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Freitag, 18. Dezember 2009

Jungfernfahrt von Siemens-Schnellzug

Russland gibt Gas

Russland sucht den Anschluss an die Zukunft zu finden.

Russland sucht den Anschluss an die Zukunft zu finden.
(Foto: REUTERS)

Auf der Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg braust jetzt ein Hochgeschwindigkeitszug von Siemens. Der "Sapsan" (Wanderfalke) schafft in der Spitze 250 km und braucht drei Stunden und 45 Minuten. Sechs Mal am Tag soll er auf dieser Strecke fahren.

Der Sapsan sei "nicht einfach nur ein Zug, sondern eine andere Lebensart, eine andere Technologie", sagte der Chef der russischen Staatsbahn, Wladimir Jakunin, bevor er selbst einstieg. Der Hochgeschwindigkeitszug sei ein "Transportmittel mit Perspektiven".

Die russische Staatsbahn hat bei Siemens insgesamt acht der Schnellzüge des Typs Velaro geordert. Es sind die ersten Hochgeschwindigkeitszüge für das Land. Die 650 Kilometer lange Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg soll der Sapsan in drei Stunden und 45 Minuten zurücklegen. Damit ist er eine Dreiviertelstunde schneller als die bisherige Verbindung. Etwa 600 Passagiere haben in ihm Platz.

Auf der Bahnstrecke zwischen den beiden Metropolen waren vor drei Wochen 27 Menschen ums Leben gekommen, als ein Zug nach einer Bombenexplosion entgleiste. Bei den Rettungsarbeiten war damals auch der Sapsan im Einsatz, der in der Nähe zufällig Testfahrten absolvierte.

ddi/AFP

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