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Banco Santander und BBVA betroffen: Moody's stuft Banken herab

Die Ratingagentur Moody's stuft spanische Banken herab. Ein Grund: Auch der klamme Staat kann den Banken nicht unbegrenzt helfen. Jetzt wird es für sie noch schwerer, an frisches Geld zu kommen.

Auf "A3" heruntergestuft: Die BBVA.
Auf "A3" heruntergestuft: Die BBVA.(Foto: DANIEL OCHOA DE OLZA/AP/dapd)

Nach dem Rundumschlag gegen italienische Banken hatdie Ratingagentur Moody's jetzt die Bonität von 16 spanischen Geldhäusernherabgestuft. Darunter sind auch die Großbanken Banco Santander und BBVA. DieKreditwürdigkeit der Geldinstitute habe sich um eine bis drei Stufenverschlechtert, teilte Moody's mit. Die Abwertungen spiegelten dieverschlechterten Bewertungen der Banken wider, in einigen Fällen aber auch dieverringerte Möglichkeit des Staates, die Banken zu unterstützen.

Spanien muss immer mehr Zinsen bieten, um sich Geldam Markt zu leihen. Zuletzt verlangten die Investoren für 2015 fällige AnleihenRenditen zwischen 4,375 und 4,876 Prozent. Im März hatten die Werte noch bei2,89 beziehungsweise 4,037 Prozent gelegen. Der Staat verfüge über einegeringere Bonität als zuvor, befand Moody's. Seine Chancen hätten sich daherverschlechtert, dass er den heimischen Banken zur Hilfe eilen könne.

Die Großbanken Banco Santander und BBVA wurden von"Aa3" auf "A3" abgewertet, Banco Popular Espanol von"A2" auf "A3". Belastet wurde ihre Bonität auch von derRezession in Spanien, der andauernden Immobilienmarkt-Krise und der hohenArbeitslosigkeit. Moody's bemängelt zudem eine sich verschlechternde Qualitätzahlreicher Immobilienkredite aus der Zeit des Immobilienbooms.

Erst am Montag hatte Moody's die Bewertung von 26italienischen Banken herabgestuft. Darunter waren auch Branchengrößen wieUniCredit und Intesa Sanpaolo. Der Ausblick für alle Betroffenen sei negativ,hieß es. Der italienische Bankenverband nannte die Herabstufungunverantwortlich und sprach von einem "Angriff auf Italien, seineUnternehmen, seine Familien und seine Bürger".

Quelle: n-tv.de