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Montag, 22. März 2010

Prüfer durchwühlen die Bücher

Solar Millennium greift durch

Nach dem überraschenden Rückzieher von Firmenchef Utz Claasen reagiert Solar Millennium auf die wild ins Kraut schießenden Gerüchte: Das Erlanger Unternehmen kündigt eine umfangreiche Überprüfung sämlicher Bilanzen der letzten sechs Jahre an.

Großflächige Spiegel bündeln in einer Anlage in Andalusien das Sonnenlicht.

Großflächige Spiegel bündeln in einer Anlage in Andalusien das Sonnenlicht.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Wenige Tage nach dem überraschenden Abgang von Firmenchef Utz Claassen hat Solar Millennium die Prüfung seiner Bilanzen der vergangenen Jahre beschlossen.

"Um alle Zweifel oder etwaige Fragestellungen" zu den Geschäftsjahren seit 2004/2005 "restlos auszuräumen", werde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte mit deren Untersuchung beauftragt, teilte die Erlanger Firma mit. Ergebnis werde eine gutachterliche Stellungnahme zur Ordnungsmäßigkeit der Konsolidierung sein.

In Medienberichten waren Solar Millennium Bilanztricksereien vorgeworfen worden, die der Solarkraftwerksentwickler aber dementierte. Der ehemalige EnBW-Konzernchef Utz Claassen, der zum 1. Januar den Vorstandsvorsitz übernommen hatte, legte vergangene Woche überraschend seinen Posten nieder.

Conergy baut in Thailand

Unabhängig von den Ankündigungen bei Solar Millennium meldete sich der Solaranlagenbauer Conergy zu Wochenbeginn mit einem neuen Großprojekt zu Wort. Das Unternehmen baut eigenen Angaben zufolge den größten privaten Solarpark in Südostasien.

Die Anlage soll demnach in Thailand entstehen, im rund 70 Kilometer von der Hauptstadt Bangkok entfernten Ayutthaya, wie das Hamburger Unternehmen mitteilte. Der Solarpark soll eine Leistung von drei Megawatt haben und somit pro Jahr knapp 4500 Megawattstunden Strom produzieren. Dadurch werde der Atmosphäre der Ausstoß von jährlich fast 2000 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) erspart.

Der erste Teil des Solarparks soll noch im ersten Halbjahr dieses Jahres fertiggestellt werden, komplett soll er bis Ende 2010 ans Netz gehen.

Für deutsche Verhältnisse ist die Anlage vergleichsweise klein: Deutschlands größter Solarpark in Brandenburg hat eine maximale Leistung von 53 Megawatt und kann damit 15.000 Einfamilienhäuser versorgen.

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rts

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