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Stress mit russischer Bahn : Strafgelder gegen Siemens

Taufe mit Problemen: Bei Jungfernfahrt des "Sapsan" gab es Probleme.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Stress mit russischer Bahn

Strafgelder gegen Siemens

Technische Fehler soll Siemens bei der Konstruktion des neuen Hochgeschwindigkeitszuges "Saspan" gemacht haben. Die russische Staatsbahn hat den Konzern jetzt verklagt. Kondensatoren an den Türen haben bei der Jungfernfahrt zu Problemen geführt.

Die russische Staatsbahn RZD hat dem Siemens-Konzern technische Fehler beim neuen Hochgeschwindigkeitszug "Sapsan" (Wanderfalke) vorgeworfen und Strafgelder angedroht. Seit der ersten Fahrt zwischen Moskau und St. Petersburg am 17. Dezember habe es einige Probleme gegeben, etwa mit den Kondensatoren oder den automatischen Türen. Dadurch seien Verspätungen von bis zu 45 Minuten entstanden, sagte RZD-Chef Wladimir Jakunin nach Angaben der Agentur Ria Nowosti. "Unser Vertrag sieht Strafen für Fehler des Konstrukteurs vor, und wir werden solche Strafen sicherlich verhängen, ohne vor Gericht zu gehen."

Bis 2010 liefert Siemens insgesamt acht Züge im Wert von 276 Millionen Euro an die RZD. Hinzu kommt für einen Zeitraum von 30 Jahren ein Vertrag über 354 Millionen Euro für den technischen Service. Derzeit legt der "Sapsan" sechsmal am Tag die 650 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden größten russischen Städten zurück. Die Fahrt ist mit 3 Stunden 45 Minuten eine Dreiviertelstunde schneller als bisher.

dpa

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