Mit freiwilligen Beiträgen lässt sich der Rentenanspruch sichern.
Mit freiwilligen Beiträgen lässt sich der Rentenanspruch sichern.

Freiwillige Beiträge: So noch die Rente sichern

Lange war die Gesetzliche Rente zur Lachnummer verkommen. Das hat sich geändert. Angesichts dürftiger sicherer Alternativen ist eine nicht kapitalmarktgedeckte Altersvorsorge wieder gefragt. Und auch Selbständige dürfen einzahlen, wie Finanztest weiß.

Die Zukunft ist ungewiss, die gesetzliche Rente hingegen sicher - auch wenn sie im Zweifelsfall nicht gerade üppig ausfallen dürfte. Aber immerhin. Und die umlagefinanzierte Altersvorsorge ist auch wieder begehrt. Wer nicht abhängig beschäftigt ist, kann via freiwilligen Beiträgen in die Rentenversicherung einzahlen und sich so einen Anspruch sichern.

Vorausgesetzt, derjenige lebt in Deutschland, ist hier nicht versicherungspflichtig und ist kein Bezieher einer Altersrente. Dann ist eine freiwillige Versicherung ab Vollendung des 16. Lebensjahres möglich. Dies gilt auch für Deutsche, die im Ausland wohnen. Vor allem für jene, die nicht gesetzlich rentenversichert sind oder mit den Zusatzbeiträgen ihre Anwartschaft auf die Wartezeit von fünf Jahren Versicherungszeit erfüllen möchten, machen freiwillige Beiträge Sinn, wie Finanztest berichtet.

Dies gilt besonders auch für die 4,3 Millionen Selbständigen in Deutschland, die ansonsten meist nur über private Rentenversicherungen - auch in Form der staatlich geförderten Rürup-Rente - ihren Lebensabend sichern können. Freiwillige Beitrage in die gesetzliche Rentenversicherung sind in einer Höhe von derzeit monatlich 84,15 Euro bis 1187,45 Euro zu entrichten. Dies ist auch noch dieses Jahr bis zum 31. März rückwirkend für das Jahr 2016 möglich.  Wer so vier Jahre vor Rentenbeginn jährlich 10.000 Euro (insgesamt 40.000 Euro) investiert, kann sich laut Finanztest ab Rentenbeginn über monatlich 179 Euro freuen - lebenslang. Zudem sind auch Rentensteigerungen in der Zukunft möglich. Denn die Rentenhöhe steigt dann, wenn auch die Löhne der Beschäftigten steigen. 

Bei der Rürup-Rente gäbe es laut der Berechnungen nur 134 beziehungsweise 118 Euro (mit Hinterbliebenenschutz). Welches Modell oder welche Kombination der privaten Vorsorge tatsächlich lohnender ist, muss aber der Einzelfall zeigen und hängt nicht zuletzt von den finanziellen Mitteln des Selbständigen ab.

Gut zu wissen: Zu den nötigen 5 Jahren Mindestversicherungszeit zählen auch Zeiten der Kindererziehung, der Arbeitsunfähigkeit, des Bezuges von Arbeitslosengeld I sowie Wehr- und Zivildienstzeit. Insbesondere für Mütter und Väter, die nie in die Rentenkasse eingezahlt und sich stattdessen der Kindererziehung gewidmet haben, ergibt eine freiwillige Beitragszahlung Sinn. Genau wie für pflichtversicherte Arbeitnehmer, die vorzeitig in den Ruhestand gehen möchten. Diese können derart Rentenkürzungen kompensieren. Zudem sind die Beiträge von der Steuer absetzbar.  

Wie viel die freiwilligen Beiträge dann für die gesetzliche Rente bringen, lässt sich hier errechnen. Aber auch die Deutsche Rentenversicherung steht für Auskünfte, Beratung und Prognosen zur Verfügung.  

Quelle: n-tv.de

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