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Ölpreis, Kursrutsch, Geldpolitik: Gold wird als "sicherer Hafen" gesucht

Die Aktienkurse sind weltweit unter Druck. Der fallende Ölpreis ist dafür aber nur ein Grund. Die Anleger suchen Alternativen und scheuen das Risiko. Ein alter Bekannter ist wieder attraktiv.

Risiken rund um den Erdball lassen die Anleger an den Finanzmärkten verstärkt in Gold als sicheren Hafen investieren. Der Preis des Edelmetalls stieg auf den höchsten Stand seit Anfang November 2015. Eine Feinunze - etwa 31,1 Gramm - kostete gut 1115 US-Dollar (1027,34 Euro). Das waren noch einmal über 13 Dollar mehr als am Montagmorgen.

Grund für das verstärkte Sicherheitsbedürfnis der Anleger sind die niedrigen Ölpreise sowie schlechte Signale von den Aktienmärkten. Die Ölpreise sanken in der Nacht zum Dienstag wieder unter 30 US-Dollar pro Barrel.

An den asiatischen Börsen ging es bergab: Der chinesische Aktienindex Shanghai Composite verlor 6,4 Prozent, der Shenzhen Composite ebenfalls rund 6 Prozent. Die japanische Börse in Tokio schloss ebenfalls deutlich im Minus. Auch in Deutschland sacken die Kurse ab.

Hinzu kommt laut Ökonomen die Geldpolitik. So rechnen viele Anleger mit einer baldigen Ausweitung der Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB). "Offenbar wirkt noch die Ankündigung von EZB-Präsident Mario Draghi nach, der letzten Donnerstag für März überraschend deutlich eine weitere Lockerung signalisiert hatte", meinte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank.

Eine lockere Geldpolitik drückt tendenziell auf die Renditen beziehungsweise Zinsen und macht dadurch die Geldanlage in zinslose Sachwerte wie Gold attraktiver. Am Mittwoch wird es für die Anleger noch einmal spannend. Dann wird die US-Notenbank Fed ihre jüngste Zinsentscheidung bekannt geben.

Quelle: n-tv.de

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