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Samstag, 24. Juli 2010

Patentrezept gegen Flauten

USA planen neue Schulden

Das Thema Schuldenkrise bleibt längst nicht mehr auf einzelne europäische Länder beschränkt. Auch hinter dem Haushalt der Vereinigten Staaten türmen sich tiefrote Berge auf. Neuesten Schätzungen zufolge wächst das Problem schneller als bislang erwartet.

Hantiert hauptberuflich mit großen Zahlen: OMB-Chef Peter Orszag.

Hantiert hauptberuflich mit großen Zahlen: OMB-Chef Peter Orszag.
(Foto: REUTERS)

Der USA machen in den kommenden Jahren wohl deutlich mehr Schulden als geplant: Nach neuesten Schätzungen liegt das Haushaltsdefizit in den nächsten fünf Jahren um 160 Mrd. Dollar (123,9 Mrd. Euro) über den zunächst anvisierten Zahlen. Zwar sinkt das Defizit im laufenden Etat um 84 Mrd. Dollar unter den bisherigen Ansatz. Danach werde das Loch im Staatssäckel aber wieder größer als zunächst erwartet, teilte das zuständige Budget-Büro im Weißen Haus mit.

Die erwartete Schuldenpolitik wird mit der Konjunkturentwicklung und mangelnden Steuereinnahmen begründet. "Wir sind grundsätzlich noch immer in der gleichen Situation, die Wirtschaft ist schwächer, als wir es gerne hätten", meint Peter Orszag, der amtierende Budget-Aufseher im Weißen Haus. Präsident Barack Obama warnt immer wieder - auch auf internationaler Ebene - davor, durch zu harsches Sparen den konjunkturellen Aufschwung zu gefährden.

Den Schätzungen zufolge beträgt das Etatdefizit in diesem Jahr 1,47 Billionen Dollar (1,13 Billionen Euro). Das sind zehn Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts. Im nächsten Jahr soll es bei 1,41 Billionen Dollar liegen, im Jahr 2015 bei 762 Mrd. Dollar.

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dpa

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