Freitag, 11. Dezember 2009
Ausverkauf endet in Kürze
Quelle ist bald Geschichte
Beim insolventen Versandhändler Quelle gehen bereits in wenigen Tagen die Lichter komplett aus. "Die Hälfte der 63 Technik-Center schließt zum 12. Dezember und der Rest zum 19. Dezember", sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters.
Auch das Quelle-Einkaufszentrum in Nürnberg ist davon betroffen. Bereits Ende November war der Abverkauf über das Internet eingestellt worden.
Allerdings türmen sich noch immer Millionen Artikel in den Quelle-Lagern. Die Insolvenzverwaltung geht davon aus, dass bis zum Abschluss des Abverkaufs noch Waren im Wert von 50 Millionen Euro vorhanden seien. "Diese gehen dann aber nicht an Privatkunden, sondern an Drittverwerter", sagte der Sprecher. Dies soll weiteres Geld in die Kassen spülen.
Bearbeitung der Rücksendungen
Dass der Ausverkauf bereits in gut einer Woche beendet werde, hängt damit zusammen, dass das Unternehmen noch eine gewisse Zeit brauche, um zurückgegangene Waren zu ordnen. Schließlich hätten die Kunden ein 14-tägiges Rückgaberecht. Bis Ende Dezember sind deshalb noch Mitarbeiter damit beschäftigt, sich unter anderem um zurückgesendete Waren zu kümmern.
Derweil laufen noch immer Gespräche über den Verkauf des Quelle-Kundendienstes Profectis mit Sitz in Nürnberg und eines Call-Centers mit 200 Mitarbeitern im sächsischen Görlitz. Man hoffe, beide Einrichtungen noch in diesem Jahr verkaufen zu können, sagte der Sprecher.
In eine ungewisse Zukunft blicken derzeit auch noch einige Mitarbeiter des Nürnberger Quelle Instituts für Warenprüfung (IfW), in dem jahrzehntelang Waren auf ihre Qualität hin überprüft wurden. Ob das Institut im Ganzen erhalten bleibe oder nur einzelne spezielle Laborgeräte verkauft würden, hänge davon ab, "welcher Bewerber sich mit welchem Konzept durchsetzt", so der Sprecher.
wne/dpa