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Freitag, 18. Dezember 2009

Werftentochter an Araber

ThyssenKrupp veräußert HSY

Blick auf die Konzernzentrale von ThyssenKrupp in Düsseldorf.

Blick auf die Konzernzentrale von ThyssenKrupp in Düsseldorf.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der ThyssenKrupp-Konzern will seine griechische Werftentochter HSY an die arabische Abu Dhabi MAR verkaufen. "Wir haben der griechischen Regierung mitgeteilt, dass aus unserer Sicht Abu Dhabi MAR der bevorzugte Bieter ist", sagte eine Konzernsprecherin.

Es habe insgesamt fünf Offerten für Hellenic Shipyards (HSY) gegeben, von denen vier aber nicht die Anforderungen des Konzerns erfüllt hätten. Es sei nun an der Regierung in Athen, das Angebot prüfen zu lassen. Die Regierung hat dafür die Investmentbank Lazard engagiert.

Nach Angaben der griechischen Regierung will ThyssenKrupp drei Viertel der HSY-Anteile an Abu Dhabi MAR abgeben und womöglich ein Viertel behalten. Der Dax-Konzern wollte sich zu den Inhalten des Angebots nicht äußern.

Vorstandsmitglied Olaf Berlien hatte vor wenigen Wochen erklärt, dass ThyssenKrupp HSY für den symbolischen Preis von einem Euro verkaufen wolle. Im Gegenzug müsse der Käufer aber Verbindlichkeiten des griechischen Staates für den Bau von mehreren U-Booten übernehmen. ThyssenKrupp sitzt in Griechenland auf einer Rechnung von 520 Millionen Euro. Berlien zufolge entfallen davon 220 Millionen Euro auf HSY.

Ein Sprecher von Abu Dhabi MAR in Deutschland wollte sich nicht zu dem Vorgang äußern. Die Araber wollen bereits weite Teile der Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss von ThyssenKrupp übernehmen. Zudem haben sie Interesse an der ebenfalls zu ThyssenKrupp gehörenden Kieler Werft Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) gezeigt. Dabei geht es nach Angaben aus Kreisen der beteiligten Unternehmen um einen Anteil von 24,9 Prozent.

wne/rts

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