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Der Insolvenzverwalter der Schlecker-Tochter "Ihr Platz" hat einen neuen Investor gefunden.
Der Insolvenzverwalter der Schlecker-Tochter "Ihr Platz" hat einen neuen Investor gefunden.(Foto: picture alliance / dpa)

Neuer Investor für "Ihr Platz": Schlecker-Tochter kann hoffen

Nach Angaben der Insolvenzverwalters von "Ihr Platz" gibt es einen neuen Interessenten für die Tochter der pleitegegangenen Drogeriekette Schlecker. Für die 4000 Beschäftigten könnte das die Rettung sein.

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Die knapp 4000 Beschäftigtender Schlecker-Tochter Ihr Platz können wieder hoffen: "Jetzt habe ich Gottsei Dank einen alternativen Investor", sagte Insolvenzverwalter Werner Schneiderden "Stuttgarter Nachrichten". Die Verhandlungen seien "sehr vielversprechend"und sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Der Verkauf von Ihr Platz war vor knappzwei Wochen gescheitert, weil der bereits als sicherer Käufer gehandelte InvestorDubag sich nicht mit dem Hauptgläubiger, dem Kreditversicherer Euler Hermes, hatteeinigen können.

Bei dem neuen Interessentenhandle es sich um einen "strategischen Investor, der bereits im Einzelhandelaktiv ist", sagte Schneider. Mit diesem Wissen könne der Interessent auch grünesLicht von Euler Hermes bekommen. Der Kreditversicherer, eine Tochter der Allianz,hat Lieferungen an den Schlecker-Konzern abgesichert, die dieser bei seiner Insolvenznoch nicht bezahlt hatte. Der neue Investor könnte nun die Rettung für "IhrPlatz" sein. Für die 342 Schlecker-XL-Märkte sieht es dagegen weiter schlechtaus.

Auch die Lieferanten vonIhr Platz sind laut Schneider an einer Rettung der Kette mit ihren derzeit 490 Filialeninteressiert. "Die Lieferanten sagen mir immer wieder, dass sie in einem hohenMaße daran interessiert sind, dass Ihr Platz erhalten bleibt. Sie wollen neben dm,Rossmann und Müller noch einen weiteren Spieler in der Branche", sagte derInsolvenzverwalter. Fast 90 Prozent der Lieferanten hätten zugesagt, dass sie demneuen Eigentümer Konditionen geben wollten, "die ihm eine Chance auf dem Marktgeben".

Ihr Platz war zusammen mitSchlecker in die Insolvenz gerutscht, ebenso die Tochter Schlecker XL mit 1100 Beschäftigtenin 342 Filialen. Der Finanzinvestor Dubag hatte zunächst Ihr Platz und SchleckerXL gemeinsam kaufen wollen. Dieses Vorhaben sei geplatzt, weil die Schlecker XLmit Schlecker eine tarifliche Einheit bilde, sagte Schneider. Für einen Investorsei das Risiko zu groß, durch eine Übernahme von Schlecker XL auch mit den Kündigungsschutzklagenvon Schlecker konfrontiert zu werden. Rund 4500 der 10.000 in einer ersten Welleentlassenen Beschäftigten wehrten sich vor Gericht gegen ihre Kündigung.

Quelle: n-tv.de