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Samstag, 20. Juni 2009

Auf den Spuren Wilhelms II.

Bahn wird im Irak aktiv

Die Deutsche Bahn will sich einem "Spiegel"-Bericht zufolge am Wiederaufbau des Eisenbahnnetzes im Irak beteiligen. In dieser Woche werde Bahnchef Rüdiger Grube mit dem irakischen Verkehrsminister Amir Abd al-Dschabir Ismail die Grundzüge einer Kooperation vereinbaren, meldete das Nachrichtenmagazin.

Rüdiger Grube trifft den irakischen Verkehrsminister.

Rüdiger Grube trifft den irakischen Verkehrsminister.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das bundeseigene Unternehmen wolle vor allem den Aufbau des Güterverkehrsnetzes organisieren und es später womöglich gemeinsam mit irakischen Partnern betreiben. Über das Geschäftsvolumen des Großprojektes wurde dem Bericht zufolge noch nicht gesprochen. Die Anbahnung der deutsch-irakischen Kooperation sei höchst diskret vorbereitet worden.

Bereits vor knapp einem Jahr hätten Emissäre des damaligen Bahnchefs Hartmut Mehdorn mit der Sondierung der Geschäftschancen begonnen.

Deutsches Engagement im Eisenbahnbau habe in der Region eine lange Tradition: 1903 vereinbarte der deutsche Kaiser Wilhelm II. mit dem Osmanischen Reich den Bau der Bagdadbahn. Finanziert wurde das Projekt demnach von der Deutschen Bank, gebaut vom Baukonzern Philipp Holzmann.

wne/AFP

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