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(Foto: REUTERS)

Auf den Börsenzug aufspringen: Aktien kaufen ist ganz einfach

Von Benjamin Feingold

Der Dax legt in den vergangenen Tagen eine fulminante Rally hin und erklimmt neue Jahreshochs. Freuen dürfen sich Aktienbesitzer. Wer einer werden will, muss allerdings einige Dinge beachten.

So sehr konnten sich Anleger in diesem Jahr selten über Kursgewinne beim Dax freuen: Vier Prozent Plus in drei Tagen, da juckt es vielen in den Fingern, noch schnell einzusteigen oder aufzustocken. Dabei reicht es aber nicht nur auf den Aktienkurs zu schauen, um seinen Gewinn zu berechnen, sondern auch auf die Gebühren bei Kauf und Verkauf. Aktien gibt es, wie andere Wertpapiere auch, nicht zum Nulltarif.

Die Gebühren bestehen aus einer Provision von häufig 0,3 bis 0,5 Prozent auf den Kurswert, also auf den Wert der jeweiligen Kundenorder. Hinzu kommt die Handelsplatzgebühr, die der jeweilige Handelsplatz, sei es die Handelsplattform Xetra der Deutschen Börse oder eine der Regionalbörsen, beispielsweise Hamburg, Stuttgart oder München, erhält.

Bei der Depoteröffnung selbst erfassen die Kunden ihre persönlichen Daten direkt am Computer. Anschließend werden die bisherigen Erfahrungen mit dem Wertpapierhandel abgefragt, damit der Broker den Kunden in eine Risikoklasse einstufen kann. Je höher die Risikoklasse, umso riskantere Geschäfte kann der Depotinhaber später tätigen. Mit den ausgedruckten Depotunterlagen geht der Anleger zur Deutschen Post, damit der Angestellte anhand des Ausweises die Identität und die Unterschrift des Depotinhabers bestätigt. Diese Unterlagen werden an das Wertpapierhandelshaus gesendet. Wenige Tage später bekommt der Depotinhaber die Unterlagen mit seiner Depotnummer und den Zugangsdaten, wie einem Passwort für Transaktionen, zurück.

Die WKN ist wichtig

Der Kauf von Aktien ist so simpel wie das Einkaufen bei Ebay. Dabei müssen sich die Kunden überlegen: Was und wie viel davon will ich?  Was soll es höchstens kosten, und bei wem kaufe ich? Genau diese Daten geben die Kunden der Online-Broker nämlich beim Kauf von Aktien am Computer in die Ordermaske ihres Depots ein.

Jede Aktie hat dabei eine sogenannte Wertpapierkennnummer (WKN), bei Daimler lautet sie beispielsweise 710000. Wegen der Internationalisierung der Finanzmärkte hat in den vergangenen Jahren die International Securities Identification Number (ISIN), also eine zwölfstellige Buchstaben-Zahlen-Kombination, verstärkt an Bedeutung gewonnen. Sie ist eine erweiterte WKN und lautet beispielsweise bei Daimler DE0007100000.

Sehr empfehlenswert ist zudem, dass die Käufer ein Limit angeben, also den Höchstkurs zu dem sie das Papier kaufen möchten, um nicht zu viel dafür zu bezahlen. Wenn kein Limit angegeben wird, wird die Aktie zum nächsten Kurs an der Börse abgerechnet.

Langfristiges Engagement

Zuletzt müssen die Käufer noch entscheiden, wo das Papier gekauft werden soll. Bei hochliquiden Dax-Werten entscheidet man sich normalerweise für das elektronische Handelssystem Xetra. Bei kleineren Werten schauen Anleger hingegen, wo das Handelsvolumen am größten ist, sei es auf dem Parkett der Frankfurter Börse oder an den Regionalbörsen.

Anleger, die auf Geld ein paar Jahre verzichten können, können einen Teil davon am Aktienmarkt anlegen. Nicht weil der Kauf und Verkauf der Papiere sehr einfach ist: Im Gegensatz zu den immer weiter um sich greifenden Mini- und Strafzinsen könnte ein Engagement am Aktienmarkt langfristig eine ordentlichere Rendite abwerfen.

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien oder Anlageprodukten dar.

Quelle: n-tv.de

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