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Dienstag, 08. Juni 2010

Niedrige Boni vertreiben Banker

Macquarie droht Aderlass

Tiefe Sorgenfalten bei Macquarie-Chef Nicolas Moore.

Tiefe Sorgenfalten bei Macquarie-Chef Nicolas Moore.
(Foto: REUTERS)

Der australischen Großbank Macquarie drohen einem Zeitungsbericht zufolge wegen niedriger Boni dutzende Banker in Nordamerika und Europa wegzulaufen. Einige Spitzenbanker seien mit den sechsstelligen Summen nicht zufrieden, sie hätten auf siebenstellige Extrazahlungen gehofft, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf Unternehmenskreise und Analysten.

Boni für Investmentbanker als Anreizsysteme waren in der Finanzkrise heftig kritisiert worden, auf Druck der Politik haben zahlreiche Banken ihre Vergütungssysteme für Vorstände und Topmanager umgestellt. Boni sollen an den langfristigen Unternehmenserfolg gekoppelt werden. Gerade im Investmentbanking gelten die Extrazahlungen aber immer noch als besonders relevant, um gutes Personal zu halten.

Macquarie-Chef Nicholas Moore hält sein Institut aber nach wie vor für attraktiv für Spitzenbanker. Gemessen an den in der Branche gültigen Maßstäben brauche sich Macquarie bei der Höhe der Bezüge nicht zu verstecken. Dennoch glaube er, dass die Strukturen überprüft werden sollten. "Rund um den Bonuspool sind Änderungen denkbar, die den Beschäftigten gegenüber den Aktionären den Vorzug geben."

dpa

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