Mittwoch, 20. Januar 2010
Schmucknachfrage als Risiko
Gold bleibt beliebt
Nach Ansicht der Commerzbank (CoBa) dürfte Gold aufgrund einer robusten Nachfrage der Finanzanleger und als Absicherung gegen Finanzmarktrisiken auch im Jahr 2010 gefragt bleiben. Dies gelte umso mehr, da bei den Zentralbanken spätestens seit dem vergangenen Jahr ein Sinneswandel in Bezug auf die Rolle von Gold als Reserveanlage festzustellen sei.
Ein Risikofaktor stelle die schwache Schmucknachfrage und das steigende Goldangebot dar. Dies dürfte einem ungebremsten Preisanstieg entgegenstehen. Die Analysten rechnen im Frühjahr mit einem Rückgang auf 1000 Dollar je Feinunze, welchem im zweiten Halbjahr ein erneuter Anstieg in Richtung 1200 Dollar folge.
Der Silberpreis dürfte 2010 dank einer sich erholenden industriellen Nachfrage und der weiterhin robusten Investmentnachfrage weiter steigen und Ende des Jahres bei 20 Dollar je Feinunze gehandelt werden, heißt es weiter. Dabei könne es zwischenzeitlich auch zu einem Überschreiten des 28-Jahres-Hochs kommen, welches vor knapp zwei Jahren bei 21 Dollar verzeichnet wurde.
Das steigende Angebot dürfte einem stärkeren Preisanstieg entgegenstehen. Da die CoBa davon ausgeht, dass der Goldpreis im Frühjahr vorübergehend nachgibt, dürfte auch der Silberpreis zwischenzeitlich noch einmal unter Druck geraten. Dabei seien im Tief Preise von 15 Dollar je Feinunze denkbar.
DJ