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Lagerdaten und Opec-Fragen: Ölpreis verfällt in Gegenbewegung

Die Opec diskutiert über eine Verlängerung der Förderkürzung. Gleichzeitig deutet sich ein Abbau der US-Lagerbestände an. Das sind eigentlich positive Signale für den Ölpreis, der gibt allerdings nach.

Nach einem deutlichen Anstieg in den vergangenen Handelstagen gibt der Ölpreis zur Wochenmitte nach. Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung. Sie habe bereits am Dienstagnachmittag eingesetzt.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel 0,5 Prozent auf 51, 41 Dollar. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich 0,9 Prozent auf 48,27 Dollar. Die Aussicht auf weiter fallende Lagerbestände an Rohöl in den USA konnte die Preise zunächst nicht stützen, hieß es.

Förderkürzung bleibt Thema

Am Nachmittag sollen offizielle Daten der US-Regierung zu amerikanischen Ölreserven veröffentlicht werden, Experten erwarten einen erneuten Rückgang. Fallende Ölreserven können ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein geringeres Angebot sein und stützen in der Regel die Preise.

Nach wie vor spielt die Aussicht darauf, dass Staaten des Opec-Kartells gemeinsam mit anderen Ölnationen wie Russland auf noch längere Zeit weniger Öl fördern könnten, eine wichtige Rolle am Ölmarkt. In der ersten Jahreshälfte sei die zunächst bis Juni befristete Förderkürzung noch vergleichsweise leicht umzusetzen, sagte Rohstoffexperte David Fyfe vom Schweizer Ölhändler Gunvor Group.

Er rechnet mit einer Verlängerung der Maßnahme. Allerdings sah Fyfe die Gefahr, dass die Disziplin einzelner Ölstaaten bei der Umsetzung der Förderkürzung auf längere Sicht nachlassen wird.

Quelle: n-tv.de

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