24.05.2012 10:19 Uhr Frankfurt 09:19 Uhr London 04:19 Uhr New York 17:19 Uhr Tokio
Suche
Meldungen

Sonntag, 19. Juli 2009

Schlankere Klebstoffsparte

Henkel plant Jobabbau

In der Klebstoffsparte von Henkel arbeiten europaweit rund 12.000 Mitarbeiter.

In der Klebstoffsparte von Henkel arbeiten europaweit rund 12.000 Mitarbeiter.
(Foto: dpa)

Beim weltgrößten Klebstoffhersteller Henkel (Pritt, Pattex) stehen offenbar mehrere hundert Stellen durch organisatorische Veränderungen auf der Kippe. Der Düsseldorfer Konzern arbeitet an schlankeren Strukturen für sein Klebstoffgeschäft in Europa. "Die Strukturen im europäischen Klebstoffgeschäft werden verändert und sollen damit stärker an die Kundenbedürfnisse angepasst werden", sagte ein Sprecher von Henkel. Die Überlegungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Deshalb könnten zu einem möglichen Stelleabbau noch keine Aussagen getroffen werden.

Die organisatorischen Veränderungen laufen auf einen Abbau von schätzungsweise 400 bis 450 Arbeitsplätzen hinaus, berichtet dpa unter Berufung auf Unternehmenskreise. Davon könnte etwa die Hälfte auf Deutschland entfallen. Die Henkel-Klebstoffsparte hat nach Einschätzung von Kennern europaweit etwa 12.000 Mitarbeiter. Der Henkel-Vorstand hatte bei der Bilanzvorlage für das Jahr 2008 im Februar bereits bekanntgegeben, dass weltweit im Zuge der Übernahme des US-Klebstoffherstellers National Starch insgesamt zehn Werke geschlossen werden, darunter auch das Werk Kleve am Niederrhein.

Straffere Strukturen

Die Pläne des Managements sind nach Ansicht des Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrates, Winfried Zander, keine Reaktion auf die Wirtschaftskrise. Vielmehr sollen die Strukturen nach einer Reihe von Übernahmen gestrafft werden. "Das sind zahlreiche Zukäufe gewesen", sagte Zander. Die milliardenschwere Übernahme von National Starch sei der Höhepunkt gewesen. Eine genaue Zahl, wie viele Stellen wegfallen sollen, liege zwar noch nicht vor. "Es sind noch nicht alle Projekte definiert", erläuterte Zander. Aber auch er gehe von einer Größenordnung von 400 bis 450 Stellen aus. Zu den Plänen gebe es bereits Gespräche mit dem Vorstand und mit betroffenen Mitarbeitern.

Henkel hat bereits vor mehr als einem Jahr ein Sparprogramm gestartet, mit dem weltweit 3000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Davon entfallen 1000 auf Deutschland. Mit dem Programm sollen 150 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Die Wirtschaftskrise hatte im ersten Quartal 2009 zu massiven Rückgängen bei Industrieklebstoffen unter anderem für Autos geführt. Deshalb brach der Konzerngewinn in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um fast die Hälfte auf 121 Mio. Euro ein.

dpa

Kursinformationen

Artikel versenden

Schlankere Klebstoffsparte: Henkel plant Jobabbau

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.