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Wolfgang Schäuble und der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos auf einem Forum (Archivbild).
Wolfgang Schäuble und der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos auf einem Forum (Archivbild).(Foto: dpa)

"Sie sind auf richtigem Weg": Schäuble vertraut Spanien

Bundesfinanzminister Schäuble geht davon aus, dass Spanien nicht unter den Rettungsschirm muss. Er hält die Zweifel an den Finanzmärkten für nicht berechtigt. Laut Commerzbank werden Spanien und Portugal in den kommenden drei Jahren an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen. Auch hinsichtlich Irlands zeigt sie sich optimistisch.

Spanien kommt nach Einschätzung von BundesfinanzministerWolfgang Schäuble im Kampf gegen die Schuldenkrise ohne Hilfen des Euro-Rettungsfondsaus. "Die Spanier sagen: wir schaffen es alleine und ich glaube ihnen das",sagte der CDU-Politiker dem "Focus".

Er habe keinen Zweifel, dass die Regierung in Madriddie richtigen Maßnahmen ergreife und diese Schritt für Schritt umsetze. Er sehedaher keinen Anlass, dass das Land unter den Euro-Rettungsschirm flüchten muss.Die Zweifel an den Finanzmärkten seien nicht berechtigt. "Spanien ist auf demrichtigen Weg", betonte Schäuble.

Spanien macht eine Rezession, hohe Arbeitslosigkeit,ein ausuferndes Staatsdefizit und zu schaffen. Die Rating-AgenturStandard & Poor's hatte jüngst die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuftund damit Sorgen geschürt, dass sich die Schuldenkrise wieder verschärfen könnte.Spanien musste anschließend für seine Schuldenaufnahme am Kapitalmarkt höhere Zinsenzahlen.

GutePerspektive für Spanien

Nach Einschätzung der Commerzbank werden Spanien undPortugal ihren Verlust an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den anderen Euroländernin drei Jahren vollständig aufgeholt haben. Der Chefvolkswirt des Instituts, JörgKrämer, begründete die Prognose mit absehbar sinkenden Arbeitskosten in den klammenLändern. Auch Irland sei hier auf einem guten Weg.

Diese Länder dürften ihre Wettbewerbsfähigkeit jedochnur teilweise aus eigener Kraft steigern, so Krämer. Helfen werde ihnen, dass diedeutschen Lohnstückkosten nach Jahren der tariflichen Zurückhaltung überdurchschnittlichzulegen dürften. "Wir sehen ja jetzt schon eine Zeitenwende bei den Löhnen",so der Volkswirt. Für die Eurozone insgesamt sei das keine erfreuliche Entwicklung.

Sehr skeptisch äußerte sichKrämer zu den Perspektiven . Die Arbeitsmarktreform von MinisterpräsidentMario Monti ist seiner Meinung nach gescheitert. "Italien bröckelt im Hintergrundweiter", sagte der Volkswirt. Die Arbeitskosten dürften in den kommenden Jahrensteigen statt - wie es nötig wäre - sinken. "Ohne eine Lösung in Italien wirddie Staatsschuldenkrise aber nicht gelöst", sagte Krämer.

Quelle: n-tv.de