP Bank.
  • Etwas Kopfschmerzen bereite Anleger jedoch die Personalie Tillerson, sagte Volkswirt Philip Shaw vom Vermögensverwalter Investec. "Die Angst ist, dass dadurch die Nationalisten im Weißen Haus im Vergleich zu den Globalisten mehr Einfluss bekommen."
14:55 Uhr

Broadcom profitieren vom Übernahmeverbot

Bei den US-Unternehmen stehen Qualcomm und Broadcom im Rampenlicht, nachdem Trump die 117 Milliarden Dollar schwere Fusion der beiden Chip-Hersteller blockiert hat. Qualcomm-Aktien fielen daraufhin um knapp sechs Prozent auf ein Vier-Monats-Tief von 53,13 Dollar, Broadcom gewannen dagegen 1,8 Prozent.

14:09 Uhr

Börse schaltet nach Tillerson-Schock in Krisen-Modus

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Alle Augen auf dem Börsenparkett waren eigentlich auf die US-Inflationsdaten gerichtet gewesen. Dass diese im Rahmen der Erwartungen ausgefielen, sorgte eigentlich für Erleichterung. Die Terminkontrakte auf die Aktienindizes der Wall Street zogen zunächst an.

Eigentlich:

  • Die unmittelbar danach bekanntgewordene Entlassung des US- Außenministers Rex Tillerson bremste den Anstieg der Wall Street allerdings.
  • Die aufkommende Nervosität der Anleger trieb den Euro auf 1,2385 Dollar.
  • Gleichzeitig gab der Dax bis zu 0,5 Prozent nach.
  • Die "Antikrisen-Währung" Gold drehte ins Plus und notierte 0,2 Prozent im Plus bei 1325,85 Dollar je Feinunze.
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13:31 Uhr

China nennt Auflagen für Monsanto-Übernahme

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Bayer ist bei der Übernahme des Saatgutkonzerns Monsanto wieder ein Stück vorangekommen.

Chinas Handelsministerium gab das Vorhaben unter bestimmten Auflagen frei. So muss sich der deutsche Pharma- und Agrochemiekonzern von seinem globalen Gemüsesaatengeschäft sowie anderen Saatgütern trennen. Ferner verlangt die Wettbewerbsaufsicht Zugang für chinesische Softwareentwickler zu den digitalen Agrarplattformen beider Unternehmen.

Die Anforderungen decken sich damit im wesentlichen mit denen, die auch von der EU-Wettbewerbskommission erhoben worden sind. Bayer hatte im vergangenen Herbst bereits ein großes Paket von Verkäufen mit dem Wettbewerber BASF geschnürt; seit Kurzem wird mit BASF auch exklusiv über die Gemüsesaaten verhandelt.

13:10 Uhr

Dieser Dax-Chef stellt mit seinem Gehalt alle anderen in den Schatten

Laut einer Auswertung des Beratungsunternehmens hkp ist der SAP-Chef Bill McDermott der mit Abstand bestbezahle Dax-Chef 2017.

KonzernCEOGesamteinkommen 2017
AllianzOliver Bäte4.983.000
BASFDr. Kurt Bock10.959.000
BayerWerner Baumann6.031.000
BeiersdorfStefan F. Heidenreich3.567.000
DaimlerDr. Dieter Zetsche13.043.000
Deutsche PostDr. Frank Appel9.853.168
Deutsche TelekomTimotheus Höttges5.944.063
Fresenius Medical CareRice Powell7.247.000
HenkelHans Van Bylen6.745.222
InfineonDr. Reinhard Ploss4.306.577
LindeProf. Dr. Aldo Belloni4.018.064
MerckDr. Stefan Oschmann8.642.000
RWEDr. Rolf Martin Schmitz2.819.000
SAPBill McDermott21.145.000
SiemensJoe Kaeser10.836.000
thyssenkruppDr. Heinrich Hiesinger8.245.062
VolkswagenMatthias Müller10.273.749
VonoviaRolf Buch5.673.453
   
Durchschnitt 2017 8.018.000

 

13:04 Uhr

BMW meldet Rekordabsatz - trotz Rückgang in Deutschland

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BMW setzt seine Rekordserie fort. Zum Jahresauftakt hatte der Premiumhersteller den besten Januar aller Zeiten gesehen und auch im Februar erzielte BMW einen Absatz-Rekord für diesen Monat.

Weltweit wurden 178.910 BMW, Mini oder Rolls-Royce ausgeliefert, das war ein Anstieg um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn stiegen die Verkäufe um 4,8 Prozent auf 348.459 Fahrzeuge.

Während der Absatz im Heimatmarkt Deutschland leicht rückläufig war, legte er in China um 8,9 Prozent und den USA um 7,5 Prozent zu.

12:48 Uhr

Rekord-Waffendeal lässt Rüstungsaktie auf Rekordkurs steigen

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Der internationale Waffenhandel boomt weltweit und vor allem im Nahen Osten.

Das beschert dem norwegischen Konzern Kongsberg größten Auftrag der Firmengeschichte und den stärksten Kurssprung seit vier Jahren. Die Aktien der Rüstungsfirma steigen um bis zu 7,3 Prozent und waren mit 185,60 Kronen so teuer wie noch nie. Dabei wechselten bis zum Mittag bereits fast fünf Mal so viele Kongsberg-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Das Unternehmen hat den Angaben zufolge mit Katar eine Grundsatzvereinbarung zur Ausrüstung von Panzerfahrzeugen des Emirats mit Waffen und digitalen System geschlossen. Der Auftrag habe ein Volumen von umgerechnet 1,6 Milliarden Euro. Der Deal ist Teil einer größeren Kooperation zwischen Kongsberg und Katar im Bereich Rüstung und Marine.

12:36 Uhr

Finnischer Staat will bei Nokia mitmischen

Nokia ist zwar verglichen mit dem einstigen Höhenflug während des ersten großen Handy-Boom inzwischen ein Winzling, aber immer noch das größte Unternehmen Finnlands.

Der finnische Staat hat sich mit einer Minderheitsbeteiligung an Nokia mehr Einfluss auf den Telekom-Netzwerkausrüster gesichert. Der Staatsfonds Solidium kaufte nach eigenen Angaben für 844 Millionen Euro einen Anteil von 3,3 Prozent an dem größten finnischen Unternehmen. Zunächst sei kein Sitz im Führungsgremium von Nokia geplant, sagte Solidium-Chef Antti Makinen. Allerdings sei dies eine Möglichkeit in der Zukunft. Die staatliche Beteiligungsgesellschaft habe in diesem Jahr eine aktivere Rolle bei den Unternehmen im Portfolio übernommen.

Der einstige Handy-Pionier war früher eine tragende Stütze der finnischen Wirtschaft. Nach dem Verkauf seines Handygeschäfts an Microsoft hat Nokia den Netzwerkbereich ausgebaut und konkurriert in diesem Bereich sowohl mit dem chinesischen Anbieter Huawei als auch dem schwedischen Ausrüster Ericsson.

12:22 Uhr

Plus 3 Mio Euro - Warum der VW Chef mehr verdient als erlaubt

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Die Gewinnverdopplung bei Volkswagen macht sich auch im Portemonnaie von Vorstandschef Matthias Müller bemerkbar.

  • Seine Gesamtvergütung kletterte im vergangenen Jahr auf 10,14 Millionen Euro, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht. 2016 verdiente er - noch nach dem alten Vergütungssystem - rund 7,3 Millionen Euro.
  • Insgesamt stiegen die Vorstandsbezüge bei Volkswagen um fast ein Drittel auf gut 50 Millionen Euro.
  • Seit dem vergangenen Jahr gilt bei den Niedersachsen ein neues Vergütungssystem. Der Aufsichtsrat hat das Gehalt des Vorstandschefs bei zehn Millionen Euro gedeckelt, die übrigen Vorstandsmitglieder sollen nicht mehr als 5,5 Millionen Euro erhalten.
  • Dass Müllers Bezüge dennoch zehn Millionen Euro übersteigen, liegt nach Unternehmensangaben daran, dass in diesem Betrag Nebenleistungen und Versorgungsansprüche mit enthalten sind. Ohne diese Vergütungsbestandteile flossen dem Konzernchef rund 9,5 Millionen Euro zu. Nach dem alten Vergütungsmodell hätten Müller angesichts des Rekordergebnisses sogar mehr als 13 Millionen Euro zugeständen.
  • Volkswagen hatte den operativen Gewinn im vergangenen Jahr auf 13,8 Milliarden Euro fast verdoppelt.
12:11 Uhr

Krise um Agenten-Mord schwächt russischen Rubel

Die diplomatischen Spannungen wegen des Gift-Anschlags auf einen russischen Ex-Spion machen der russischen Währung zu schaffen.

Hinzu kommt der fallende Ölpreis. Der Dollar verteuerte sich um bis zu 0,3 Prozent auf 57,04 Rubel. Ein Euro kostete 70,27 Rubel.

Die Leitindizes der Moskauer Börse büßten jeweils 0,4 Prozent ein. Vor allem der Ruf nach weiteren Sanktionen durch Großbritannien mache Anleger nervös, schrieben die Analysten der Rosbank in einem Kommentar.

12:04 Uhr

Inflations- und Zinsangst hält Dax in Schach

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Aus Sorge vor wieder zunehmenden Zinsspekulationen wagen sich Anleger zunächst nicht aus der Deckung.

Nur die Kursgewinne bei den deutschen Versorgern Eon und RWE hauchen den Börsen zumindest etwas Energie ein. Dax und EuroStoxx50 rücken um jeweils 0,3 Prozent auf 12.451 und 3444 Punkte vor. "Trotz der Rally in den letzten Tagen behalten die Bären auf dem Parkett die Oberhand", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Gedämpfte Stimmung herrschte vor allem wegen der im Tagesverlauf erwarteten US-Verbraucherpreise. Sollten diese im Februar stärker als erwartet zugelegt haben, könnte das Spekulationen über schneller steigende Zinsen wieder anheizen und die Aktienmärkte belasten.

11:46 Uhr

RWE präsentiert ordentliche Zahlen

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RWE und Eon haben heute nicht nur Details zum "kreativsten Gestaltungsdeal der deutschen Energiebranche" präsentiert, sondern auch Geschäftszahlen.

  • RWE erreichte seine Gewinnziele und will den Anlegern 1,50 Euro je Aktie als Dividende ausschütten.
  • Bei der Vorstellung des Coups zur Neugliederung der deutschen Energiebranche und der Zerschlagung der Innogy hat RWE-Chef Schmitz nicht vergessen, einen kleinen Gruß nach Baden-Württemberg zum Konkurrenten ENBW zu senden. RWE wolle bei Gas weiter wachsen und "unser Portfolio punktuell ergänzen", sagte Schmitz. "Daran ändert sich nichts."
  • Als ein wenig besser als erwartet ausgefallen werden im Handel die Geschäftszahlen von Eon (plus 5,6 Prozent) eingeschätzt. Unter dem Strich verdienten die Essener rund 1,4 Milliarden Euro und lagen damit lag ebenfalls am oberen Ende der Prognose von 1,2 bis 1,45 Milliarden. Der Energiekonzern will nach der geplanten Übernahmen und Zerlegung der RWE-Ökostromtochter Innogy massiv Stellen streichen. 
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11:19 Uhr

Gigantischer Rohdiamant bringt 40 Millionen Dollar

Mehrere spektakuläre Diamantenfunde haben den Aktienkurs von Gem Diamonds in den vergangenen Monaten in die Höhe getrieben. Jetzt macht der Minenbetreiber mit einem der Steine Kasse.

Der zu den größten bislang gefundenen Rohdiamanten zählende Stein ist für 40 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) verkauft worden. Der 910 Karat schwere Edelstein aus einer Mine in Lesotho wurde in einem Bieterverfahren in der belgischen Stadt Antwerpen verkauft, wie das an der Londoner Börse notierte Bergbauunternehmen Gem Diamonds erklärte.

Der Stein von "außerordentlicher Qualität" soll demnach der fünftgrößte je gefundene Diamant sein. Seine Größe liege etwa zwischen einem Golf- und einem Tennisball. Die Firma teilte nicht mit, wer den Diamanten namens "Lesotho Legend" (Legende Lesothos) gekauft hat.

10:57 Uhr

Dieselgate kostet VW weiter Milliarden

Die Bewältigung des Diesel-Skandals bleibt eine milliardenschwere Last für VW. Die entsprechenden Ausgaben betrugen 3,2 Milliarden Euro, heißt es im Geschäftsbericht. 2016 hatte die Summe, die für Rückkäufe und Nachrüstungen manipulierter Autos sowie juristische Risiken draufging, bei 6,4 Milliarden Euro gelegen.

  • Ohne diesen Sondereinfluss erreichte der Gewinn im laufenden Geschäft im vorigen Jahr den Rekordwert von 17,0 Milliarden Euro.
  • Insgesamt ist die Rechnung für die Folgen der Manipulationen an der Abgasreinigung von Millionen Dieselautos, die im September 2015 bekanntgeworden waren, inzwischen auf mehr als 25 Milliarden Euro gestiegen. Bei der Tochter Audi sanken die jährlichen "Dieselgate"-Kosten zuletzt von 1,8 Milliarden (2016) auf 400 Millionen Euro.
  • Auch in Zukunft könnten weitere Milliardenkosten auf VW wegen der Dieselaffäre zukommen. Allein in Deutschland sind tausende Klagen von Besitzern manipulierter Fahrzeuge anhängig und auch von Anlegern, die Milliarden vom Konzern fordern.
10:43 Uhr

Teslas Model-3-Produktion steht zeitweise komplett still

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Wahrscheinlich werde Elon Musk eher eine erfolgreiche Mission zum Mars führen, als Tesla in die Gewinnzone, ätzte einst ein Analyst. Diese Einschätzung scheint sich mehr und mehr zu bestätigten. SpaceX startete im Februar erfolgreich die "Falcon Heavy"-Rakete und will schon im kommenden Jahr erste Testflüge auf Teilstrecken Richtung Mars unternehmen. Nun kommt heraus: Bei Tesla stand unterdessen die Produktion unter anderem des überlebenswichtigen Model 3 im Februar zeitweise komplett still.

Tesla bestätigte inzwischen entsprechende Berichte. Dass aber die Fertigung in einem Werk einige Tage für Optimierungen eingestellt werde, sei nichts ungewöhnliches oder besorgniserregendes. Die bereits mehrfach aufgeschobenen und reduzierten Produktionsziele für das Model 3 und damit die Aussicht, dass Tesla auf absehbare Zeit Geld verdienen könnte, rücken in weite Ferne.

10:30 Uhr

Stürme lassen Gewinn bei Hannover Rück einbrechen

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat 2017 wegen Wirbelstürmen einen Gewinneinbruch erlitten. Unter dem Strich verdiente der Konzern knapp 959 Millionen Euro nach 1,17 Milliarden ein Jahr davor, wie er am Dienstag bei der Vorlage der endgültigen Jahreszahlen in Hannover mitteilte. Um die immensen Schäden vor allem durch die Hurrikan-Serie in den USA und der Karibik abzufedern, hatte der Konzern alle Aktien aus seinen Kapitalanlagen gewinnbringend verkauft. Für 2018 peilt Vorstandschef Ulrich Wallin weiter einen Gewinn von über einer Milliarde Euro an. Der Konzern lockt seine Aktionäre aber auch nach dem Katastrophenjahr 2017 mit der Aussicht auf weitere Sonderdividenden. Wenn die Kapitaldecke so komfortabel bleibe, könne der Konzern auch für 2018 mehr als die eigentlich geplanten 35 bis 40 Prozent des Gewinns ausschütten, kündigte der Rivale des Weltmarktführers Munich Re an. Für 2017 können die Aktionäre trotz der immensen Schäden durch Naturkatastrophen - wie bereits bekannt - mit einer unveränderten Ausschüttung von 5 Euro je Aktie rechnen. Davon fließen 1,50 Euro als Sonderdividende. Insgesamt schüttet der Konzern damit fast 63 Prozent seines Gewinns aus.

10:20 Uhr

Immobiliengigant Vonovia kann 49.000 weitere Wohnungen kaufen

"Glücklich wohnen" jetzt beim Marktführer.
"Glücklich wohnen" jetzt beim Marktführer.(Foto: imago/CHROMORANGE)

Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia kann wie geplant seinen österreichischen Konkurrenten Buwog übernehmen.

Fast drei Viertel der Buwog-Aktionäre nahmen das Angebot des Bochumer Konzerns an, wie Vonovia mitteilte. Damit stehe fest, dass das 5,2 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot erfolgreich gewesen sei, erklärte der Konzern.

Insgesamt wechselten nach Stand Montagabend 73,7 Prozent aller Buwog-Aktien den Besitzer. Das endgültige Ergebnis will Vonovia am Donnerstag veröffentlichen. Sowohl die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde als auch das Bundeskartellamt haben bereits ihre Freigabe für die Transaktion erteilt.

Vonovia hat rund 350.000 Wohnungen im Besitz, die österreichische Buwog mit Sitz in Wien rund 49.000 Wohnungen, davon 27.000 in Deutschland.

09:32 Uhr

Revolte gegen Gehaltserhöhung für Bank-Manager erfolgreich

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Die Chefs der - im Vergleich zu den deutschen Kollegen - jüngst sehr erfolgreichen niederländischen Großbank ING werden weiter "unterdurchschnittlich" bezahlt. Wobei hier natürlich der Durchschnitt bzw. Medien von Bank-Chefgehältern gemeint ist.

  • Nach Protesten von Aktionären sind die Vorschläge einer Gehaltserhöhung für die Hauptversammlung vom Tisch. Die ING wollte die Vergütung ihres CEO an den europäischen Median anpassen.
  • "Wir haben erkannt, dass wir die öffentliche Reaktion in den Niederlanden auf dieses sensible Thema unterschätzt haben", teilte die ING mit. "Um eine weitere öffentliche Diskussion zu verhindern, die die ING und ihre Mitarbeiter beschädigt, hat der Aufsichtsrat seinen Vorschlag überdacht."
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09:20 Uhr

Versorger halten Dax im Plus

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Für die beiden großen Versorger geht es weiter deutlich aufwärts, wenn auch nicht ganz so steil wie gestern. Eon steigen in den ersten Handelsminuten um 4,7 Prozent, RWE um 2,1 Prozent.

Damit halten die Energiewende bei ansonsten weitgehend impulslosem Handel den Dax gerade eben im Plus. Der Index macht knapp 0,1 Prozent auf 12431 Punkte gut. Der MDax bewegt sich nicht und notiert bei 26122 Punkten. Der TecDax gewinnt 0,4 Prozent auf 1723 Punkte.

09:01 Uhr
08:59 Uhr

Was heute wichtig wird

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08:42 Uhr

Techwerte stützen Börsen in Asien

(Foto: AP)

Vor den mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten haben sich viele Anleger in Asien zurückgehalten. Auch die Ängste vor einem weltweiten Handelskrieg spielten weiter eine Rolle, sagte Analyst Junichi Ishikawa vom Brokerhaus IG Securities. Gefragt waren an den asiatischen Märkten vor allem Techwerte, nachdem diese auch an der Wall Street zugelegt hatten.

Der japanische Leitindex Nikkei legte um 0,7 Prozent zu und schloss bei 21.968 Punkten. Der breiter gefasste Topix gewann 0,6 Prozent auf 1751 Zähler. Die technologielastigen Börsen in Südkorea und Taiwan rückten je rund ein halbes Prozent vor. Im Tagesverlauf legen die USA aktuelle Daten zu den Verbraucherpreisen vor. Sollten diese stärker als erwartet gestiegen sein, könnte das die Zinsspekulationen wieder anheizen und die Aktienmärkte belasten.

Gesprächsthema in den Handelssälen war der von US-Präsident Donald Trump untersagte 117 Milliarden Dollar schwere Deal zwischen dem US-Chiphersteller Qualcomm und dem Singapur ansässigen Rivalen Broadcom. Die Regierung befürchtet einem Insider zufolge, dass die USA bei der Entwicklung von Mobilfunktechnologie ins Hintertreffen geraten könnte, sollte Qualcomm an ein ausländisches Unternehmen gehen.

08:27 Uhr

Impulsarmer Handel am Ölmarkt

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Auf dem Ölmarkt herrscht nur wenig Bewegung. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 64,99 US-Dollar. Das waren vier Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg um drei Cent auf 61,39 Dollar.

Nach kräftigen Preisschwankungen in den vergangenen Handelstagen haben sich die Ölpreise vorerst stabilisiert. Nach Einschätzung von Experten richtet sich der Blick wieder verstärkt auf Daten zur Entwicklung der Fördermenge und den Lagerbeständen in den USA. Am Abend stehen Kennzahlen des Interessenverbands American Petroleum Institute (API) zu den US-Ölreserven auf dem Programm und am Mittwoch die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung.

Bis zur Veröffentlichung der Lagerdaten rechnen Marktbeobachter mit einem eher impulsarmen Handel. Zuletzt waren die US-Ölvorräte gestiegen. Ein erneuter kräftiger Anstieg der Lagerbestände könnte ein Hinweis für ein zu hohes Angebot sein und die Ölpreise belasten.

07:44 Uhr

Euro bewegt sich kaum - Yen unter Druck

Der Euro hat sich im frühen Handel nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2333 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,2302 Dollar festgesetzt. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel mit dem Euro.

Erst am Nachmittag könnten wichtige Konjunkturdaten aus den USA für mehr Bewegung sorgen. Auf dem Programm stehen Kennzahlen zur Preisentwicklung in den USA. Vor einigen Wochen hatte die Sorge vor einer stärkeren Inflation zu Turbulenzen an den Aktienbörsen geführt.

Kursverluste gab es am Morgen hingegen beim japanischen Yen. Marktbeobachter erklärten den Verkaufsdruck mit einem Skandal um gefälschte Behördenunterlagen, durch den die Regierung von Premierminister Shinzo Abe unter Druck gerät. Finanzminister Taro Aso hatte eingeräumt, dass offizielle Dokumente zum Verkauf von staatlichen Grundstücken an einen Unterstützer Abes manipuliert worden seien.

07:27 Uhr

Dax wird zu Beginn nur wenig verändert erwartet

Die europäischen Börsen dürften nach durchwachsenen internationalen Vorgaben wenig verändert in den heutigen Handel starten. Das gilt auch für den Dax, der vorbörslich 0,1 Prozent tiefer bei 12.411 Punkten notiert.

Der wichtigste Datensatz des Tages stellt die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise am Nachmittag dar. Analysten rechnen im Konsens für Februar mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat nach einem Plus von zuvor 0,5 Prozent. Inflationszahlen bleiben von hoher Relevanz für die Märkte - der jüngste Anstieg der Stundenlöhne in den USA war unter den Erwartungen geblieben, was von den Anlegern mit Erleichterung zur Kenntnis genommen wurde.

Daneben bleibt das Thema Handelskonflikt und Angst vor Protektionismus hochaktuell. Die US-Regierung hat am Vorabend die geplante Übernahme von Qualcomm durch Broadcom aus Gründen der nationalen Sicherheit untersagt. Die nationale Sicherheit wurde auch bemüht, um die umstrittenen Strafzölle auf Stahl und Aluminium zu rechtfertigen.

Die Optimisten hoffen, dass das Schlimmste noch vermieden werden kann und US-Präsident Donald Trump nach der Senatorenwahl in Pennsylvania konzilianter auftreten wird. Die Wahl in dem konservativen Bundesstaat wird von Beobachtern als ein Lackmustest der Präsidentschaft Trumps gewertet.

07:14 Uhr

RWE legt gute Zahlen vor

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Nach dem Paukenschlag in der Energiebranche hat der Stromkonzern RWE seinen Aktionären ordentliche Zahlen für das vergangene Jahr präsentiert. Die Essener erreichten ihre Gewinnziele und wollen den Anlegern 1,50 Euro je Anteilsschein (Stammaktien) als Dividende ausschütten, nachdem diese für 2016 wegen des Milliardenverlustes entfallen war. In dem Betrag ist die Sonderdividende von 1 Euro nach der Rückzahlung der Kernbrennstoffsteuer enthalten. Für das laufende Geschäftsjahr peilen die Essener eine Ausschüttung von 0,70 Euro an. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erreichte 5,8 Milliarden Euro und übertraf damit die eigene Prognose um 100 Millionen. Der Gewinn lag mit 1,9 Milliarden erheblich über 2016, als aufgrund massiver Abschreibungen ein Verlust von 5,7 Milliarden verdaut werden musste. Der bereinigte Gewinn überstieg mit 1,2 Milliarden das Vorjahresniveau von 0,8 Milliarden deutlich. "Operativ waren wir 2017 im Handelsgeschäft ebenso erfolgreich wie in der Stromerzeugung. Das alles ist eine gute Basis für die Zukunft", sagte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz. (DJ)

06:15 Uhr

Nikkei dreht ins Plus

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Nach den Zugewinnen am Montag hat sich die Börse in Tokio nur wenig bewegt. Der Leitindex Nikkei tendierte zunächst schwächer, bevor er dann 0,2 Prozent zulegte auf 21.875 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stand nahezu unverändert bei 1742 Zählern. Auch der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans bewegte sich kaum.

Händler verwiesen auf das uneinheitliche Bild, das die US-Börsen am Montag gezeichnet hatten. Kursgewinne bei Aktien von Speicherchip-Herstellern trieben den Nasdaq-Index an. Dagegen warfen Händler aus Sorge vor einem weltweiten Handelskrieg Anteilsscheine von Industriekonzernen auf den Markt.

Auch am Devisenmarkt tat sich wenig. Der Euro tendierte in Fernost mit 1,2330 US-Dollar nahezu unverändert. Zur japanischen Währung notierte der Dollar mit 106,35 Yen etwas schwächer.