Sorgenfalten in Europa: VW wächst rasant
Volkswagen bleibt auf Kurs hin zum weltgrößten Autobauer. Die Wolfsburger steigern im April weltweit ihren Absatz um 6 Prozent. Allerdings gibt es auch Probleme: So gibt es eine Eintrübung des europäischen Marktes. VW will bis spätestens 2018 General Motors an der Weltspitze ablösen.
Europas größtem Autobauer Volkswagen ist der Auftaktdes zweiten Jahresviertels gelungen: Konzernweit brachten die Wolfsburger, die inden vergangenen Tagen schon die Absatzzahlen mehrerer Marken bekanntgegeben hatten,im April 732.000 Pkw an die Kunden in aller Welt. Das entspricht einem Plus von6 Prozent. Der europäische Markt bereitet aber weiter Sorgen.
"Für Westeuropa rechnen wir mit einer weiteren Eintrübungder Märkte", sagte Vertriebschef Christian Klingler. "Unsere Erwartungenhaben sich aktuell nach unten entwickelt. Daher beobachten wir das Marktgeschehennoch intensiver." Weltweit gesehen entwickle sich der Konzern aber "indie richtige Richtung".
In den ersten vier Monaten des Jahres verkauften dieWolfsburger 2,89 Millionen Autos - 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Automobilmarktlegte nach Unternehmensangaben um nur rund sechs Prozent zu. Erfolgsgaranten warenvor allem die Marken Audi, VW und Skoda.
"Wir profitierenvon unserer überzeugenden Modellpalette und wollen diesen Schwung auch in die nächstenMonate mitnehmen", erklärte Klingler. Schwach entwickelt sich dagegen die spanischeTochter Seat, die stark in den von der Schuldenkrise gebeutelten Euro-Ländern aktivist. Die Seat-Verkäufe brachen im bisherigen Jahresverlauf deshalb um über 13 Prozentein. Regional gesehen legte der Volkswagen-Konzern vor allem in den Regionen Zentral-und Osteuropa sowie Asien-Pazifik und Amerika deutlich zu. Einzig in Westeuropagab es Einbußen.
Marktführungfest im Blick
VW will bis spätestens 2018 die Marke von 10 MillionenVerkäufen knacken und damit General Motors an der automobilen Weltspitze ablösen.2011 hatte VW einen neuen Verkaufsrekord aufgestellt und insgesamt rund 8,16 MillionenFahrzeuge an die Kunden in aller Welt gebracht. Das entspricht einem Plus von rundeinem Siebtel.
Um das ehrgeizige Ziel zuerreichen, will Europas Branchenprimus den Absatz in den USA deutlich steigern,die Präsenz in Südostasien ausweiten und massiv in die Kapazitäten in den wichtigenBRIC-Staaten Brasilien, China, Russland und Indien investieren.
Quelle: n-tv.de