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Sonntag, 21. März 2010

Verdacht auf Wettbewerbsverzerrung

Razzia bei Waffenfirmen

Nach Vorwürfen des Münchener Waffenherstellers Armatix durchsucht das Kartellamt mehrere Waffenfirmen. Einem Medienbericht zufolge geht es um einen möglichen Boykottaufruf gegen eine Technologie zur elektronischen Sicherung von Pistolen.

Das Sicherheits-Rangiersystem für Handfeuerwaffen des deutschen Herstellers Armatix.

Das Sicherheits-Rangiersystem für Handfeuerwaffen des deutschen Herstellers Armatix.
(Foto: picture alliance / dpa)

Das Bundeskartellamt hat mehrere Waffenfirmen durchsucht. Anlass ist eine Beschwerde des Münchner Waffenherstellers Armatix wegen Wettbewerbsbehinderung, wie ein Sprecher des Kartellamtes sagte.

Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet dazu, dass es auch beim Waffenproduzenten Heckler und Koch (H&K) in Oberndorf (Kreis Rottweil) eine Durchsuchung gegeben habe. H&K-Geschäftsführer Peter Beyeler bestätigte dies dem Magazin, sieht aber keine Hinweise, dass der Verdacht "irgendwie begründet sein könnte".

Auslöser der Untersuchung sind laut "Spiegel" Vorwürfe von Armatix, wonach H&K seine Lieferanten zu einem Boykott einer Technologie zur elektronischen Sicherung von Pistolen aufgerufen habe. Das Münchner Unternehmen will selbst in die Produktion einsteigen, weil Heckler & Koch einen Vertrag über eine Zusammenarbeit nicht erfüllt haben soll.

Dazu will Armatix mit denselben Zulieferern wie Heckler & Koch zusammenarbeiten, was den Oberndorfern nicht gefällt. Beyeler sagte dazu, dass man für die Technologie keinen Markt sehe und deshalb die Zusammenarbeit mit Armatix eingeschlafen sei. Armatix bereite nun eine Schadenersatzklage in Millionenhöhe vor, schreibt der "Spiegel".

dpa

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