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Samstag, 24. Juli 2010

Öl-Konzerne unter Aufsicht

IEA-Mann fordert Regeln

Fatih Birol zieht aus der Ölpest im Golf von Mexiko ganz eigene Schlüsse: Weil die Industriestaaten ihr Öl zunehmend auch aus riskanten Tiefseebohrungen beziehen müssten, rät der Energieexperte schleunigst zu schärferen Vorschriften.

Chefvolkswirt der Internationalen Energieagentur: Fatih Birol.

Chefvolkswirt der Internationalen Energieagentur: Fatih Birol.
(Foto: REUTERS)

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat angesichts der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko eine stärkere Überwachung der Ölkonzerne gefordert. "Eine bessere Regulierung der Ölindustrie ist möglich und überaus nötig", sagte IEA-Chefökonom Fatih Birol der "Berliner Zeitung". "Wir brauchen neue Regeln und am dringlichsten eine bessere Überwachung der Ölkonzerne durch staatliche Aufsicht."

Birol sprach sich zugleich aber auch dafür aus, neue Tiefseeprojekte anzugehen. "Wir dürfen nicht vergessen, dass ein sehr großer Teil der neuen Ölquellen, die sich noch anzapfen lassen, um unseren steigenden Bedarf zu decken, unter dem Meer liegen", sagte er. Ohne die Erschließung neuer Tiefseevorkommen steige die Abhängigkeit von "sehr wenigen Staaten im Nahen Osten", die über "enorme Vorräte" verfügten. Das habe Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit.

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AFP

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