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Dienstag, 17. November 2009

Datenskandal bei T-Mobile UK

Telekom kommt nicht zur Ruhe

Seit Jahren hat Telekom mit einer Reihe von Datenskandalen zu kämpfen.

Seit Jahren hat Telekom mit einer Reihe von Datenskandalen zu kämpfen.
(Foto: AP)

Neuer Datenskandal bei der Deutschen Telekom: Die britische Mobilfunktochter T-Mobile UK hat eingeräumt, dass ein Mitarbeiter persönliche Daten Tausender Kunden ohne Wissen des Konzerns an rivalisierende Unternehmen verkauft hat. Es sei zutiefst bedauerlich, dass Kunden-Informationen auf diese Weise veruntreut worden seien, erklärte das Unternehmen.

T-Mobile UK habe bereits mit der britischen Datenschutzbehörde (ICO) Kontakt aufgenommen und gehe von einer strafrechtlichen Verfolgung des Angestellten aus. Die Telekom-Tochter betonte, sie habe immer mit den Behörden kooperiert, um dieses grundsätzliche Branchenproblem auszumerzen.

ICO-Chef Christopher Graham sagte, die Kundendaten seien für eine "beträchtliche Summe" an Mitarbeiter von Konkurrenten gegangen. Dabei habe es sich unter anderem um Namen, Adressen und Vertragsdauer gehandelt. Die T-Mobile UK-Rivalen hätten die Daten genutzt, um die betroffenen Personen anzurufen und ihnen neue Verträge anzubieten.

Die Telekom hat seit einigen Jahren mit einer Reihe von Datenskandalen wie der sogenannten Spitzelaffäre zu kämpfen, bei der es zu missbräuchlicher Nutzung von Verbindungsdaten gekommen ist. So räumte der Dax-Konzern beispielsweise vor einem Jahr ein, dass persönliche Daten von Millionen T-Mobile-Kunden in fremde Hände gelangt sind.

2007 stahl die Zeitarbeitskraft eines Call-Centers in Bremerhaven Zugangskennungen, um sie für ihr eigenes Unternehmen zu nutzen, und im Juni erhielt ein Vertriebspartner ein Kaufangebot für 70.000 Datensätze der Festnetzsparte.

wne/rts

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