Zertifikate

Auf unterschiedlichen Wegen zu 5%: DAX-Bonus-Zertifikate

Wer mit Hilfe von Bonus-Zertifikaten auf den DAX-Index in einem Jahr einen Ertrag von etwas mehr als 5 Prozent erwirtschaften möchte, kann dieses Vorhaben mit zwei unterschiedlichen Strategien umsetzen.

(Foto: REUTERS)

Mit vermeintlich risikolosen Anlageformen, wie Spareinlagen, Geldmarkteinlagen und Staatsanleihen von Ländern höchster Bonität können Anleger derzeit die Kaufkraft ihres Kapitaleinsatzes nicht erhalten. Die Voraussetzung, um eine aus heutiger Sicht hohe Jahresrendite im Bereich von 5 Prozent zu erwirtschaften, besteht in der Akzeptanz gewisser Risiken. Oftmals locken Schuldverschreibungen von Unternehmen mit zweifelhafter Bonität mit solch hohen Ertragsmöglichkeiten. Ein besserer, weil ganz einfach leichter einzuschätzender Weg ist jener, mittels strukturierter Anlageprodukte, wie beispielsweise Bonus-Zertifikaten auf den DAX-Index, solche Erträge anzupeilen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX-Index innerhalb des nächsten Jahres seinen gesamten Wert verliert erscheint als wesentlich geringer, als das ebenfalls kleine Risiko, dass jene Banken, die die Zertifikate emittieren, innerhalb des kommenden Jahres in die Insolvenz schlittern werden.

Am Beispiel der nachfolgend präsentierten Bonus-Zertifikate auf den DAX-Index soll veranschaulicht werden, welche Marktrisiken Anleger in Kauf nehmen müssen, um in etwa einem Jahr einen Ertrag in Höhe von mindestens 5 Prozent zu erwirtschaften.

Bonus-Zertifikat mit Barriere bei 9.500 Punkten

Das HVB-Bonus-Zertifikat mit Cap auf den DAX-Index mit der Barriere bei 9.500 Punkten, Bonus-Level und Cap bei 11.400 Punkten, BV 0,01, Bewertungstag 12.12.17, ISIN: DE000HU6R5K0, wurde beim DAX-Stand von 11.599 Punkten mit 108,04 – 108,05 Euro taxiert. Verbleibt der Indexstand bis zum Bewertungstag oberhalb der in einer Entfernung von 18,10 Prozent liegenden Barriere, dann wird das Zertifikat am 19.12.17 mit 114,00 Euro zurückbezahlt, was einem Ertrag von 5,50 Prozent entsprechen wird.

Chart

Notiert der DAX nach der Barriereberührung unterhalb des Caps, dann wird das Zertifikat am Fälligkeitstag mit einem Hundertstel des am Bewertungstag ermittelten DAX-Schlussstandes zurückbezahlt. Da der aktuelle Kaufpreis des Zertifikates einem Indexstand von 10.805 Punkten entspricht, verfügt das Zertifikat im Falle der Barriereberührung des Index über ein geringeres Verlustrisiko, als ein direktes Indexinvestment.

Bonus-Zertifikat mit Barriere bei 7.800 Euro

Das BNP-Bonus-Zertifikat mit Cap auf den DAX-Index mit der Barriere bei 7.800 Euro, Bonuslevel und Cap bei 15.400 Punkten, BV 0,01, ISIN: DE000PS2LA16, Bewertungstag 15.12.17, wurde beim DAX-Stand von 11.599 Punkten mit 145,92 – 145,95 Euro gehandelt.

Wenn der Aktienkurs bis zum Bewertungstag niemals die Barriere berührt oder unterschreitet, dann wird das Zertifikat mit dem Höchstbetrag von 154 Euro zurückbezahlt. Deshalb ermöglicht dieses Zertifikat in weniger als 12 Monaten bei einem bis zu 33-prozentigen Indexrückgang einen Ertrag von 5,52 Prozent. Berührt der DAX bis zum Bewertungstag die Barriere und notiert er am Bewertungstag unterhalb des Caps, dann wird das Zertifikat am Laufzeitende mit dem am 21.12.17 ermittelten DAX-Schlusskurs zurückbezahlt.

Da dieses Zertifikat über einen wesentlich höheren Sicherheitspuffer, als das Zertifikat mit der Barriere bei 9.800 Punkten verfügt, ist das Risiko der Barriereberührung naturgemäß geringer. Da das Zertifikat mit der Barriere bei 7.800 Punkten im Gegensatz zum 9.800er-Zertifikat ein sehr hohes Aufgeld aufweist, wird der Verlust im Falle der Barriereberührung höher ausfallen, als beim Zertifikat, das "billiger", als der DAX zu bekommen ist.

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf des DAX-Index oder von Anlageprodukten auf den DAX-Index dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.

Quelle: n-tv.de

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