Dienstag, 13. Februar 2018: Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer

18:06 Uhr
(Foto: dpa)

Dax-Ampel steht wieder auf rot

Der jüngste Stabilisierungsversuch des Dax hat sich als Eintagsfliege erwiesen. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer schließt knapp unter 12.200 Punkten.

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Nachdem sich der deutsche Leitindex am Vortag vom tiefsten Stand seit etwa fünf Monaten hatte erholen können, wagten sich die Anleger nicht mehr weiter aus der Deckung.

Das Börsenbarometer bewegte sich den Tag über meist leicht im Minus und weitete seine Verluste dann aber in den Schlussminuten auf 0,7 Prozent aus. Mit 12196,50 Punkten ging er beim tiefsten Stand des Tages aus dem Handel.

Damit folgte er einmal mehr der Entwicklung in New York, wo der Dow Jones Industrial ebenfalls wieder schwächer tendierte. Anleger zeigten sich auf beiden Seiten des Atlantiks unsicher, ob der Markt das Schlimmste hinter sich hat oder nicht.

Bremsend wirkte sich auch der wieder anziehende Eurokurs aus, der tendenziell die deutschen Exporte verteuert. Positiv sah der Markt eine insgesamt nachlassende Schwankungsbreite von ungefähr 100 Dax-Punkten.

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Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenunternehmen fiel um 0,52 Prozent auf 25 079,26 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,62 Prozent auf 2462,54 Zähler nachgab.

17:28 Uhr
(Foto: picture alliance / dpa)

Euro-Kurs steigt wieder

Die europäische Gemeinschaftswährung ist seit dem Morgen wieder deutlich über die Marke von 1,23 Dollar geklettert. Das Tageshoch liegt bei 1,2372 Dollar. Seit dem Wochenauftakt ergibt sich damit ein Kursgewinn von etwa einem Cent.

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Am Nachmittag gab es nochmals einen Schub nach oben, nachdem der neue Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, in einer Rede in Washington auf Gefahren für die Wirtschaft durch Turbulenzen an den Finanzmärkten, wie es sie in der vergangenen Woche gegeben hat, verwiesen hatte.

Der Euro war wegen der Kurskapriolen an den Märkten stark unter Druck geraten, der US-Dollar hatte umgekehrt spürbar zugelegt. Auslöser war die Sorge vor einem Anstieg der Inflation in den USA und schneller als erwartet steigenden Leitzinsen. Das drückte die Aktienmärkte und stützte den Dollar. Die Anleger warten deshalb jetzt gespannt auf die Veröffentlichung neuer Daten zur amerikanischen Preisentwicklung am Mittwoch.

16:54 Uhr
Experten erwarten, dass die
Verbraucherpreise im Januar um 1,9 Prozent zum Vorjahr zugelegt
haben dürften. Sorgen der Investoren vor aggressiveren US-Zinserhöhungen dürfte das dämpfen.
Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise im Januar um 1,9 Prozent zum Vorjahr zugelegt haben dürften. Sorgen der Investoren vor aggressiveren US-Zinserhöhungen dürfte das dämpfen.(Foto: AP)

Banges Warten auf US-Inflationsdaten

Nach dem jüngsten Börsenbeben und nur zwei Tagen Erholung, geht es an der Wall Street schon wieder leicht abwärts. Frische Impulse sind nicht zu erwarten, die Konjunktur-Agenda ist leer. Zudem halten sich die Investoren vor der Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten Daten zur US-Inflation am Mittwoch zurück.

Sollten die Prognosen für die Verbraucherpreise übertroffen werden, könnte das eine neuerliche Abwärtswelle an den Märkten auslösen. Wenn allerdings die Schätzungen nicht übertroffen oder gar unterschritten werden, könnte das für eine kräftige Erholung sorgen. Die Zinsängste dürften dann erst einmal abflauen.

Der Dow-Jones-Index verliert 0,3 Prozent auf 24.534 Punkte. Für den S&P-500 und den Nasdaq-Composite geht es ebenfalls nach unten.

16:34 Uhr

Insider: Benko prüft Börsengang von Signa Sports

Der Immobilieninvestor Rene Benko erwägt laut Bloomberg, einen Börsengang seiner Sporthandelssparte Signa Sports. Möglich sei eine Erstplatzierung bereits im zweiten Halbjahr 2018, zitiert die Nachrichtenagentur Insider.

Karstadt-Eigentümer Rene Benko und seine Frau Natalie im Januar in Kitzbühel (Österreich) bei der Kitz Race Club Party.
Karstadt-Eigentümer Rene Benko und seine Frau Natalie im Januar in Kitzbühel (Österreich) bei der Kitz Race Club Party.(Foto: picture alliance / Felix Hörhage)

Signa Sports Group könnte dabei mit bis zu 1,2 Milliarden Euro bewertet werden. Signa wähle derzeit Berater für einen möglichen Börsengang aus. Eine endgültige Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen, heißt es. Ein Sprecher der Signa Holding wollte "Gerüchte nicht kommentieren".

Die Sports Group ist Teil von Benkos Handelssparte Signa Retail. Zu ihr gehören Karstadt Sports und die Online-Händler Outfitter, Internetstores, Tennis-Point und Probikeshop.

2017 setzte Signa Sports nach eigenen Angaben 650 Millionen Euro um. In Deutschland, Österreich und der Schweiz zählte die Sparte über 45 stationäre Standorte sowie 52 Webshops in 18 Ländern. Signa Sports gehört damit zu den fünf größten Sportartikelhändlern in Europa

15:57 Uhr
Die Blockchain ist eine Art digitaler Kontoauszug, eine Technologie, die auch der bekanntesten Digitalwährung Bitcoin zugrunde liegt. In miteinander verketteten Datenblöcken sind alle jemals getätigten Transaktionen verschlüsselt abgespeichert und öffentlich einsehbar.
Die Blockchain ist eine Art digitaler Kontoauszug, eine Technologie, die auch der bekanntesten Digitalwährung Bitcoin zugrunde liegt. In miteinander verketteten Datenblöcken sind alle jemals getätigten Transaktionen verschlüsselt abgespeichert und öffentlich einsehbar.(Foto: REUTERS)

EZB-Chef nennt Blockchain "vielversprechend"

Überraschung! Krypto-Kritiker Mario Draghi hält große Stücke auf die Blockchain-Technologie. Die hinter vielen Kryptowährungen stehende Technik sei "recht vielversprechend", sagt der EZB-Chef in einem Video-Interview der Notenbank.

Sie erlaube beispielsweise eine schnelle und automatische Begleichung von Rechnungen direkt nach deren Erhalt und könne der Wirtschaft viele Vorteile bringen.

Ein Haar in der Suppe gibt es trotzdem:

Für die Verwendung im Zentralbankbereich sei die Technologie gleichwohl noch nicht sicher genug, sagt Draghi. Hier sei weitere Forschung sei nötig; die EZB kooperiere auf diesem Gebiet bereits mit der japanischen Notenbank.

Bei Investitionen in die Kryptowährung Bitcoin, die auf der Blockchain liegt, rät Draghi zur Vorsicht. Aufgrund der starken Kursschwankungen und der fehlenden Kontrolle durch eine Zentralbank oder einen Staat handle es sich bei dem Bitcoin nicht um eine richtige Währung. Zugleich sieht er die EZB aber nicht dafür zuständig, den Bitcoin zu regulieren oder gar zu verbieten.

Datenschutz

15:30 Uhr
Amazon rüstet weiter auf.
Amazon rüstet weiter auf.(Foto: dpa)

Amazon-Gerüchte bewegen US-Apothekenwerte

Die US-Börsen werfen weiter ihre Schatten voraus:

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Der Einstieg von Amazon in die Belieferung von Krankenhäusern sowie eine mögliche Großfusion in der Apothekenbranche halten in New York die Anleger in diesen Stunden auf Trab.

Das "Wall Street Journal" berichtete, der Internet-Händler wolle in den USA Krankenhäuser und Tageskliniken mit medizinischen Bedarfsartikeln versorgen. Dasselbe Blatt berichtet auch, die größte US-Drugstore-Kette Walgreens Boots Alliance sei an einer Komplettübernahme des Arzneimittelgroßhändlers AmerisourceBergen interessiert.

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Im vorbörslichen Handel geraten daraufhin vor allem eine Reihe von Aktien großer pharmazeutischer Betriebe unter Druck. So fallen McKesson, Cardinal Health, CVS Health und Owen & Minor um ein bis vier Prozent. Lediglich die Aktien von AmerisourceBergen ziehen um etwa 17 Prozent an. Walgreens ist bereits mit 26 Prozent an AmerisourceBergen beteiligt.

15:01 Uhr
(Foto: REUTERS)

Kurs von US-Label Under Armour geht durch die Decke

Der Adidas-Konkurrent Under Armour überrascht vorbörslich mit einem Kursfeuerwerk.

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Die Aktie des von erheblichen Turbulenzen auf dem Heimatmarkt USA geplagten Sportbekleidungsherstellers springt um 13 Prozent nach oben, nachdem das US-Label im vierten Quartal mehr umgesetzt hat, als von Analysten erwartet.

Die Erlöse stiegen um 5 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar, Beobachter hatten im Schnitt lediglich 1,3 Milliarden erwartet.

Unterm Strich steht trotzdem ein Verlust von 87,9 Millionen oder 0,20 Dollar je Anteilsschein. Vor einem Jahr hatte Under Armour noch 103,2 Millionen oder 0,23 Dollar je Aktie verdient.

Vor allem auf dem wichtigen Heimatmarkt kämpft das Unternehmen mit Problemen. Der Umsatz in den USA sank im vierten Quartal. Das tut weh, denn Amerika steht für rund drei Viertel der Erlöse.

Die Anleger schreckt das aber offensichtlich nicht.

Im Ausland läuft es immerhin glänzend: In Europa und Asien stiegen die Einnahmen um fast die Hälfte. 2017 war ein Jahr des radikalen Umbruchs. Gründer und CEO Kevin Plank hat das Management größtenteils ausgetauscht.

13:49 Uhr

US-Anleger fliehen aus Deutsche Telekom

Deutsche Telekom leiden laut einem Marktteilnehmer weiter unter Verkäufen von US-Anlegern. Der Kurs büßt 1,4 Prozent ein und führt damit die Verliererliste im Dax an.

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"Die Verkäufe kommen über London", sagt ein Marktteilnehmer. Das deute daraufhin, dass US-Anleger hinter den Abgaben steckten. Sie verkauften vermutlich weiterhin zinssensitive europäische Branchentitel.

"Da schützen dann auch hohe Dividenden-Renditen nicht", so der Händler weiter.

Der europäische Stoxx-Telekom-Index ist mit einem Minus von 0,7 Prozent größter Verlierer unter den Branchen-Indizes, gefolgt von den ebenfalls zinssensitiven Versorgern.

12:23 Uhr

Daimler-Chef bekommt für 2017 wieder mehr Geld

Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche bekommt für 2017 rund 8,6 Millionen Euro und damit eine Million mehr als für das Jahr davor.

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Das geht aus dem Geschäftsbericht des Dax-Konzerns hervor. Für 2016 hatte er 7,6 Millionen Euro erhalten, für das Jahr davor 9,7 Millionen.

Die Vergütung für den gesamten Daimler-Vorstand beträgt für 2017 35 Millionen Euro, 3,2 Millionen mehr als für 2016. Die Vergütung setzt sich aus fixen und variablen Teilen zusammen, die sich auch am operativen Gewinn des Dax-Konzerns, am Erreichen festgelegter Ziele und diversen anderen Faktoren orientieren und auch nicht auf einen Schlag, sondern über mehrere Jahre hinweg ausgezahlt werden. Dadurch kann sich der Wert noch ändern.

Vor knapp zwei Wochen hatte Zetsche Rekordzahlen für 2017 vorgelegt.

Hier mehr zum Social-Media-Star Zetsche und zu den guten Daimler-Quartalszahlen.

12:08 Uhr

Firmen korrigieren Prognosen so häufig wie nie

Die deutschen börsennotierten Unternehmen haben ihre Gewinn- und Umsatzprognosen im vergangenen Jahr so häufig korrigiert wie noch nie. Die Tendenz zeigte dabei überwiegend nach oben, schreibt die Unternehmensberatung EY in einer Analyse.

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Die Berater sehen gleichzeitig Zeichen für eine zunehmende Unsicherheit in der Wirtschaft.

Laut der Analyse stieg die Zahl der positiven Korrekturen von 89 im Jahr 2016 auf 199 im Jahr 2017. Die Zahl der Gewinn- oder Umsatzwarnungen stieg von 66 auf 95.

59 Prozent der mehr als 300 an der Frankfurter Börse gelisteten Unternehmen mussten demnach mindestens einmal eine Prognose korrigieren. Das ist der höchste Stand, seitdem EY im Jahr 2011 mit der Auswertung von Mitteilungen und Berichten der Unternehmen begonnen hatte.

11:44 Uhr

Marke "Air Berlin" steht zum Verkauf

Nach dem Flugbetrieb verkauft der Insolvenzverwalter nun auch die Marke "Air Berlin". Investoren können Angebote für rund 180 geschützte Begriffe und Wortmarken der insolventen Fluggesellschaft abgeben, darunter "LTU" und "airduesseldorf" sowie zahlreiche Internetadressen.

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Welche Einnahmen er sich erhofft, ließ der Insolvenzverwalter Lucas Flöther dabei offen. Er sprach nur von substanziellen Erlösen zugunsten der Insolvenzmasse. 

Die zweitgrößte Fluggesellschaft hatte im August Insolvenz angemeldet. Sie hatte nach mehreren Übernahmen - darunter die Fluggesellschaft LTU - über Jahre Verluste eingeflogen. Flugzeuge sowie Start- und Landerechte der Air Berlin sicherten sich unter anderem die Lufthansa, Easyjet und Niki Lauda.

Air-Berlin-Papiere sind seit Ende Januar nicht mehr im "Prime Standard" sondern im "General Standard" gelistet. Beantragt hatte das nach Auskunft der Börse die Airline Ende Oktober selbst.

11:18 Uhr
Britische Inflation hält im Januar überraschend Drei-Prozent-Marke.
Britische Inflation hält im Januar überraschend Drei-Prozent-Marke.(Foto: picture alliance / Monika Skolim)

BoE in Habachtstellung: Inflation höher als erwartet

Die britische Inflation hat im Januar die Prognosen überraschend übertroffen.

Die Bank of England (BoE) dürfte das in ihrer Einschätzung bestärken, die Zinsen anzuheben, um die Inflation wieder auf den Zielwert von 2 Prozent zu bringen.

Wie die nationale Statistikbehörde berichtet, stiegen die Verbraucherpreise um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ökonomen hatten einen leichten Rückgang der Inflationsrate auf 2,9 Prozent erwartet.

Vor allem für Kleidung, Schuhe und Freizeitartikel und Dienstleistungen, insbesondere Eintrittskarten für Zoos und Gärten, mussten die Bürger tiefer in die Tasche greifen.

Die Inflation in Großbritannien liegt seit zwölf Monaten über dem BoE-Ziel. Die BoE hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass sie erwartet, die Zinssätze schneller und höher anheben zu müssen, als sie letztes Jahr erwartet hatte, um den Preisauftrieb einzudämmen.

10:46 Uhr
Dampfwolken steigen aus einem Erdwärme-Kraftwerk. Das Kraftwerk in Grindavik, Island versorgt ein Rechenzentrum, in dem Bitcoins errechnet werden.
Dampfwolken steigen aus einem Erdwärme-Kraftwerk. Das Kraftwerk in Grindavik, Island versorgt ein Rechenzentrum, in dem Bitcoins errechnet werden.(Foto: picture alliance / Egill Bjarnas)

Krypto-Miner in Island sind wahre Stromfresser

Die in Island beheimateten Bitcoin-Produzenten dürften laut dem nationalen Energieunternehmen HS Orkasin in diesem Jahr mehr Strom verbrauchen als alle isländischen Privathaushalte zusammen.

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Grund für den gigantischen Energieverbrauch sei, dass sich immer mehr Rechenzentren, darunter sogenannte "Miner", in Island ansiedeln wollen, sagt Sprecher Johann Snorri Sigurbergsson. "Wenn all diese Projekte realisiert werden, haben wir nicht genug Energie dafür."

In den vergangenen Jahren sind viele Rechenzentren in das Land mit nur etwa 350.000 Einwohnern gezogen. Ein Grund dafür ist die vergleichsweise günstige Stromerzeugung, die fast ausschließlich aus erneuerbaren Energien wie Erdwärme oder Wasserkraft erfolgt.

Der jährliche Stromverbrauch der Bitcoin-Miner wird auf 840 Gigawattstunden geschätzt - verglichen mit veranschlagten 700 Gigawattstunden, die pro Jahr durch die isländischen Haushalte verbrauchen.

Der Kurs der populärsten Kryptowährung Bitcoin hat seit vergangenem Jahr kräftig an Wert eingebüßt. Das gleiche gilt für die Konkurrenzwährung im Internet, Ripple.

10:24 Uhr
(Foto: imago/imagebroker)

US-Futures lassen Dax abtauchen

Entgegen den Erwartung sind die Vorzeichen im frühen Geschäft negativ.

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Der Markt reagiert damit auf wieder deutlich im Minus notierenden US-Futures, die eine schwächere Eröffnung an Nachmittag an Wall Street andeuten.

Der S&P-500-Future gibt aktuell 0,6 Prozent nach. "Der Markt ist noch immer auf der Suche nach einem Boden", so ein Händler. Von der 10-jährigen US-Rendite gibt es derweil Signale der Entspannung.

Auch an den anderen europäischen Börsen sind die Vorzeichen negativ. Teilnehmer verweisen auf die seit dem Absturz der Vorwoche gestiegene Unsicherheit und die Suche nach einem Boden.

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Zudem zeigt sich der Euro wieder leicht im Aufwind und setzt sich von der 1,23-Dollar-Marke etwas nach oben ab. Auf der anderen Seite ebben die Kursausschläge in beide Richtungen ab, die Volatilität sinkt.

Der Euro-Stoxx gibt 0,2 Prozent nach auf 3.360 Punkte.

Einen fundamentalen Stimmungsaufheller lieferte - zumindest theoretisch - am Vorabend die US-Regierung mit ihren Haushaltsplänen. Diese beinhalten ein Infrastrukturprogramm mit einem Volumen von 1,5 Billionen Dollar. Dafür sollen 200 Milliarden Dollar aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt werden.

Für die restlichen 1,3 Billionen Dollar sollen die US-Bundesstaaten und private Investoren aufkommen. Investoren erhoffen sich von dem Programm einen Schub für die US-Konjunktur. Allerdings sind die Chancen auf eine Umsetzung der Pläne in dieser Form gering, da der US-Kongress zustimmen muss.

Hier der Beitrag unserer TV-Kollegen:  

Video

 

09:15 Uhr

Anleger beginnen zögerlich

Nach der stürmischen Kursrally zum Wochenstart treten Anleger schon wieder auf die Bremse. Der Dax beginnt den Handelstag kaum verändert mit 12.282 Punkten. Auf die Stimmung drückt Börsianern zufolge der Euro, der sich um 0,3 Prozent auf verteuerte.

Außerdem halten sich viele Investoren vor den für morgen erwarteten US-Inflationsdaten zurück. "Eine Zahl, die nur leicht über den Erwartungen liegt, könnte die Märkte erschüttern", sagt Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. "Denn dies würde bestätigen, dass die Zinsängste doch nicht unbegründet sind."

Zu den größten Verlierern gehören Aurubis mit einem Kursminus von 5,2 Prozent. Der Kupferkonzern steigerte zwar im ersten Geschäftsquartal seinen Gewinn, aber die Ergebnisse lagen unter den Erwartungen von Analysten. Dagegen legten sich Anleger Aktien des Chipanlagenbauers Aixtron in ihre Depots. Die Titel stiegen um gut ein Prozent. Händler verweisen auf einen Gewinnsprung beim US-Rivalen Veeco. Dieser habe auch eine positive Prognose vorgelegt, was den Aixtron-Titeln helfe.

07:49 Uhr
Erholungsbewegungen am deutschen Aktienmarkt: Der Dax im Rosenmontagshandel.
Erholungsbewegungen am deutschen Aktienmarkt: Der Dax im Rosenmontagshandel.(Foto: REUTERS)

Dax atmet frische Höhenluft

Am deutschen Aktienmarkt heben Händler die Daumen: Im unsicheren Umfeld nach den großen Kursstürzen der vergangenen Woche zeichnet sich an der Börse in Frankfurt ein freundlicher Handelsstart ab.

  • Der Leitindex Dax wird am Morgen auf Teleboerse.de zum Auftakt bei 12.330,00 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,4 Prozent entspricht.
  • Zu Wochenbeginn war das Frankfurter Kursbarometer stark erholt 1,4 Prozent im Plus bei 12.282,77 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Die Vorgaben für das Geschäft am Dienstag fallen durchwachsen aus: Der Dow-Jones-Index hatte am Vorabend 1,7 Prozent im Plus geschlossen. Der Nikkei-Index liegt nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende 0,6 Prozent im Minus.
07:14 Uhr
Winterliche Sonnenuntergang über dem Berg Fuji: Der Nikkei kommt nach dem Kurssturz von vergangener Woche nicht richtig in Schwung.
Winterliche Sonnenuntergang über dem Berg Fuji: Der Nikkei kommt nach dem Kurssturz von vergangener Woche nicht richtig in Schwung.(Foto: dpa)

Nikkei-Index fällt zurück ins Minus

Schwacher Nachholbedarf nach dem Feiertag: Im japanischen Aktienhandel haben sich die Kurse am ersten Handelstag einer verkürzten Börsenwoche vom Einbruch der vergangenen Woche nur kurzzeitig erholen können.

  • Im Sog guter Vorgaben von der Wall Street notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zum Ende des Vormittagshandels 1,33 Prozent im Plus bei 21.668 Punkten. Im späten Handel  dreht der japanische Leitindex ins Minus und gibt 0,45 Prozent ab auf 21.286 Punkte.
  • Der breiter gefasste Topix-Index gewann zum Ende der ersten Handelshälfte 0,8 Prozent auf 1745 Zähler. Im späten Verlauf fällt er ebenfalls zurück und notiert 0,90 Prozent im Minus bei 1716 Punkten.
  • Vergangene Woche hatte der Nikkei 7,1 Prozent an Höhe verloren. Am Montag fand an der Börse in Tokio wegen eines Feiertags kein Handel statt.
06:24 Uhr
Anhaltender Aufwärtsdrang: Die Währung der Europäer neigt weiterhin zur Stärke.
Anhaltender Aufwärtsdrang: Die Währung der Europäer neigt weiterhin zur Stärke.(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Euro steigt über 1,23 Dollar

Im Devisenhandel gewinnt der Euro am frühen Morgen weiter an Stärke: Der Kurs der Gemeinschaftswährung liegt zum Übergang ins europäisch geprägte Geschäft knapp über der Marke von 1,23 Dollar.

  • Gegen 6.15 Uhr (MEZ) notiert der Euro 0,13 Prozent über Vortagesniveau bei 1,2306 Dollar.
  • In der Spitze war der Euro in der Nacht in seinem Kursverhältnis zum Greenback bis auf 1,2307 Dollar gestiegen.
  • Am Vorabend hatte sich der Euro mit 1,2290 Dollar noch knapp unter der Kursschwelle von 1,23 Dollar gehalten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs für den Euro zu Wochenbeginn auf 1,2263 Dollar festgelegt.

06:12 Uhr