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Mittwoch, 16. Dezember 2009

Ärger für den Marktbeherrscher

Kartellklage gegen Intel

US-Wettbewerbshüter erheben schwere Vorwürfe gegen den weltgrößten Chiphersteller Intel. Das Unternehmen soll sich wettbewerbswidrig verhalten haben. Jetzt muss Intel vor Gericht.

In vier von fünf Rechnern soll ein Intel-Herz stecken - und das weltweit.

In vier von fünf Rechnern soll ein Intel-Herz stecken - und das weltweit.
(Foto: REUTERS)

Intel habe ein Jahrzehnt lang seine Marktdominanz missbraucht, um Konkurrenten zu verdrängen und seine Monopolstellung zu sichern, erklärte die staatliche Kartellbehörde FTC. Ein entsprechenders kartellrechtliches Verfahren soll diesen Angaben zufolge im September kommenden Jahres beginnen.

Die FTC rechnet mit einem Abschluss gegen Ende 2010. Intel bezeichnete die Klage in einer ersten Reaktion als unangebracht. Die Aktien des Konzerns büßten an der New Yorker Börse rund zwei Prozent ein; dagegen legten die Titel des Erzrivalen AMD um fünf Prozent zu.

Weltweit sind 80 Prozent aller Computer mit Intel-Hauptprozessoren ausgerüstet. Der Konzern befindet sich seit längerem im Visier von Wettbewerbsbehörden.

Anfang November hatte bereits die New Yorker Staatsanwaltschaft rechtliche Schritte gegen Intel eingeleitet. Sie warf dem Konzern vor, mit Zahlungen in Milliardenhöhe jahrelang Computerhersteller wie Hewlett-Packard oder Dell bestochen zu haben. Auf diese Weise soll Intel Rivalen wie Advanced Micro Devices ausgestochen haben.

Wegen unzulässiger Preiskämpfe hatte die EU bereits im Mai ein Bußgeld über 1,2 Mrd. Dollar gegen Intel verhängt.

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rts

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